Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Hilfe, Test, Rettung

von Sabine Brandes  14.03.2016 19:12 Uhr

Nicht nach Deutschland: Yariv Levin Foto: Flash 90

Hilfe, Test, Rettung

von Sabine Brandes  14.03.2016 19:12 Uhr

Information
Die Stadtverwaltung von Tel Aviv will sich ihre Naturschönheit zunutze machen. Sie veröffentlichte jetzt einen Online-Livestream der 13 Strände der Stadt, um noch mehr Gäste anzulocken. Nachdem »National Geographic« die Stadt im vergangenen Jahr zu einer der besten zehn Strandmetropolen der Welt kürte, soll die größte Attraktion noch bekannter werden. Die Rundum-Kameras lassen Besucher vorab schauen, was am Strand so los ist. Unter www.tel-aviv.gov.il gibt es zudem die aktuellsten Angaben zu Wetter und Wasserlage.

Hilfe
Telefongespräche mitanzuhören schickt sich bekanntlich nicht. Doch manchmal hört ein veritabler Engel zu. Das glaubt zumindest die israelische Soldatin Danielle Danino. Als sie im Zug von ihrer Armeebasis nach Hause fuhr, riefen die Elektrizitätswerke an, um ihr mitzuteilen, dass man im Haus ihrer Mutter den Strom abgestellt hatte. Über mehrere Monate hatten sich offene Rechnungen in Höhe von mehr als 400 Euro angesammelt. Danino war verzweifelt, weinte und bettelte, dass man doch bitte den Strom nicht abstellen möge. In diesem Moment kam ein völlig Fremder zur Hilfe. Ofir Itzhak hatte das Flehen der Soldatin gehört und prompt angeboten, den ausstehenden Betrag zu bezahlen. Ohne zu zögern, gab er dem Stromanbieter die Daten seiner Kreditkarte. Die junge Frau sagte später: »Mir stand der Mund offen vor so viel Güte.« Danino verließ den Zug voller Vertrauen in das Gute im Menschen und postete daraufhin auf Facebook: »Begegnet einem echten Engel – Ofir Itzhak. Er hat kein Facebook. Aber die schönste Seele, die es gibt.«

Ausstellung
Israel ist stolz auf seine Errungenschaften in Wissenschaft und Technik. Dennoch können viele Bewohner nicht einen einzigen israelischen Nobelpreisträger nennen. Eine Ausstellung im Ben-Gurion-Flughafen soll das ändern. Auf überdimensionalen Postern werden insgesamt 60 israelische Entwicklungen vorgestellt, die die Welt beeinflusst haben. Die Galerie reicht von der Passkontrolle bis zum Duty-Free-Bereich. Jährlich laufen hier mehr als acht Millionen Menschen vorbei. Zu sehen sind unter anderem solch alltagstaugliche Dinge wie der USB-Stick oder die Kirschtomaten, aber auch lebensrettende Arzneimittel gegen Multiple Sklerose, Alzheimer oder Parkinson sowie ein Roboter für präzise Rückenoperationen.

Problem
Der israelische Tourismusminister Yariv Levin (Likud) will nicht nach Deutschland kommen. Auch auf der Internationalen Tourismusmesse in Berlin (ITB) war er nicht anwesend. Levin erklärte, dass es für ihn »extrem schwierig« sei, nach Deutschland zu reisen. Grund sei der Holocaust. Zwar treffe er sich in Israel mit deutschen Politikern und sehe die deutsch-israelischen Beziehungen als sehr bedeutsam, doch persönlich ins Land der einstigen Täter reisen will er prinzipiell nicht. Auch Transportminister Yisrael Katz sieht das so. Als Sohn von Holocaust-Überlebenden könne er deutschen Boden einfach nicht betreten, sagte er.

Test
Es sieht nicht gut aus für Ofek Buchris. Der Armeegeneral war von mehreren Soldatinnen beschuldigt worden, sexuell übergriffig geworden zu sein. Die Vorwürfe gegen den 47-Jährigen gehen sogar bis zur Vergewaltigung von Untergebenen. Er selbst bestreitet die Vorwürfe jedoch vehement. Zwei erste Lügendetektortests, die er persönlich initiiert hatte, schienen Buchris zunächst zu entlasten. Doch ein dritter, von der Armeepolizei überwacht, sei »problematisch für Buchris«, heißt es. Der General, der für höchste Positionen innerhalb des Militärs im Gespräch war, ist bereits seit zwei Monaten vom Dienst suspendiert. Am Wochenbeginn verlängerte Armeechef Gadi Eisenkot die Frist um einen weiteren Monat.

Rettung
Um einen kranken Löwen zu retten, arbeiteten Palästinenser und Israelis jetzt eng zusammen. Die Großkatze aus dem Zoo in Gaza befand sich in einem kritischen Gesundheitszustand, und die Möglichkeiten der Tierärzte im Hamas-regierten Streifen waren zu beschränkt, um ihm zu helfen. In einer Rettungsaktion wurde der Löwe zunächst in einem Käfig zum Grenzübergang Erez gebracht, dort von israelischen Tierschützern in Empfang genommen und dann per Lkw ins Westjordanland gefahren. Im Zoo von Tulkarem soll er wieder zu Kräften kommen.

Facebook
Betrug ist verboten. Auch in der virtuellen Welt. Das entschied nun der Oberrabbiner von Safed, Schmuel Elijahu. Ein Mann hatte ihn gefragt, ob es nach dem jüdischen Gesetz in Ordnung sei, Dinge und Dienstleistungen bei Facebook zu bewerben, ohne das soziale Netzwerk dafür zu bezahlen. Doch Schmuel Elijahu, einer der einflussreichsten Rabbiner des Landes, stellte klar: »Es ist verboten, auf Facebook zu inserieren und die Geschäftsbedingungen der Firma nicht einzuhalten.«

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