Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Fabian Maamari mit IDF-Soldaten Foto: Maamari

Löwe
Der Tod des Löwen Cecil beherrschte vergangene Woche die Nachrichten. Jetzt machten auch Israelis mit einem Löwen Schlagzeilen. Allerdings gute: Tierärzte im Safaripark von Ramat Gan retteten die Großkatze Samuni durch eine Notoperation. Bei Routinechecks hatten Pfleger bei dem Löwen eine tennisballgroße Wucherung am Bauch entdeckt. Eine Biopsie konnte nicht eindeutig klären, ob der Tumor gut- oder bösartig war. Die Ärzte entschlossen sich daher zu handeln, obwohl es extrem kompliziert ist, einen Löwen unter Betäubung zu setzen. Sie operierten das achtjährige Tier mit Erfolg. Die Belegschaft des Safariparks erklärte: »Jedes Tier ist wertvoll für uns. Wir tun alles, um sie zu schützen und ihnen ein gutes Leben zu ermöglichen.«

Temperaturen
Extreme Temperaturen machen derzeit den Israelis das Leben schwer. Die Quecksilbersäule kletterte in vielen Orten am Wochenanfang auf über 40 Grad Celsius im Schatten. Mehr als 150 Menschen mussten an nur einem Tag von den Rettungskräften des Magen David Adom behandelt werden. 80 fielen wegen der unerträglichen Hitze in Ohnmacht, und 14 waren dehydriert. »Um Todesfälle zu vermeiden, raten wir der Öffentlichkeit, sich möglichst drinnen aufzuhalten, viel zu trinken und während dieser Hitzewelle besonders auf Schwächere zu achten: Babys und Kleinkinder, Alte und Kranke«, gab Magen David Adom an.

Ferien
Der Gazastreifen ist noch immer vom Krieg des vergangenen Sommers gezeichnet. Dennoch hat dort jetzt eine luxuriöse Ferienanlage ihre Pforten geöffnet. 162 Zimmer im Chalet-Stil sollen die Gäste ins Blue Beach Resort locken, ein Buffet voller Köstlichkeiten, mehrere Pools, ein Privatstrand und ein berauschender Blick über das Mittelmeer sind inklusive. »Es ist die wichtigste Ferienanlage in ganz Gaza«, heißt es auf der Website, die schon 20.000 Likes erreichte. Bislang sind erst 76 Räume fertig, doch die sind ständig ausgebucht. Denn inmitten aller Schwierigkeiten wollen die Menschen ihr Leben auch genießen. Zumindest jene, die für eine Nacht zwischen 100 und 160 Dollar aufbringen können.

Treffen
Ein Zeichen gegen Vorurteile setzte der schwedisch-libanesische Fotograf Fabian Maamari, als er sich am Toten Meer ablichten ließ – mit zwei IDF-Soldaten in Uniform. Alle drei hielten sich in den Armen und lachten in die Kamera. Darunter schrieb Maamari: »Das war mein erstes Mal, dass ich sie wirklich und im Dienst gesehen habe. Ich hatte mir erst Sorgen gemacht, weil meine Wurzeln ja libanesisch sind. Und auch wegen der vielen negativen Dinge, die man über sie hört.« Der 28-Jährige ist schwul und lebt mit seinem jüdischen Lebensgefährten seit fünf Monaten in Tel Aviv. Er erwartete eine Konfrontation, doch stattdessen erzählten die Männer in Olivgrün, wie schön sie den Libanon finden. Außerdem nannten sie seinen Lebensstil »wahrhaft revolutionär«. Maamari dazu: »Es war einfach magisch. Sie sind so warmherzig und freundlich!« In den sozialen Netzwerken kommt sein Foto bestens an und wurde schon tausendfach geteilt.

Wanderung
Ein israelischer Rucksacktourist ist im Kaukasus tot aufgefunden worden. Der 22-jährige Dor Cohen war mit einem Freund im Gebirge unterwegs, als die beiden sich trennten. Als Cohen einige Stunden später nicht am vereinbarten Treffpunkt ankam, verständigte sein Begleiter sofort die israelische Vertretung. Das Rettungsteam und Cohens Bruder, der aus Israel angereist war, konnten den jungen Mann aber nur noch tot bergen.

Spiel
An Israels Stränden regiert Matkot. Spieler, die mit Holzschlägern auf einen harten Gummiball eindreschen, findet man von Nord bis Süd. Doch Vielen gehen das Geknalle und die Aggressivität des Spiels gehörig auf die Nerven. Daher erfanden zwei Israelis jetzt eine sanftere Alternative: Kapau ist eine Mischung aus Matkot und Tennis. Statt aus Holz sind die Schläger aus Metall und bespannt. Per Crowdfunding wollen Amit Scharon und Guy Schapira 40.000 Euro zusammenbekommen, um ihren Traum zu realisieren: Matkot auf leise Art.

Hochzeit
Es hätte traurig enden können. Ein israelisches Paar wollte seine Hochzeit feiern, doch nur eine Handvoll Gäste kam. Der Vater der Braut war einen Monat zuvor gestorben, und die meisten Eingeladenen dachten, das Fest sei abgesagt. So saßen Annette und Lior Solomon an gedeckten Tischen in einem riesigen Bankettsaal – fast allein. Doch eine Verwandte des Bräutigams wurde aktiv. Sie postete von der (beinahe) ins Wasser gefallenen Hochzeit und lud Leute ein. »Ihr braucht kein Geschenk, ihr braucht kein Geld. Kommt einfach und füllt den Saal. Tut eine Mizwe und macht zwei Menschen glücklich!« Binnen zwei Stunden kamen rund 2000 Leute, die ausgelassen um Braut und Bräutigam tanzten. Die Hochzeit war gerettet, und die Initiatorin postete wieder: »Danke an euch alle! Das ist Israel, wie es am schönsten ist.«

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