Musik

Barbra Streisand in Israel

Im Anschluss an ihre ausverkauften Konzerte in Europa, darunter zum ersten Mal auch in Köln und Amsterdam, hat die legendäre Barbra Streisand Israel auf dem Programm. Gleich zweimal wird sie im Bloomfield-Stadion vor israelischen Fans ihre Hits zum Besten geben. Direkt nach ihrem Auftritt in Berlin flog sie in Richtung Tel Aviv. Die Konzerte sind für die Diva eine echte Familienangelegenheit: Neben einem vollen Orchester stehen ihr Sohn Jason Gould und ihre Schwester mit auf der Bühne. Die beiden waren ebenfalls bei Streisands erfolgreicher Nordamerika-Tour »Back to Brooklyn« im vergangenen Jahr aufgetreten.

Gelandet Mit ihrem Privatjet und einer riesigen Entourage landete die Streisand am Sonntagabend in Israel. Neben ihren Konzerten nimmt sie an den Feiern zum 90. Geburtstag von Präsident Schimon Peres teil. Als sie aus dem Flugzeug ausstieg, war sie ganz in Weiß gekleidet und trug einen Sonnenhut. Die 71-Jährige ließ sich vom Flughafen direkt in ihr Hotel in Jerusalem bringen, um dann sofort einen Ausflug an die Kotel zu unternehmen. »Wir freuen uns, eine Künstlerin ihres Kalibers bei uns zu haben, und hoffen, sie fühlt sich wie zu Hause«, begrüßte Konzertveranstalter Schuki Weiß den seltenen Gast.

Gewünscht 20 Kinder kamen aus dem Strahlen nicht mehr raus. Die Jungs und Mädchen durften am Montagmittag Staatspräsident Schimon Peres und Barbra Streisand höchstpersönlich treffen. Alle von ihnen leiden unter lebensbedrohlichen Krankheiten. Der Besuch war von der Stiftung »Make-A-Wish« organisiert worden. Rafael aus Kfar Tavor sagte, dass ihm das Treffen »Stärke und Optimismus gebe. Für mich selbst und für den Frieden in unserem Land«. Die 16-jährige Koral sang Streisands berühmtes Lied People und brachte die Diva damit zum Strahlen. »Das war so wunderschön, ich danke dir von ganzem Herzen«, sagte sie gerührt. Später überreichten ihr die Kinder eine Kette mit der Einschrift »Hoffnung, Stärke und Freude«. Peres freute sich mit den jungen Besuchern und versicherte ihnen: »In unseren Augen seid ihr alle Helden, die um ihr Leben kämpfen und allen Hoffnung geben«.

Geehrt In der Hebräischen Universität zu Jerusalem ist Barbra Streisand am Montag die Ehrendoktorwürde überreicht worden. Die Künstlerin wurde für ihr außergewöhnliches humanitäres Engagement, ihren Einsatz für Menschen- und Bürgerrechte sowie ihre starke Verbindung zu Israel und dem jüdischen Volk geehrt. Streisand sagte im Anschluss: »Seit 30 Jahren habe ich diese enge Beziehung zur Hebräischen Universität. Sie beherbergt nicht nur Israels beste und klügste Studenten, sondern ebenfalls das Emanuel Streisand Gebäude für jüdische Studien.« 1984 hatte die Sängerin und Schauspielerin das Haus in Erinnerung an ihren geliebten Vater errichten lassen. »Eines der Dinge, die ich seit jeher bewundere, ist die Tatsache, dass hier Frauen und Männer, Juden und Araber, Christen, Einheimische und Immigranten zusammensitzen und lernen. Und alle gemeinsam von einem guten und bedeutungsvollen Leben träumen«, erklärte sie. »Ich wünschte, die Welt wäre mehr wie die Hallen dieser Universität.« Streisand schloss ihre Rede mit einem Zitat von Albert Einstein: »Vorbild ist nicht nur eine mögliche Weise zu unterrichten. Es ist die einzige Weise zu unterrichten.«

Terror

Beschuss dauert an

Auch am zweiten Tag regnen die Raketen aus Gaza auf den israelischen Süden herab. Ruhe im Zentrum

von Sabine Brandes  13.11.2019

Israel

Mutmaßlicher Hacker an USA ausgeliefert

Dem Mann wird unter anderem Betrug mit elektronischen Mitteln vorgeworfen

 12.11.2019

Israel

Massiver Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen

Anhaltender Alarm – Armee beginnt mit Vergeltungsangriffen

von Sabine Brandes  12.11.2019

EuGH-Urteil

Produkte israelischer Siedler müssen gekennzeichnet werden

Verbraucher könnten sonst irregeführt werden

von Michael Thaidigsmann  12.11.2019

Nahost

Israel unter Beschuss

Nach der Tötung eines hochrangigen Funktionärs des Islamischen Dschihad durch die IDF gingen Raketen nieder – auch auf Tel Aviv

von Sabine Brandes  13.11.2019 Aktualisiert

Israel

»Der Schock sitzt noch immer tief«

Präsident Rivlin erinnert an das Attentat auf Ministerpräsident Yitzhak Rabin vor 24 Jahren

von Sabine Brandes  11.11.2019