Israel

Antiquitätenhehler mit rund 1800 Münzen aufgeflogen

Unter den entdeckten Artefakten seien unter anderem rund 2500 Jahre alte Silbermünzen und bis zu rund 2000 Jahre alte Bronzemünzen. Foto: IMAGO/ZUMA Wire

Ein Antiquitätenhehler in Israel ist nach Behördenangaben mit rund 1800 seltenen Münzen, Ringen und Keilschrifttafeln aufgeflogen. Es gebe den Verdacht, dass die Stücke von antiken Stätten in Israel gestohlen worden seien, teilte die Israelische Altertumsbehörde (IAA) am Donnerstag mit.

Der mutmaßliche Dealer habe die Stücke ins Ausland verkaufen wollen. Unter den entdeckten Artefakten seien unter anderem rund 2500 Jahre alte Silbermünzen und bis zu rund 2000 Jahre alte Bronzemünzen.

artefakte Bei der Untersuchung der Stücke habe sich herausgestellt, dass an manchen noch frische Erde klebte, hieß es weiter. Es bestehe der Verdacht, dass die Artefakte von antiken Stätten aus dem ganzen Land stammten.

»Es bricht einem das Herz, an die vielen antiken Stätten zu denken, die für den finanziellen Vorteil von Händlern zerstört wurden, die Wertgegenstände unseres Kulturerbes verkauften«, sagte der zuständige IAA-Inspekteur Ian Hadad. »Wir sprechen über unsere gemeinsame Geschichte – und es wird unmöglich sein, das zu rekonstruieren.«

Es seien zudem Dutzende Münzen in Briefumschlägen mit Adressen im Ausland entdeckt worden, teilte die Behörde mit. Es bestehe der Verdacht, dass der Mann bereits Tausende Münzen außer Landes geschmuggelt habe. Er habe früher im Antiquitätenhandel gearbeitet und kenne die Gesetze. Die Polizei habe den Mann vernommen, hieß es weiter. dpa

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  02.11.2026 Aktualisiert

Israel

Herzog ruft Israels Politiker zu Kompromissbereitschaft auf

Der Präsident mahnt die Parteichefs zur Flexibilität bei den Koalitionsgesprächen und warnt vor Neuwahlen. Am Mittwoch beginnen die Beratungen in seinem Amtssitz

 01.11.2026

Regierungsbildung

Israels Oppositionschefs treffen sich zu Gesprächen

Avigdor Liberman soll sich mit Gadi Eisenkot getroffen haben, Yair Golan sprach mit der Gemeinsamen Liste. Der Likud schließt unterdessen eine Rotation im Amt des Ministerpräsidenten aus

 01.11.2026

Gadi Eisenkot spricht in der Wahlnacht vor Anhängern

Regierungsbildung in Israel

Eisenkot nennt vier Bedingungen für mögliche Koalitionspartner

Der Yashar-Chef will die neue Knesset-Mehrheit rasch nutzen und lädt jeden Abgeordneten zur Zusammenarbeit ein, der seine Grundsätze akzeptiert

 01.11.2026

Jair Golan, Vorsitzender der Demokraten in Israel, im Porträt

Nahost

Opposition warnt vor neuem Krieg mit Iran unter Netanjahu

Angesichts wachsender Spannungen mit dem Iran stellt ein führender Oppositionspolitiker die politische Legitimation Netanjahus für eine neue militärische Auseinandersetzung infrage

 01.11.2026

Isaac Herzog spricht beim Weltwirtschaftsforum in Davos

Regierungsbildung

Israels Präsident kündigt Gespräche zur Regierungsbildung an

Keines der politischen Lager in Israel erreicht die erforderliche Mehrheit von 61 Sitzen. Nun liegt die Initiative bei Präsident Herzog. Wer erhält den ersten Auftrag zur Regierungsbildung?

 01.11.2026

Jerusalem

Wahlsieger ohne Mehrheit

Das endgültige Wahlergebnis liegt vor. Benjamin Netanjahus Likud hat mehr Sitze als alle anderen Parteien. Nützt ihm das etwas?

 30.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will Wehrpflichtgesetz und Untersuchung zum 7. Oktober vorantreiben

Der Vorsitzende der zentristischen Partei Yashar erklärt, er arbeite bereits an entsprechenden Gesetzesvorlagen. Ob er wirklich eine Regierung bilden kann, bleibt aber unklar

 30.10.2026

Umfrage

Mehrheit der Oppositionswähler befürwortet Regierungskoalition mit arabischer Partei

Befragt wurden Anhänger von Yashar, B’Yachad, der Demokraten sowie Yisrael Beitenu. Was denken diese Wähler?

 30.10.2026