Geiseln

Tausende demonstrieren für Freilassung von Ariel Bibas

Angehörige von Ariel Bibas demonstrierten mit Tausenden Israelis für die Freilassung des Fünfjährigen Foto: copyright (c) Flash90 2024

Ein Fünftel seines Lebens hat Ariel Bibas als Geisel der Hamas im Gazastreifen verbracht. Er war vier Jahre alt, als er zusammen mit seiner Mutter und seinem kleinen Bruder am 7. Oktober 2023 von Terroristen aus dem Kibbuz Nir Oz verschleppt wurde. Auch der Vater wurde gekidnappt. Seitdem weiß niemand, wie es der Familie geht.

Die Großfamilie Bibas in Israel hat Ariels fünftem Geburtstag mit einem Protestmarsch vom Tel Aviver Habima-Platz zum Platz der Geiseln gedacht und ein Video veröffentlicht, das Ariels bisherige Geburtstage in Freiheit zeigt. Tausende Menschen nahmen an der Kundgebung teil und ließen Luftballons in die Luft steigen, so orange wie die Haare von Ariel und seinem kleinen Bruder Kfir.

Die Familie Bibas ist seit Monaten in der Gewalt der Hamas; links im Bild: Familienvater YardenFoto: Privat

Die israelische Eisenbahngesellschaft und die Stadtverwaltung von Jerusalem feierten Ariels Geburtstag, indem sie Bahnhöfe und Jerusalems Gesher HaMeitarim (Saiten-Brücke) mit orangefarbenem Licht anstrahlten, zu Ehren von Ariels rotem Haar.

Lesen Sie auch

»Die Welt muss die Situation verstehen, die es möglich macht, dass dieser kleine Junge seinen Geburtstag als Geisel erleben muss«, sagt Ariels Großonkel Maurice Shnaider im Gespräch mit der Zeitung.

Ariel Bibas und sein kleiner Bruder Kfir, der in Gefangenschaft ein Jahr alt wurde, wurden zusammen mit ihrer Mutter, Shiri Bibas, am 7. Oktober aus ihrem Haus getrieben. Der Screenshot aus einem Video der Terroristen, der zeigt, wie die Mutter ihre beide rothaarigen Söhne mit einer Babydecke fest umklammert, hat traurige Berühmtheit erlangt.

Shiri Bibas‘ Eltern, Margit und Yossi Silberman, wurden am 7. Oktober in ihrem Haus in Nir Oz ermordet.

Auch in Berlin gab es eine Kundgebung, und zwar von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, um an diesem Tag die sofortige Freilassung von Ariels Familie und aller Geiseln zu fordern: gegenüber der Botschaft von Katar, das bisher als Vermittler bei den Verhandlungen über die Freilassung der Geiseln dabei war, in der Hagenstraße 79 von 9 bis 16 Uhr. Die Kundgebung war angemeldet. ja

Brandanschlag auf Synagoge Wuppertal

Nach ersten Erkenntnissen handelte der polizeibekannte Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit allein

 17.09.2026 Aktualisiert

Gesellschaft

20.000 neue Olim – auch aus Deutschland

Die Jewish Agency verzeichnete im jüdischen Jahr 5786 Einwanderer aus 100 Ländern. Besonders viele kamen aus Russland, Frankreich und den USA

von Sabine Brandes  17.09.2026

Terrorismus

Die Huthi bedrohen den Hafen von Eilat

Die Kontrolle über eine der wichtigsten Handelsrouten droht sich zu verschärfen – mit Folgen für Israels Seehandel, Versorgung und Lebenshaltungskosten

von Sabine Brandes  17.09.2026

Tel Aviv

Heikle Bergung eines 2000 Jahre alten Ritualbads in Israel

Mit Spezialkran und viel Fingerspitzengefühl: In Israel wird eine 25 Tonnen schwere Mikwe aus der Erde gehoben. Stahlträger halten das antike Bauwerk zusammen – die heikle Bergung gelingt unbeschadet

 17.09.2026

Nachrichten

Nachteulen, Gedenken, Tierschutz

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  17.09.2026

Eklat

Kampfpilot weist Vorwürfe von »Naza« zurück

Ein ehemaliger Kommandeur einer Luftwaffenbasis widerspricht der Darstellung, die Armee nehme den Tod von Zivilisten bewusst in Kauf. Zugleich verteidigt er die kritische Auseinandersetzung mit dem Militär

von Sabine Brandes  17.09.2026

Tel Aviv

Schwitziges Date

Beim alljährlichen »Singles Run« laufen Tausende der großen Liebe hinterher

von Sabine Brandes  17.09.2026

Jerusalem

Netanjahu strebt Gesetzesänderung an

Der Ministerpräsident reagiert damit auf die Diskussion um den Dokumentarfilm »Naza«. Über dessen Macher Yuval Abraham und Rachel Szor sagt der Regierungschef: »Ihr Platz ist nicht hier.«

 17.09.2026

New York/Tel Aviv/Rabat

Israel und Marokko wollen Beziehungen weiter aufwerten

Im Zuge der sogenannten Abraham-Abkommen begann Marokko 2020, die Beziehungen zu Israel zu normalisieren. Nun einigen sich die Außenminister beider Länder auf die Umsetzung konkreter Schritte

 17.09.2026