Israel

23.169 Menschenleben

Gedenkzeremonie am Jom Hasikaron Foto: Flash 90

Am Sonntagabend beginnt in Israel der Jom Hasikaron, der Gedenktag für die israelischen Opfer von Nahost-Kriegen und Terroranschlägen. Bereits um 16 Uhr Ortszeit nahmen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und die beiden Oberrabbiner an der Gedenkzeremonie in Jad Labanim in Jerusalem teil. Um 20 Uhr beginnt dann die zentrale Veranstaltung an der Kotel in der Altstadt von Jerusalem, zu der sich Staatspräsident Schimon Peres angekündigt hat. Generalstabschef Benny Gantz soll Fackeln zur Erinnerung an die Kriegsoper entzünden.

HerzlBerg Am Montagmorgen um 11 Uhr werden dann wie jedes Jahr im ganzen Land die Sirenen zur Erinnerung an die Gefallenen heulen. Gleichzeitig beginnt auf dem Nationalfriedhof auf dem Herzl-Berg in Jerusalem die offizielle Gedenkfeier mit Peres, Netanjahu und Gantz. Um 13 gibt es eine zusätzliche Zeremonie für die Opfer von Terroranschlägen.

Das Verteidigungsministerium geht davon aus, dass mehr als eineinhalb Millionen Menschen an den Zeremonien auf den 75 israelischen Militärfriedhöfen teilnehmen. Am Montagabend mündet der Jom Hasikaron dann in den Jom Haazmaut, den 66. israelischen Unabhängigkeitstag, mit Partys und Feiern auf den Straßen und privaten Häusern im ganzen Land.

statistik Bisher wurden laut Statistik 23.169 Israelis in Nahostkriegen und durch Terroranschläge getötet. Die Statistik der Gefallenen und Getöteten beginnt mit dem Jahr 1860 und schließt auch Angehörige jüdischer Armeeverbände oder Milizen vor der Staatsgründung Israels im Jahr 1848 mit ein.

17.038 israelische Familien haben mittlerweile ein oder mehrere Kriegsopfer zu beklagen. Darunter sind 2141 Waisen, 9931 Eltern, die ihre Kinder verloren haben, sowie 4966 Witwen und Witwer. Im vergangenen Jahr kamen 107 Angehörige der israelischen Armee und der Sicherheitskräfte ums Leben.

Nahost

Der Lieberman-Plan

Soll das Westjordanland neu verwaltet werden?

von Sabine Brandes  10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026

Luftfahrt

Wer kontrolliert die Flüge nach Israel?

Nach dem vereitelten Anschlag auf einen Flydubai-Flug gerät das israelische Sicherheitssystem für ausländische Airlines unter Druck

von Sabine Brandes  08.10.2026

Hintergrund

Terror über den Wolken

Wie Pilot und Passagiere im Flug von Dubai nach Tel Aviv eine Katastrophe verhinderten

von Sabine Brandes  08.10.2026

Diplomatische Beziehungen

Britisches Konsulat in Jerusalem bleibt als Mission bestehen

Israel reagiert auf britische Sanktionen gegen israelische Siedlungspolitik, mehrere Diplomaten verlassen das Land. Gänzlich geschlossen wird das britische Konsulat in Ost-Jerusalem aber doch nicht

 08.10.2026

Meinung

Wenn Journalisten Terroristen sind – 170 Namen und eine unbequeme Wahrheit

Unser Autor reflektiert über die grundsätzliche Frage, was »Journalismus« in einem Gebiet bedeutet, das seit Jahren von einer totalitären Terrororganisation beherrscht wird

von Daniel Neumann  08.10.2026

7. Oktober

»Erinnern heißt auch, nach der Wahrheit zu suchen«

Bei der großen Gedenkveranstaltung im Hayarkon-Park standen die Opfer im Mittelpunkt – und die Forderung nach einer unabhängigen Untersuchungskommission

von Sabine Brandes  08.10.2026

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026