Würdigung

Argentiniens Präsident Milei erhält »jüdischen Nobelpreis«

Foto: Flash 90

Als erster Staatschef wird Argentiniens Präsident Javier Milei mit dem Genesis-Preis geehrt. Er erhalte die Auszeichnung, die auch als »jüdischer Nobelpreis« bezeichnet wird, für seine Unterstützung Israels nach dem Hamas-Massaker, seine Entscheidung, die argentinische Botschaft nach Jerusalem zu verlegen und seinen Einsatz für die Aufklärung des Bombenanschlags auf das jüdische Gemeindezentrum Amia in Buenos Aires vor 30 Jahren, hieß es in der Begründung. 

Milei gilt als treuer Verbündeter Israels und äußert immer wieder großes Interesse am jüdischen Glauben. »Seit dem 7. Oktober ist er einer der treuesten Freunde Israels«, sagte der Vorsitzende der Genesis-Preis-Stiftung, Stan Polovets.

»Als viele der Verbündeten Israels schwiegen oder Israel verurteilten, unter Druck setzten und in einigen Fällen sogar sanktionierten, stand Präsident Milei fest an der Seite des jüdischen Volkes und war dessen sichtbarster, lautstärkster und unmissverständlichster Fürsprecher.«

Lesen Sie auch

Der Preis ist mit einer Million US-Dollar dotiert. Milei kündigte an, das Preisgeld für den Kampf gegen Antisemitismus zu spenden. »Ich empfinde tiefe Bewunderung für Israel, seine Geschichte und sein Volk«, sagte der ultraliberale Staatschef.

»Das jüdische Volk hat im Laufe seiner Geschichte bewiesen, dass Widerstandskraft und die Verteidigung der Freiheit unerlässlich sind, um jede Herausforderung zu meistern.«

Luftfahrt

Wer kontrolliert die Flüge nach Israel?

Nach dem vereitelten Anschlag auf einen Flydubai-Flug gerät das israelische Sicherheitssystem für ausländische Airlines unter Druck

von Sabine Brandes  08.10.2026

Hintergrund

Terror über den Wolken

Wie Pilot und Passagiere im Flug von Dubai nach Tel Aviv eine Katastrophe verhinderten

von Sabine Brandes  08.10.2026

Diplomatische Beziehungen

Britisches Konsulat in Jerusalem bleibt als Mission bestehen

Israel reagiert auf britische Sanktionen gegen israelische Siedlungspolitik, mehrere Diplomaten verlassen das Land. Gänzlich geschlossen wird das britische Konsulat in Ost-Jerusalem aber doch nicht

 08.10.2026

Meinung

Wenn Journalisten Terroristen sind – 170 Namen und eine unbequeme Wahrheit

Unser Autor reflektiert über die grundsätzliche Frage, was »Journalismus« in einem Gebiet bedeutet, das seit Jahren von einer totalitären Terrororganisation beherrscht wird

von Daniel Neumann  08.10.2026

7. Oktober

»Erinnern heißt auch, nach der Wahrheit zu suchen«

Bei der großen Gedenkveranstaltung im Hayarkon-Park standen die Opfer im Mittelpunkt – und die Forderung nach einer unabhängigen Untersuchungskommission

von Sabine Brandes  08.10.2026

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026

Porträt

Nach der Musik das Essen

Der Norden war von Terror und Krieg besonders geschunden. Aber auch Absagen aus dem Ausland beendeten Shachar Bers Karriere als Drummer. Mit einer eigenen Aufstrich-Marke wagt er den Neuanfang

von Sabine Brandes  07.10.2026

Nachrichten

Massage, Kibbuz, Opposition

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kommentar

Wenn Chuzpe Leben rettet

Die bemerkenswerte Abwesenheit von Scham, Vorsicht und Selbstzweifel ist eine israelische Eigenart. Im Fall des Flydubai-Fluges half sie, eine Katastrophe zu verhindern

von Sabine Brandes  07.10.2026