Israel

Brandstiftung nicht ausgeschlossen

Ein großer Waldbrand in Jerusalem hat sich am Sonntag der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem bis auf wenige Meter genähert. Mehrere hundert Polizisten und Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Alle Mitarbeiter und Besucher seien in Sicherheit gebracht worden, sagte Esti Yaari, Sprecherin der Gedenkstätte. Die zentrale Zufahrtsstraße nach Yad Vashem wurde gesperrt.

Es bestehe keine Gefahr mehr für die Gebäude und Gedenkeinrichtungen, sagte Polizeisprecher Mickey Rosenfeld am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. »Es gibt noch drei kleinere Brandherde, aber insgesamt sind die Flammen unter Kontrolle«, so der Sprecher. Acht Menschen erlitten leichte Rauchverletzungen. In der Gegend gelegene Gaslager seien durch das Feuer aber nicht in Gefahr, betonte Rosenfeld.

Ursache Um dem Brand unter Kontrolle zu bringen, setzte die Feuerwehr Löschflugzeuge sowie einen Polizeihubschrauber ein. Insgesamt zerstörte das Feuer mehr als 15 Hektar Wald. Laut Asaf Abras, Sprecher der Feuerwehr, ist die Brandursache noch unklar. Der israelischen Zeitung Jerusalem Post sagte er, dass Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden könne. So sei das Feuer im Jerusalemer Wald an vier Stellen gleichzeitig ausgebrochen.

Im vergangenen Jahr wurden bei den schlimmsten Bränden in der Geschichte des Landes mehr als 40 Menschen getötet. Der Schaden, den die tagelange Feuersbrunst verursachte, ging in Millionenhöhe.

Anschlag

Der Tod kam nachts per Drohne

Ein Toter und mehrere Verletzte beim Beschuss eines Wohngebäudes im Zentrum von Tel Aviv

von Sabine Brandes  19.07.2024

Zürich

FIFA: Entscheidung über Sanktionen gegen Israel vertagt

Damit steht fest, dass Israel am olympischen Fußballturnier der Männer teilnehmen darf

 19.07.2024

Israel

Israel zieht ab Sonntag 1000 Ultraorthodoxe zum Militär ein

Die jahrzehntelange Befreiung der Strenggläubigen vom Wehrdienst gilt nicht mehr

 18.07.2024

Sanktionen

US-Einreiseverbot gegen Elor Azaria

Der ehemalige Soldat hatte einen verletzten Terroristen erschossen und wurde wegen Totschlags verurteilt

von Sabine Brandes  18.07.2024

Geiseldeal

»Die weiblichen Gefangenen haben keine Zeit mehr zu warten«

Mossad-Chef Barnea und Minister der eigenen Koalition fordern Premier Netanjahu auf, dem Abkommen zuzustimmen

von Sabine Brandes  18.07.2024

Moskau

So viele Russen sind seit Kriegsbeginn nach Israel geflüchtet

Russlands Angriffskrieg hat Millionen Ukrainer zur Flucht aus ihrer Heimat gezwungen. Aber auch Hunderttausende Russen haben das eigene Land verlassen - und die Dunkelziffer könnte noch höher sein

von André Ballin  18.07.2024

Vermisst

Er kehrte zurück, um andere zu retten

Ori Danino wollte noch dieses Jahr heiraten

von Sabine Brandes  18.07.2024

Regierung

In den Startlöchern

Die Herausforderer von Premier Benjamin Netanjahu wittern ihre Chance

von Sabine Brandes  18.07.2024

Nahost

Israel will militärischen Druck auf die Hamas erhöhen

Die Lage am Donnerstagmorgen und ein Ausblick auf den Tag

 18.07.2024