Trauer

Benjamin Ben-Eliezer gestorben

Benjamin »Fouad« Ben Eliezer Foto: Flash 90

Der ehemalige israelische Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer ist am Sonntag im Alter von 80 Jahren gestorben.

Der Politiker, der 2014 die Knesset nach 30 Jahren bei der Arbeitspartei verließ, habe Israel über Jahrzehnte »als Soldat, Kommandeur und Politker gedient«, sagte der israelische Premier Benjamin Netanjahu. »Ich kannte ihn und respektierte seine Leistung und seinen besonderen Charakter«, zitiert die Jerusalem Post den Premierminister. In vielen Unterhaltungen habe Fuad, wie Ben-Eliezer auch genannt wurde, seine Besorgnis über die Zukunft des Landes, das er so sehr liebte, geäußert, sagte Netanjahu.

Isaac Herzog Isaac Herzog, Vorsitzender der Arbeitspartei, postete bei Facebook: Ben-Eliezer »war ein mutiger Kämpfer, der seinen Militärdienst mit dem Rang eines Brigadegenerals beendete und der eine beeindruckende politische Karriere hatte, in der er den Posten des Verteidigungsministers erreichte«.

Der Knessetsprecher Yuli Edelstein sagte in einer ersten Reaktion, Ben-Eliezer habe den Großteil seines Lebens und den besten Teil davon der Stärkung des jüdischen Volkes gewidmet, sagte der Knessetsprecher Yuli Edelstein in einem Statement. Ben-Eliezer sei für viele Jahre eine »wichtige und dominante Stimme im öffentlichen Leben gewesen«, betonte Edelstein.

Benjamin Ben-Eliezer wurde 1936 im irakischen Basra geboren und kam 1949 mit seiner Familie nach Israel. ja

Kommentar

Empathie für alle?

Dunja Hayali hat zu mehr Mitgefühl mit Betroffenen von Kriegen aufgerufen. Zurecht. Was in den deutschen Medien jedoch kaum vorkommt: das Leid der Israelis, die unter dem ständigen Beschuss der Hisbollah stehen

von Jenny Havemann  10.04.2026

Jerusalem

Israeli soll für Iran Anschlag auf Naftali Bennett geplant haben

Ein 22-jähriger Israeli soll für den iranischen Geheimdienst einen Anschlag auf Ex-Premier Naftali Bennett geplant und Sprengstoff hergestellt haben. Die Polizei ermittelt gegen mehrere Verdächtige

 10.04.2026

Beirut

Hisbollah-Chef: Machen weiter »bis zum letzten Atemzug«

Während die libanesische Regierung an Verhandlungen mit Israel arbeitet, zeigt sich die Hisbollah unbeeindruckt: Es sei nicht die Zeit, um Zugeständnisse zu machen, betont ihr Anführer

 10.04.2026

Iran-Krieg

Israel vermeldet insgesamt 31 Kriegstote und 7500 Verletzte

Nach der Waffenruhe zieht Israel eine erste Bilanz des Krieges mit dem Iran – die IDF spricht von einer erfolgreichen Kampagne

 10.04.2026

Iran-Krieg

Hält die Waffenruhe?

In Pakistan wollen die USA und der Iran ab heute über eine dauerhafte Friedenslösung beraten. Doch vorab gibt es bereits Streit über wichtige Punkte

 10.04.2026 Aktualisiert

Iran-Krieg

Europa darf Israel nicht im Stich lassen

Während die USA und Israel der Bedrohung durch das Mullah-Regime gewaltsam begegneten, standen die Europäer an der Seitenlinie und übten Kritik. Die nun herrschende Feuerpause gibt ihnen Gelegenheit, ihre Haltung zu überdenken

von Rafael Seligmann  10.04.2026

Modschtaba Chamenei

Wo ist der neue Ayatollah?

Der »Oberste Führer« des Iran ist seit seiner Wahl nicht öffentlich aufgetreten. Ist er noch am Leben?

von Sabine Brandes  07.04.2026

Teheran

Landesweite Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur im Iran

Mehrere Autobahnen und Eisenbahnbrücken wurden angegriffen. Israels Premierminister Netanjahu bestätigt die Angriffe und sagt, dass die Ziele von den Revolutionsgarden genutzt würden

 07.04.2026 Aktualisiert

Teheran

Iran meldet Angriff auf Eisenbahnbrücke

Israels Militär droht mit Angriffen auf das iranische Schienennetz. Nur wenige Stunden später meldet der Iran die Bombardierung einer Eisenbahnbrücke

 07.04.2026