Anti-Terror Kampf

20 israelische Jets gegen Huthi-Stellungen

F15 Jets der israelischen Luftwaffe Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Als Reaktion auf die drei Kampfdrohnen, die die Huthi am Donnerstag auf Tel Aviv abgefeuert haben, griff die israelische Luftwaffe (IAF) nun Ziele der terroristischen Rebellenvereinigung im Jemen an. Gleichzeitig warnten Regierungspolitiker, die Anführer der Gruppe zu jagen, wenn sie ihre Drohnen- und Raketenangriffe gegen Israel nicht einstellten.

Die jemenitischen Rebellen bestätigten, drei Drohnen auf die Gegend um Tel Aviv abgefeuert zu haben und behaupteten, dass sie »ihre Ziele erfolgreich erreichen« konnten. Die Drohnen seien jedoch nach Angaben der IDF vollständig abgefangen worden und hätten keinerlei Schaden angerichtet.

Mehr als 20 Flugzeuge waren an Aktion beteiligt

Von der Aktion veröffentlichte die israelische Armee Filmmaterial von Kampfjets. Eine weitere Aufnahme zeigte die Luftbetankung auf dem Weg in den Jemen, der südlich von Saudi-Arabien, fast 2000 Kilometer von Israel, entfernt liegt.

Lesen Sie auch

Israels Luftangriffe erfolgten kurz nachdem eine von den USA angeführte Koalition Huthi-Stellungen ins Visier genommen hatte. Bei der israelischen Militäraktion seien mehr als 20 Flugzeuge, darunter Kampfjets, Tank- und Aufklärungsflugzeuge beteiligt gewesen. Es seien insgesamt 50 Bomben auf die Häfen Hodeidah und Ras Isa an der Westküste des Landes am Roten Meer sowie auf das Kraftwerk Hezyaz in der Nähe der Hauptstadt Sanaa abgeworfen worden.

Nach Angaben der IDF sei das Kraftwerk »zentrale Energiequelle für das terroristische Huthi-Regime bei seinen militärischen Aktivitäten« gewesen.

»Wie wir versprochen haben, zahlen die Huthi einen hohen Preis für ihre Aggression gegen uns, und dies wird auch weiterhin geschehen.«

Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte anschließend: »Wie wir versprochen haben, zahlen die Huthi einen hohen Preis für ihre Aggression gegen uns, und dies wird auch weiterhin geschehen.« Die Huthi seien ein verlängerter Arm des Iran und dienen den terroristischen Zielen der iranischen Achse im Nahen Osten», fuhr er fort. «Sie stellen eine Gefahr für Israel und die gesamte Region dar, einschließlich der Beeinträchtigung der globalen Freiheit der Schifffahrt.»

«Der heutige Angriff der israelischen Streitkräfte im Jemen ist eine klare Botschaft an den Chef der Terrorgruppe, Abd al-Malik al-Houthi, und alle anderen Anführer: Es wird für niemanden Immunität geben», drohte Verteidigungsminister Israel Katz. «Wir werden euch verfolgen und jagen und die Terrorinfrastrukturen zerstören, die ihr aufgebaut habt.»

Huthi feuerten mehr als 200 Raketen und 180 Drohnen gegen Israel

«Der Hafen von Hodeidah ist lahmgelegt und der Hafen von Ras Isa steht in Flammen und die Botschaft ist klar: Wer Israel schadet, wird viel, viel härter getroffen», so Katz weiter. Zur Zeit der israelischen Angriffe habe es im Jemen einen «Hass-Marsch» gegen Israel und für die Hamas im Gazastreifen gegeben.

Die Huthi-Rebellen haben bislang mehr als 200 Raketen und 180 Drohnen auf Israel abgefeuert. Die Gruppe begann ihre Angriffe nach dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023. Nach Angaben der IDF erreichte die überwiegende Mehrheit der Geschosse Israel nicht oder wurde von der Armee und israelischen Verbündeten, die in der Region stationiert sind, abgefangen. Einige Raketen kamen jedoch an, schlugen ein und verursachten Tod und Zerstörung.

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  12.06.2026 Aktualisiert

Gesellschaft

Erste Frau in IDF-Eliteeinheit Sayeret Matkal

Seit 2024 dürfen auch Frauen in die geheimnisvolle Einheit aufgenommen werden. Nun hat erstmals eine Israelin die harte Aufnahmeprüfung bestanden

von Sabine Brandes  12.06.2026

Knesset

Armeedienst und Torastudium sollen gleichgestellt werden

Trotz des Widerstands der Opposition und einiger Koalitionsmitglieder geht der kontroverse Gesetzesvorschlag durch die erste Lesung

von Sabine Brandes  12.06.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Pride Parade findet trotz Sicherheitsbedenken statt

Erstmals seit den Zeiten vor den Hamas-Massakern vom 7. Oktober 2023 kehrt das Großereignis zurück

 12.06.2026

Wehrpflicht

Massenproteste: Charedim legen Verkehr in Zentralisrael lahm

Die Demonstration richteten sich gegen die Festnahme von 19 Wehrdienstverweigerern nach Ausschreitungen vor dem Haus des stellvertretenden Präsidenten des Obersten Gerichts

 12.06.2026

Studie

KI-Modelle reproduzieren antisemitische Vorurteile

Zwei israelische Forscher sagen, ihre Analyse zeige, wie »ein uraltes Vorurteil durch komplexe Muster von Eigenschaftszuschreibungen und kultureller Codierung in modernen technologischen Systemen fortbesteht«

 12.06.2026

Krieg gegen den Terror

Israel bereitet offenbar Vorstoß auf Hisbollah-Hochburg Nabatieh vor

»Die Hisbollah zieht sich zurück, hält aber an der Linie von Nabatieh fest«, sagt ein ranghoher IDF-Offizier

 12.06.2026

Iran

Krieg auf Eis gelegt

Die direkte Konfrontation zwischen Israel und dem Mullah-Regime ist gestoppt. Doch die Spannungen in der Region bleiben unverändert hoch

von Sabine Brandes  11.06.2026

Jerusalem

Bericht: Regierung will Hunderte Millionen für 61 Siedlungen bereitstellen

Nach Informationen des Journalisten Barak Ravid will das Kabinett noch heute über einen Plan abstimmen, der die praktische Umsetzung der Projekte im Westjordanland ermöglichen würde

 11.06.2026