Staatsarchiv Israel

10.000 historische Dokumente vermisst

Prozess gegen den Naziverbrecher Adolf Eichmann Foto: imago images/Everett Collection

Im israelischen Staatsarchiv fehlen offenbar rund 10.000 Schriftstücke; ihr Verbleib ist unbekannt. Dazu gehören unter anderem historische Dokumentationen zur Ermordung von Ministerpräsident Yitzhak Rabin, zum Verfahren gegen Naziverbrecher Adolf Eichmann und zum Jom-Kippur-Krieg, wie die Zeitung »Haaretz« am Donnerstagabend unter Berufung auf das Journalismus- und Medienportal »The Seventh Eye« berichtet.

Bekannt wurde das Verschwinden der Dokumente laut Bericht nach einer Anfrage der Verbraucherschutzorganisation »Hatzlacha«.

Informationsfreiheit Diese habe unter Berufung auf das Recht auf Informationsfreiheit eine offizielle Liste von Dokumenten erhalten, zu deren Verbleib es keine Informationen gebe. Das Staatsarchiv äußerte sich laut der Zeitung bislang nicht zu dem Thema.

Bereits vor zwei Jahren hatte die Zeitung über das Verschwinden von 40 Dokumenten zur mutmaßlichen Entführung von Kindern jemenitischer Einwanderer nach Israel berichtet. Stimmen aus dem Staatsarchiv hatten damals das Verschwinden von Akten als nicht selten bezeichnet. Ursache seien menschliche Fehler oder Mängel in den Arbeitsabläufen. kna

Fußball

»Fußballer sind sehr abergläubisch«

Uri Geller über die Weltmeisterschaft, den Gewinner des Turniers und seinen fatalen Einfluss auf einen verschossenen Elfmeter bei der EM 1996

von Detlef David Kauschke  19.06.2026

Jerusalem

Ehemalige Geisel berichtet von sexuellem Missbrauch durch Hamas-Terroristen

In einem Gespräch mit Israels First Lady Michal Herzog schildert der junge Israeli mehrere Übergriffe

 19.06.2026

Umfrage

Mehrheit der Israelis misstraut Trump bei Iran-Abkommen

Was denken Bürger über die Wahrung der Interessen des jüdischen Staates durch den amerikanischen Präsidenten? Wie sehen sie Ministerpräsident Netanjahus Rolle in Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt?

 19.06.2026

Berlin

Merz lehnt Apartheid-Vergleich von Israel entschieden ab

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat Israel mit einem Apartheid-System verglichen. Merz widerspricht sehr deutlich

 18.06.2026

Washington

US-Vize Vance verbittet sich israelische Kritik an Trump

Aus der israelischen Regierung wird Kritik laut – nicht nur am Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran, sondern auch an Präsident Trump. Dessen Vize kann mit damit allerdings gar nichts anfangen

 18.06.2026

BDS

Boykottversuch gegen israelische Stadtbahn gescheitert

Eine spanische Gewerkschaft fordert von der Firma CAF, die Arbeiten an den Tel Aviver Wagen einzustellen. Doch die weigert sich standhaft

von Sabine Brandes  18.06.2026

Pride

»Wir verstecken uns nicht mehr«

In Tel Aviv erlebt die LGBTQ+-Szene Akzeptanz und Freiheit. Doch bis dahin war es ein langer Weg

von Sabine Brandes  18.06.2026

Libanon

Bericht: Israel führt »hartnäckige« Verhandlungen mit USA

Während Trump das Rahmenabkommen unterzeichnet, gehen die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah weiter. Aus israelischen Kreisen heißt es, man werde nicht nicht von der Positionen abrücken, Truppen in der »Pufferzone« südlich des Litani-Flusses zu halten

von Sabine Brandes  18.06.2026

Diplomatie

Israel bricht Beziehungen zu EU-Außenbeauftragter Kallas ab

Außenminister Gideon Sa’ar will mit Kaja Kallas so lange nicht mehr reden, bis sie sich für ihren Vorwurf, Israel praktiziere Apartheid, entschuldigt

von Michael Thaidigsmann  18.06.2026