Mainz

Andrea Kiewel darf beim ZDF keine Israel-Kette tragen

Andrea Kiewel im »Fernsehgarten« des ZDF Foto: picture alliance / DeFodi Images

Um eine Israel-Kette der Moderatorin Andrea Kiewel ist eine Kontroverse entbrannt. Im »Fernsehgarten« trug sie am Sonntag ein solches Schmuckstück in Gold, das die Umrisse Israels und der palästinensischen Gebiete zeigt.

Laut »Bild« wurde ihr das Tragen dieser Kette im Fernsehen nun vom ZDF verboten. Hintergrund ist offenbar online geübte Kritik.

Kiewel, die regelmäßig auch für die Jüdische Allgemeine schreibt, lebt in Israel. Unter anderem formulierte sie ihre Erlebnisse am 7. Oktober 2023 in Tel Aviv.

»Politisch interpretierbarer Schmuck«

»Bild« berichtet, das ZDF sehe in der Kette »politisch interpretierbaren Schmuck«. Dieser soll in den Sendungen des öffentlich-rechtlichen Senders nicht sichtbar sein. »Wir haben mit Andrea Kiewel darüber gesprochen und sind uns einig, dass sie den Schmuckanhänger zukünftig nicht mehr in der Sendung tragen wird«, hieß es.

Lesen Sie auch

Die im Umriss der Kette enthaltenen Gebiete, Gaza und Westjordanland, wurden den Palästinensern zusammen mit einem autonomen Ost-Jerusalem in den vergangenen 25 Jahren mehrfach für einen eigenen Staat angeboten. Sie lehnten ab. im

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  08.09.2026

Reaktion

Israel schließt britisches Konsulat in Jerusalem

Die britische Labour-Regierung will einen härteren Kurs im Umgang mit Israels Siedlungspolitik einschlagen und beschließt Sanktionen. Nun reagiert Israel

 08.09.2026

Meinung

London belohnt die Verweigerungshaltung der Palästinenser

Mit ihren Sanktionen gegen israelische Siedlungen will die britische Regierung im Nahost-Konflikt einer Zwei-Staaten-Lösung näher kommen. Doch sie zeigt vor allem: Verhandeln lohnt sich nicht, Blockade und Terror aber sehr wohl

von Daniel Neumann  08.09.2026

Jerusalem

Gadi Eisenkot baut Vorsprung vor Netanjahu aus

Seine Partei Yashar könnte damit auf eine Mehrheit von 61 Sitzen kommen, ohne auf arabische Parteien angewiesen zu sein.

 08.09.2026

Luftfahrt

Delta und United fliegen wieder nach Israel

Auch europäische Linien bereiten eine Wiederaufnahme ihrer Routen zum Ben-Gurion-Flughafen vor

 08.09.2026

Jerusalem

Bericht: Netanjahu wurde vor dem 7. Oktober von den Vereinigten arabischen Emiraten gewarnt

»Seine Missachtung der Warnungen kommt einer strafrechtlich relevanten Fahrlässigkeit gleich«, erklärt der frühere Ministerpräsident Naftali Bennett

 08.09.2026

Jerusalem

Oberstes Gericht weist Klage von Israelis im Ausland wegen fehlendem Wahlrecht ab

Die Richter entschieden nicht über die grundsätzliche Frage, ob die Betroffenen zu Unrecht von der Wahl ausgeschlossen wurden, sondern verwarfen den Antrag aus verfahrensrechtlichen Gründen

 08.09.2026

Kommentar

Warum der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nie wieder »Nie wieder!« sagen sollte

Wer Antisemitismus nur dort bekämpft, wo es bequem ist, bekämpft ihn nicht – und wer wie im Fall Maha El Hissy konkrete Vorwürfe nicht ernsthaft prüfen will, sollte aufhören, zu erklären, wie ernst er diesen Kampf nimmt

von Andreas Büttner  08.09.2026

Deutschland

Schoa-Überlebende und Antisemitismusbeauftragte rechnen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Maha El Hissy ab

Die Hintergründe

 08.09.2026