Jerusalem

Äthiopier gewinnt Marathon

42,195 Kilometer durch Jerusalem Foto: Flash 90

Herrliches Wetter, 26.000 Teilnehmer, ein riesiges Volksfest im Jerusalemer Sacherpark – und mit Tadesse Dabi aus Äthiopien hat der Jerusalemer Marathon einen würdigen Sieger.

»Ich fühle mich wirklich gut«, sagte der 28-Jährige nach seinem Zieleinlauf. Die Siegerzeit von 2:18,20 gehört zwar nicht in den Bereich der Weltklasse, aber der guten Laune tat das keinen Abbruch. »Es geht hier immer hoch und runter, das ist nicht gut für schnelle Marathonzeiten, aber ich habe gewonnen, weil mir mein Gott geholfen hat«, erklärte Dabi. Und fügte hinzu, wie wichtig ihm der Sieg ist. »Es ist das erste Mal, dass ich in Jerusalem gelaufen bin«, sagte er, »Jerusalem ist ein heiliger Ort.«

Spitzengruppe Nach Tadesse Dabi kamen gleich fünf Kenianer ins Ziel. Der Zweitplatzierte, Raymond Bett, lief mit 2:28,27 nur kurz später in den Zielbereich. Die Spitzengruppe mit Dabi, Bett und den anderen hatte sich die ganze Zeit zusammengehalten und in der Führungsarbeit abgewechselt. Erst kurz vor dem Ziel im Sacherpark konnte sich Dabi absetzen.

Das Feld war in der Nähe der Knesset gestartet und lief durch fast alle Teile der Stadt, auch durch das armenische Viertel der historischen Altstadt.

Im Ziel, dem Sacherpark, wurden die Sieger von Tausenden Fans empfangen, die dort ein Volksfest veranstalteten: gesunde Drinks, frisches Obst, Fitnessangebote, Verkaufsstände für das, was Läufer brauchen. Beeindruckt war auch Tadesse Dabi. »Die Bevölkerung hat mich sehr unterstützt«, sagte er nach der Siegerehrung und bedankte sich bei allen Jerusalemern, »dass es ein so guter Wettkampf wurde«.

Boykott?

Weitere Firma verweigert Jerusalemer Seilbahn-Projekt

Die israelische Regierung will per Seilbahn einen direkten Zugang zur hochsymbolischen Klagemauer in Jerusalem schaffen. Aber immer mehr ausländische Partner ziehen sich zurück

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Wahlkampf

Netanjahu stellt sich hinter religiöse Wehrdienstverweigerer

Um an der Macht zu bleiben, braucht Israels Ministerpräsident die Unterstützung der ultraorthodoxen Juden. Wenige Tage vor der Wahl übt er den Schulterschluss mit Religiösen, die sich der Wehrpflicht entziehen

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Vanessa Emde (Die Linke)

Berlin

Linken-Fraktion vorerst ohne Einigung im Streit um Emde

Eine Abgeordnete, die in ihrer Israel-Kritik immer wieder nachlegt, und eine Fraktionsspitze, die ein Problem mit ihr hat: Im Berliner Koalitionspoker bleibt der Streit um Vanessa Emde ungelöst

 20.10.2026

Hamas

Emiratische Blase in Gaza

Israel erlaubt den VAE Infrastrukturarbeiten nahe Rafah. Den Wiederaufbau der Enklave knüpft Israels Premier Netanjahu an die Entwaffnung der Terrororganisation

von Sabine Brandes  20.10.2026

Tel Aviv

Wehrdienst oder Gefängnis: Armee stellt Chabad-Studenten vor die Wahl

Am Ben-Gurion-Flughafen wurden Dutzende Männer aus der Chabad-Lubawitsch-Bewegung festgenommen, als sie aus New York zurückkehrten

 20.10.2026

Tel Aviv

Gloria Gaynor tritt in Israel auf

Nur wenige ausländische Musiker kommen derzeit nach Israel. Die »Queen of Disco« ist eine von ihnen. Was für ein Verhältnis hat sie zum jüdischen Staat?

 20.10.2026

Israel

»So wollte ich nicht sterben«

Der indische Kapitän des »Fly Dubai«-Fluges schildert erstmals ausführlich, was genau sich an Bord abspielte

 20.10.2026

Knessetwahl

Gantz zieht die Reißleine

Nach dem Absturz seiner Partei verzichtet der Ex-Generalstabschef auf eine Kandidatur – und wirbt erneut für eine große Einheitsregierung.

von Sabine Brandes  20.10.2026

Tel Aviv

Israels Armee verhängt Urlaubsstopp vor der Wahl

Die Hintergründe

 20.10.2026