Israel

Armee räumt größtes Minenfeld an Taufstätte von Jesus

Minenräumung in Jericho (Symbolbild) Foto: dpa

Israels Armee hat nach eigenen Angaben das größte Minenfeld an einer der heiligsten Stätten des Christentums geräumt. In Kasr Al Jahud (Arabisch: das jüdische Schloss) soll Jesus Christus im Fluss Jordan getauft worden sein. Das verminte Gebiet in der Nähe von Jericho im Westjordanland, auf dem mehrere Kirchen liegen, war seit dem Sechstagekrieg militärische Sperrzone.

Im vergangenen Jahr hatten offiziell die Räumungsarbeiten begonnen, gemeinsam mit der Halo-Stiftung, einer weltweit tätigen Landminen-Räumorganisation. An dem Projekt sind auch die palästinensischen Behörden beteiligt.

ZUSAMMENARBEIT Die Armee teilte am Sonntag mit, vergangene Woche sei auch in Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium das größte Feld mit mehr als 900 Minen geräumt worden. Oberst Udi Tzur sprach von einem »wichtigen Schritt auf dem Weg, diese besondere Gegend der Öffentlichkeit zugänglich zu machen«. Man wolle das Land den Klöstern und Kirchen zurückgeben »und es den Menschen ermöglichen, sicher auf diesem Land mit tausenden Jahren Geschichte zu laufen«.

Nach dem Krieg von 1967 und dem Rückzug der jordanischen Streitkräfte waren auf dem Gelände israelische Landminen hinterlassen worden. Vor dem Krieg wurde das Gebiet von Jordanien kontrolliert und war ein beliebter Pilgerort.

Insgesamt wurden zu Beginn der Räumungsarbeiten auf dem Gebiet nach israelischen Schätzungen rund 3000 explosive Kriegsreste vermutet – darunter auch Antipersonen- und Antipanzerminen. Wann die Räumungsarbeiten abgeschlossen werden sollen, blieb zunächst offen.  dpa

Hamas

Missbrauch als Waffe

Auf Basis von Tausenden Videos, Fotos und Zeugenaussagen dokumentiert ein neuer Bericht systematische sexuelle Übergriffe der Terroristen am 7. Oktober und danach

von Sabine Brandes  24.05.2026

Tel Aviv

Hilfe für das »Liebling Haus«

Das Besucherzentrum der »Weißen Stadt« wird nach Raketenschäden mit deutscher Hilfe repariert

von Sabine Brandes  24.05.2026

Studie

Wird Israel unbezahlbar?

Die Lebenshaltungskosten im Land gehören zu den höchsten weltweit. Dafür gibt es zahlreiche Gründe – manche sind hausgemacht

von Sabine Brandes  24.05.2026

Essen

Balagan auf der Zunge

Zwischen Frena-Ofen und French Malawach: Das EAT Tel Aviv Food Festival zeigt, wie Israels Küche Traditionen aus aller Welt aufgreift, neu mischt und daraus ein lebendiges Geschmacks-Chaos macht

von Sabine Brandes  24.05.2026

Essay

Erinnerungen an Schawuot in Be’eri

Unsere Autorin ist in dem Kibbuz aufgewachsen, der durch das Massaker traurige Bekanntheit erlangte. Eines der prägendsten Feste ihrer Kindheit war das Wochenfest – wird jene Freude je wieder zurückkehren?

von Eshkar Eldan Cohen  21.05.2026

Wahlen

Arabisch-israelisches Zünglein an der Waage?

Der Aktivist Yoseph Haddad will den Sprung in die Politik wagen und könnte im festgefahrenen Rennen um die Knesset entscheidend sein

von Sabine Brandes  21.05.2026

Aschkelon

Israel schiebt Hunderte Flottillen-Aktivisten ab

Während die ausländischen Flottillenaktivisten vom Flughafen Ramon aus ausgeflogen werden, steht die israelische Teilnehmerin Zohar Regev in Aschkelon vor Gericht

 21.05.2026

Jerusalem

»Nicht das Gesicht Israels«: Sturm der Entrüstung gegen Ben-Gvir

Der rechtsextreme Politiker steht in der Kritik, weil er ein Video veröffentlichte, in dem Aktivisten der Gaza-Flotille gedemütigt werden. Auch Regierungschef Benjamin Netanjahu distanzierte sich von seinem Minister

von Sabine Brandes  21.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026