Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Der General kommt: Joseph Dunford Foto: dpa

Hilfe
Es sollte eigentlich ein fröhlicher Segeltörn werden. Stattdessen wurde aus dem Ausflug einer Gruppe Israelis aus Aschkelon eine dramatische Rettungsaktion. Auf ihrer Reise von Israel auf die griechische Insel Kastelorizo hörten die Segler plötzlich ein Weinen im Wasser und sahen kurz darauf einen elfjährigen Jungen in einer Schwimmweste. Nachdem sie ihn aus dem Wasser gezogen hatten, erzählte er auf Arabisch, dass er aus Syrien komme und noch viele andere Menschen im Meer seien. Die Israelis begannen, das umliegende Wasser mit Ferngläsern abzusuchen, und fanden eine Gruppe von weiteren elf Flüchtlingen. Sie retteten alle. Ein sechs Monate altes Baby überlebte jedoch nicht. Die verzweifelte Mutter hielt es in den Armen, doch es war wahrscheinlich an Unterkühlung gestorben. Ein anderer Mann hatte einen Diabetes-Schock. Die Helfer gaben ihm Süßigkeiten und retteten ihm das Leben. »Es war extrem hart. Wir sind oft auf dem Wasser, aber haben so etwas noch nie erlebt«, sagte der Kapitän Schlomo Asban im Anschluss. »Dieses Erlebnis wird uns unser ganzes Leben lang begleiten.« Als die Israelis den Flüchtlingen aus Syrien und Afghanistan erzählten, sie seien Juden aus Israel, küssten diese sie und dankten ihnen. Die Israelis brachten die Schiffbrüchigen auf Kastelorizo in Sicherheit.

Foto
Amir Ben-Dov hat einen ersten Preis bei der prestigeträchtigen »Wildlife Photography Competition« (Wildtier-Fotografie-Wettbewerb, WPY) der britischen BBC gewonnen. Er wurde für sein Bild dreier rotfüßiger Falken ausgezeichnet. Ben-Dov ist nicht nur Fotograf, sondern auch einer der bekanntesten Ornithologen Israels. Bereits seit 36 Jahren ist er in dem Bereich tätig und setzt sich stetig für den Schutz der Natur ein. Die Falken liegen ihm besonders am Herzen, denn: »In den Nachbarländern werden sie zu Hunderten oder Tausenden getötet – nur zum Spaß. In Israel dagegen sind sie geschützt und haben ein recht angenehmes Leben.«

Geburtstag
So viel Zeit muss sein. Ein Video kursiert dieser Tage in den sozialen Medien, das die manchmal groteske Realität des Nahen Ostens zeigt. Maskierte junge Palästinenser sind darauf zu sehen, wie sie den Geburtstag eines Freundes feiern. Auf ihren Köpfen, mit der Kefiye vermummt, sitzen lustige Geburtstagshütchen aus Pappe, während sie den Schokoladenkuchen anschneiden, auf dem auf Englisch »Happy Birthday« steht. Ihren Freund lassen sie mit fröhlichen Wünschen hochleben.

Busse
Am Wochenende sind bei einem Feuer in einem Busdepot der Firma Dan in Ramat Gan 32 Autobusse verbrannt. Noch gibt es keine Angaben, wie der Brand ausgebrochen sein könnte, doch ein Anschlag wird bislang ausgeschlossen. Mehrere Straßen mussten gesperrt werden, und erst nach Stunden konnten die Flammen von mehreren Feuerwehrteams gelöscht werden. Den ganzen Tag lang hing grauer Rauch über der Skyline von Tel Aviv, das gleich nebenan liegt.

Besuch
Der Chef der amerikanischen Streitkräfte ist in Israel. General Joseph Dunford hat viele Themen auf der Agenda: Mit seinem israelischen Amtskollegen, General Gadi Eisenkot, wird er die militärische Zusammenarbeit, den iranischen Atomdeal sowie die Themen Syrien und Russland besprechen. Es ist Dunfords erster Auslandsbesuch seit seinem Amtsantritt am 1. Oktober. Er überbrachte die Botschaft aus dem Pentagon, dass Amerika sich nach wie vor der Sicherheit Israels verpflichtet fühle.

Strände

Schlechte Nachricht von den Stränden. Ein Großteil des Küstenstreifens ist durch Müll verschmutzt, wie eine neue Studie des Umweltministeriums bekannt gibt. Von den 41 geprüften Stränden seien lediglich acht nach den jüdischen Feiertagen in einem guten Zustand gewesen. 15 von ihnen bekamen sogar die schlechteste Note – das bedeutet, sie sind völlig verdreckt.

Überraschung
Eine wundervolle Überraschung bekam ein »lone soldier« in Israel. Jonathan Hadar aus den USA feierte in der vergangenen Woche seine Abschiedszeremonie in der Golani-Einheit. Leider konnten seine Eltern nicht persönlich dabei sein. Also postete Hadars Mutter einen Aufruf auf Facebook, Jonathan zu gratulieren. Mit diesem Ansturm von netten Menschen aber hatte wohl niemand gerechnet. Am wenigsten Jonathan selbst. Die Gratulanten kamen aus dem ganzen Land: eine Gruppe von Polizisten, ein Richter mit Anwälten im Schlepptau, ganze Familien mit Süßigkeiten und hausgemachten Speisen im Gepäck. Alle feuerten ihn bei seinem Beret-March an und wünschten ihm Glück. Jonathan mag ein »lone soldier« sein – allein ist er aber sicher nicht.

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