Israel

Automobilmarkt erholt sich, Stromer immer populärer

Chinesische Produkte wie der Xpeng G6 werden in Israel viel verkauft. Foto: picture alliance / NurPhoto

Der israelische Automobilmarkt hat sich erholt. Aufgrund der Attacke des palästinensischen Terrors am 7. Oktober 2023 und wegen des Krieges, der mit den Massakern ausgelöst wurde, war der Markt zunächst eingebrochen.

Noch im ersten Quartal 2024 wies er ein Minus von 17 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres auf. Aus dem Abstieg wurde im Laufe der Monate wieder ein Aufstieg, obwohl der Krieg gegen den Terror andauert. Jetzt, einen Monat vor Jahresende, wurden die Verkaufszahlen des vergangenen Jahres fast erreicht.

Israelischen Medien zufolge wurden seit Januar 259.000 neue PKW zugelassen. Allein im November waren es 18.000, was für ein Land von der Größe Israels eine ansehnliche Zahl ist. Im Vergleich zu November 2023 ist dies ein Anstieg von 40 Prozent.

Erhebliche Veränderungen

Während der Markt wieder schnurrt wie ein gut geölter Boxermotor, ebenso wie vor dem 7. Oktober 2023, verzeichnet er erhebliche Veränderungen bezüglich der gewählten Antriebsart der erstandenen Fahrzeuge sowie der Marken.

Lesen Sie auch

In Israel bereits bekannte Marken wie Nissan, MG und Škoda verzeichneten jeweils ein deutliches Wachstum in diesem Jahr. Seat schaffte sogar ein Plus um sensationelle 55 Prozent, Lexus immerhin um 49 Prozent. Citroën, Peugeot, Hyundai und Kia ließen Federn.

Verkaufsschlager E-Auto

Eine weitere wichtige Beobachtung: Die Hersteller elektrischer Fahrzeuge bringen es inzwischen auf einen Marktanteil von 24 Prozent. Im vergangenen Jahr lag der Anteil noch bei 19 Prozent. Vor allem die chinesischen Hersteller BYD, Chery, Geely und MG spüren den Aufwind in diesem Segment ebenso wie ihr amerikanischer Konkurrent Tesla.

Zum Vergleich: In Deutschland liegt der Marktanteil von E-Autos für 2024 bisher bei 13,1 Prozent, wie Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes zeigen.

In Israel kommen 71 Prozent der in den ersten elf Monaten dieses Jahres verkauften E-Autos aus China. Dies entspricht 44.000 Fahrzeugen. Alle europäischen Marken zusammen schafften es lediglich, 5000 E-Autos zu verkaufen.

Debatte

Öffentlich-Rechtliche Medien: Macht euren Job, aber macht ihn besser!

Ein Appell von Esther Schapira

von Esther Schapira  03.09.2026

Jerusalem

Netanjahu sagt, Sicherheitschefs hätten ihn am 7. Oktober absichtlich nicht geweckt

Neu ist vor allem die Behauptung, die Sicherheitsführung habe ihn nicht lediglich aus einer Fehleinschätzung heraus nicht informiert, sondern sich bewusst dagegen entschieden

 03.09.2026

Rehovot

Israelische Forscher melden Erfolg bei Krebsforschung

Forscher des Weizmann Institute of Science entdeckten gemeinsam mit amerikanischen Wissenschaftlern einen bislang unterschätzten Mechanismus bei der Entstehung genetischer Mutationen

 03.09.2026

Umfrage

Umfrage: Netanjahu-Lager holt auf, beide Blöcke bei 53 Mandaten

Noch vor einer Woche hatte dieselbe Umfrage ein deutlich anderes Bild ergeben. Damals lag die Opposition mit 57 Sitzen vorn

 03.09.2026

Jerusalem

Katz: Israel ist bereit, die freiwillige Ausreise aus Gaza zu ermöglichen

Die Hintergründe

 03.09.2026

Tel Aviv

Nur jeder sechste Israeli fährt mit Bus oder Bahn zur Arbeit, andauernde Staus als Folge

Trotz Milliardeninvestitionen in den öffentlichen Nahverkehr wird dieser weniger genutzt als erhofft

 03.09.2026

Eklat

Yair Golan und Sara Netanjahu drohen einander mit Klage

Der Streit droht, vor Gericht zu landen. Der Parteivorsitzende der Demokraten weist die »Verräter«-Vorwürfe als haltlos zurück

von Sabine Brandes  02.09.2026

Wahlen

Paukenschlag

Zum ersten Mal steht ein jüdischer Politiker auf einer arabischen Liste: Der hochrangige Ex-Polizist Yoav Segalovitz kandidiert für die Partei Ra’am

von Sabine Brandes  02.09.2026

Militär

Der »Drache« ist unterwegs

Nach Jahren deutsch-israelischer Planung und Bauzeit hat das dritte U-Boot der Dolphin-Klasse die Kieler Werft verlassen und Kurs auf Israel genommen

von Sabine Brandes  02.09.2026