Jordanien

Brücken für die Völker

Taufe im Jordan Foto: Flash 90

Obwohl der Friedensvertrag bereits ein Viertel Jahrhundert hält, ist die Beziehung zwischen Israel und Jordanien derzeit auf einem Tiefpunkt angelangt. Um zu vermitteln, traf sich Präsident Reuven Rivlin mit Vertretern der jordanischen Regierung in London. Es steht sogar zur Debatte, dass der Präsident dem Nachbarland einen Besuch abstattet, um für bessere Stimmung zu sorgen.

In London ging es hauptsächlich um den Ausbau christlicher Pilgerstätten in der Nähe des Jordanflusses, der entlang der Grenze zwischen den Ländern fließt.

sehenswürdigkeiten Die verschiedenen historischen und religiösen Sehenswürdigkeiten ziehen Pilger in beiden Ländern an, viele benötigen dringend einen Ausbau oder eine Renovierung. Rivlin besprach das Thema mit Prinz Ghazi Bin Mohammed, dem Berater für religiöse und kulturelle Angelegenheiten im Haschemitischen Königtum, der gleichzeitig der persönliche Gesandte von König Abdullah II. ist.

Verschiedene Anliegen seien besprochen worden, vor allem die Erschließung der Taufstätte im Jordan und der Fortschritt des Projektes »Länder der Klöster«, einer gemeinschaftlichen Tourismusinitiative, hieß es im Anschluss aus dem Büro des Präsidenten. »Die Stätten zu bewerben und zu entwickeln, würde ein bedeutender Schritt sein, um Brücken zwischen unseren Völkern und Religionen zu bauen.«

Geschätzte 6500 Landminen müssen entschärft und entfernt werden

Rivlin setzt sich bereits seit geraumer Zeit dafür ein, die Infrastruktur verschiedener bedeutender Stätten in der Gegend zu verbessern, vor allem die Stelle, an der Johannes der Täufer Jesus und seine Jünger taufte. Hierher reisen regelmäßig Massen von christlichen Pilgern aus der ganzen Welt, um die biblische Geschichte nachzuerleben.

Vor allem gehört dazu, den Zugang zu organisieren sowie geschätzte 6500 Landminen zu entschärfen und entfernen, die in der näheren Umgebung vergraben sind. »Es ist ein offener und produktiver Dialog gewesen, und beide Seiten freuen sich darauf, die Gespräche fortzuführen«, so das Präsidentenbüro weiter.

Verstimmung Neben Ägypten ist Jordanien das einzige arabische Land, das mit Israel einen Friedensvertrag geschlossen hat. König Abdullah II. sprach vor einigen Tagen in New York von der abgekühlten Verbindung zu Israel und bezeichnete sie als »so schlecht wie nie zuvor«.

Verschiedene diplomatische Krisen hatten für Verstimmung gesorgt.

Verschiedene diplomatische Krisen hatten für Verstimmung gesorgt, darunter die Ankündigung des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, er wolle das Jordantal, das entlang der Grenze zu Jordanien verläuft und zur palästinensischen Autonomiebehörde gehört, im Falle eines erneuten Wahlsieges annektieren. König Abdullah setzt sich seit Langem für eine Zweistaatenlösung zwischen Israelis und Palästinensern ein.

Amman verlängerte daraufhin nicht den Pachtvertrag der Landstücke Naharajim in der Arava-Wüste, die zwar Jordanien gehören, doch seit Jahren von Israelis landwirtschaftlich bestellt wurden und einst »Insel des Friedens« hießen.

Weiter verschärfte sich die Lage, als zwei jordanische Staatsangehörige unter Verdacht der Planung von Terroranschlägen in Israel verhaftet wurden, als sie ins Land einreisen wollten. Amman zog daraufhin seinen Vertreter in Israel ab. Als die beiden Jordanier entlassen und wieder in ihre Heimat geschickt wurden, kehrte Botschafter Ghassan Majali nach Tel Aviv zurück.

Jerusalem/Madrid

Israels Außenminister greift spanischen Ministerpräsidenten scharf an

Pedro Sánchez beteilige sich an Aufwiegelung zum Mord am jüdischen Volk, so Israel Katz

 28.05.2024

Gaza/Israel

Israel: Tödlicher Luftangriff ist ein tragischer Fehler

Die Tragödie sei trotz der Bemühungen, Schaden von Zivilisten abzuwenden, geschehen, sagt der Premier

 28.05.2024

Wiesbaden

Hessischer Friedenspreis geht posthum an Friedensaktivistin Silver

Sie wurde am 7. Oktober im Alter von 74 Jahren beim Terrorangriff der Hamas ermordet

 27.05.2024

Israel

2300 Jahre alter Goldring eines Kindes in Jerusalem gefunden

Der archäologische Fund gibt Einblick in das Leben in der Region vor 2300 Jahren

 27.05.2024

Kibbuz Sde Boker

Brille von David Ben Gurion gestohlen - Dieb gefasst

Die Brille sei ein Gegenstand von historischem und nationalem Wert, betonte der zuständige Polizeikommandant

 27.05.2024

Nahost

»Nicht aufgrund von Bildern sofort ein Urteil fällen«

Nach Angriff auf Rafah: Bundesregierung will Untersuchung abwarten. Regierungssprecher Hebestreit betont Israels Recht auf Selbstverteidigung im Rahmen des Völkerrechts

 27.05.2024

Gaza

Offenbar ägyptischer Soldat an der Grenze von Rafah getötet

Die israelische Armee spricht von einer Schießerei

 27.05.2024

Israel

Israelreisende brauchen ab August ein Visum

Bisher konnten Deutsche, Österreicher und Schweizer nur mit einem gültigen Pass nach Israel reisen. Bald ist damit Schluss

 27.05.2024

Israel

Militäranwältin: Untersuchungen in 70 Fällen gegen Soldaten

Vorfälle, die den Verdacht des Verstoßes weckten gebe es bei den IDF nur in Ausnahmefällen, sagt Jifat Tomer-Jeruschalmi

 27.05.2024