Tourismusbörse

»Brücke zum Frieden«

Tourismus mit Fantasie auf der ITB 2011. Foto: Marco Limberg

2010 war für Israels Tourismusbranche ein Rekordjahr. 3,3 Millionen Reisende verbuchte das Heilige Land im vergangenen Jahr, 23 Prozent mehr als 2009. Allerdings bekommt Israels Fremdenverkehrswirtschaft nun die Folgen der Aufstände in der arabischen Welt zu spüren. Selbst wenn die Lage in Israel absolut ruhig sei, hätte die geopolitische Situation in der Region Auswirkungen, sagte der israelische Tourismusminister Stas Misezhnikov am Mittwoch auf der ITB, der Internationalen Tourismusbörse Berlin. »Wir hatten bei den Besucherzahlen im Monat Februar einen Rückgang von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.«

Vorteile Auf der weltweit größten Reisemesse forderte Misezhnikov seine Amtskollegen in Ägypten, Jordanien und der palästinensischen Autonomieverwaltung dazu auf, mit ihm gemeinsam den Tourismus »in unserer Region« zu fördern. Der Fremdenverkehr bringe allen Beteiligten Vorteile. »Tourismus ist eine Brücke zum Frieden«, betonte der Minister. Erstmals wird auf der ITB an einem gemeinsamen Stand ein israelisch-palästinensisches Tourismusprojekt von Gilboa und Jenin präsentiert.

Ami Tzubery, Direktor des Staatlichen Israelischen Verkehrsbüros in Berlin, betonte, dass Israel als Reiseziel »immer beliebter« werde. Im vergangenen Jahr wurden 181.000 deutsche Touristen gezählt, das sind 34.000 mehr als im Vorjahr. Weltweit stellen die Deutschen bereits nach den USA, Russland und Frankreich die viertgrößte Gruppe. Die Reiseveranstalter erkennen diese positive Entwicklung, 35 deutsche Unternehmen haben im vergangenen Jahr Israel als Ziel neu mit ins Programm genommen.
Gleichzeitig setzt sich der Trend fort, dass immer mehr deutsche Urlauber das Land auf eigene Faust entdecken. Im Jahr 2010 haben die Individualreisenden einen Anteil von 43 Prozent. Hauptreisemonate sind nach wie vor März und Oktober. Mit günstigen Angeboten soll versucht werden, auch die Nebensaison attraktiver zu machen. Die am häufigsten nachgefragten Ziele sind Jerusalem, Tel Aviv und das Tote Meer.

Israel

Gut gerüstet für die Zukunft

Grüße von Botschafter Ron Prosor zum Neuen Jahr

von Ron Prosor  23.09.2022

Jerusalem

Israel erwartet Zustrom von Juden aus Russland

Das Land bereitet sich auf eine große Einwanderungswelle aufgrund der Teilmobilisierung vor

 23.09.2022

Vereinte Nationen

Lapid warnt vor »Untergang der Wahrheit«

Der israelische Regierungschef sprach sich in New York für die Schaffung eines »friedlichen« palästinensischen Staates aus

von Michael Thaidigsmann  23.09.2022

Rosch Haschana

Teures Fest

Viele Israelis können sich ein Feiertagsessen kaum noch leisten

von Sabine Brandes  22.09.2022

Vereinte Nationen

Israels Premier will Zweistaatenlösung vorschlagen

Wenige Wochen vor den Parlamentswahlen setzt Yair Lapid bei der UN auf eine neue alte Idee

von Sabine Brandes  22.09.2022

Corona

»Verantwortung übernehmen«

Salman Zarka über die neue Covid-Welle in Israel, Infektionsschutz und Maßnahmen zu den Hohen Feiertagen

von Sabine Brandes  22.09.2022

Gedenken München 72

Elf goldene Sterne

Issac Herzog und IOC-Präsident Thomas Bach erinnerten in Tel Aviv an die ermordeten israelischen Athleten

von Sabine Brandes  21.09.2022

Israel

Mörder der 84-jährigen Israelin Shulamit Ovadia tot aufgefunden

Premier Lapid: »Dies ist ein schockierender Angriff eines verabscheuungswürdigen und feigen Terroristen«

von Sabine Brandes  21.09.2022

Terror

Gedenkfeier in Tel Aviv für Opfer des Olympia-Attentats 1972

Die Familien der Opfer, Israels Staatspräsident Herzog und IOC-Präsident Bach nehmen an dem Gedenken teil

 21.09.2022