TSV Maccabi München

Sportliche Erfolgsgeschichte

Wenn es der Unterhaltung und dem Spaß der Vereinsmitglieder dient, steigt Robby Rajber auch schon einmal auf ein Dromedar, wie bei der Saisoneröffnung vor drei Jahren. Präsident des TSV Maccabi München ist er seit 2005, und er wird es auch in den kommenden Jahren sein. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung wurde er einstimmig im Amt bestätigt.

Der neue Vorstand mit Robby Rajber an der Spitze hat nach dem Votum der Mitglieder nahezu das gleiche Gesicht wie der alte. Nur Emanuel Rotstein ist neu in der Runde und hat gleich ein wichtiges Amt inne – er ist für die Verwaltung zuständig.

Alle anderen Mitglieder der Maccabi-Führungsebene sind auch in Zukunft die bisher bewährten Kräfte. Nathalie Scher-Kahn wacht weiterhin über die Finanzen, Armand Presser ist Vorstand im Bereich Sport, und Patrick Guttmann widmet sich dem Jugendbereich. Als Beisitzer gehören der Führungscrew Sergej Rakovski sowie Maurice Schreibmann an. Maccabi-Manager bleibt wie in der Vergangenheit Andreas Huber, dem Alvaro von Lill-Rastern als Assistent zur Seite steht.

parameter Die Motivation, die Holocaust-Überlebende im Jahr 1965 dazu bewegte, in München einen jüdischen Sportverein zu gründen, war nur zweitrangig mit Höchstleistungen, Rekorden und Medaillen verbunden. Werte wie gegenseitiger Respekt sowie gemeinsam erlebter Spaß und Freude beim Sport waren die entscheidenden Parameter. »Dieser Grundsatz gilt auch heute noch«, versichert Maccabi-Präsident Robby Rajber.

Der gesellschaftspolitische Aspekt und die integrative Wirkung, die von dem Verein mit Sitz in der Riemer Straße ausgehen, sind auch für Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, ein nicht hoch genug zu bewertender Faktor. Ihre Wertschätzung für die Aktivitäten des TSV Maccabi, dem auch die beiden IKG-Vizepräsidenten Yehoshua Chmiel und Ariel Kligman sowie etliche andere Vorstandsmitglieder angehören, macht sie auf unterschiedlichste Weise deutlich. Ihr alljährlicher Besuch der »Party« des Vereins zur Saisoneröffnung beispielsweise ist für sie mehr als nur ein Pflichttermin.

vergangenheit Die bescheidene und überschaubare Performance, die der TSV Maccabi innerhalb der Münchner Sportvereine in der Gründungszeit und auch noch Jahre danach aufwies, gehört längst der Vergangenheit an. »Mit über 1000 Mitgliedern«, so Maccabi-Präsident Robby Rajber, »stoßen wir inzwischen an unsere Kapazitätsgrenzen. Abweisen wollen wir neue Mitglieder trotzdem nicht.«

Der jüngste Maccabäer ist gerade einmal acht Wochen alt.

Von dieser »coolen« Sichtweise konnte auch Simon profitieren, mit seinen acht Wochen das mit Abstand jüngste Mitglied des Vereins. Nicht ganz unschuldig an diesem Auftritt ist sein strahlender Vater Andreas Huber, der Manager des Vereins. »Mitglied bei Maccabi« kann man gar nicht früh genug sein», sagt er mit einem Lachen.

zukunft Der Blick in die Zukunft ist auch für Robby Rajber und das gesamte Führungsteam hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Vereins ein entscheidendes Kriterium. Dazu zählt der geplante Bau einer Doppelhalle, die neue sportliche Perspektiven eröffnen soll. Als Beispiel nannte Rajber die Kooperation mit der privaten Phorms-Schule, einer Ganztagsschule mit Gymnasium. Für die Schule wäre die Halle ein wichtiger Baustein des Sportunterrichts.

Auch in sportlicher Hinsicht ist der TSV Maccabi zu einer festen Größe in München geworden, etwa bei den jugendlichen Fußballern, die den Aufstieg in die Kreisklasse geschafft haben. Ähnlich positiv fällt die Bilanz bei den Tischtennisspielern aus. Die Zahl der Aktiven hat sich den Angaben von Maccabi-Manager Andreas Huber zufolge in den letzten Jahren vervierfacht. Eine ähnliche Erfolgsgeschichte soll die Basketball-Abteilung werden, die gerade aufgebaut wird.

Ins Auge gefasst haben die Verantwortlichen des TSV Maccabi auch die Möglichkeiten zum Bau eines neuen Mitgliederheims, das den Anforderungen des nahezu explosionsartig gewachsenen Vereins besser entgegenkommen würde. «Es sind allerdings noch etliche Fragen offen», beschreibt Robby Rajber den aktuellen Stand.

Mehr Informationen und Termine unter www.maccabimuenchen.de

Fest

Magdeburger Synagogen-Gemeinde hat neue Torarolle eingeweiht

Mit dem Fest der Toravollendung konnte die neue Torarolle der Magdeburger Synagogen-Gemeinde eingeweiht werden. Traditionell wurden die 5 Bücher Mose von einem Sofer genannten Schreiber in Israel angefertigt

von Thomas Nawrath  20.05.2026

Berlin

»Ein leuchtendes Beispiel«

Jüdische Gemeinde Chabad zeichnet die First Lady Elke Büdenbender für ihr Engagement zur Stärkung jüdisches Lebens in Deutschland aus

 20.05.2026

Chemnitz

Ausstellung zum Neuanfang der jüdischen Gemeinde Chemnitz

»Jetzt erst recht!«: Eine Ausstellung im Staatlichen Museum für Archäologie erinnert an den mutigen Neuanfang der jüdischen Gemeinde Chemnitz 1945

 18.05.2026

Baden-Württemberg

»Voices of Hope« - Stuttgart ist Bühne für Jewrovision

Die Veranstalter sprechen vom größten jüdischen Gesangs- und Tanzwettbewerb Europas: Am Freitag startet die Jewrovision in Stuttgart. Vorbild ist der ESC, der parallel in Wien stattfindet - jedoch mit anderen Tönen

von Leticia Witte  12.05.2026

Anschlag

Hakenkreuz an Synagoge in Cottbus

Innerhalb weniger Tage ist die Cottbuser Synagoge zweimal von Unbekannten beschmiert worden. In der Nacht zum Montag wurde an der Fassade ein Hakenkreuz entdeckt. Zeitgleich wurde ein alternatives Wohnprojekt mit einer Rauchbombe attackiert

 27.04.2026

Berlin

Berliner Rabbinerin wird Präsidentin der Rabbinical Assembly

Mit Gesa Ederberg übernimmt erstmals eine Europäerin das Spitzenamt der internationalen Organisation

 18.03.2026

Daniel Grossmann

»Wir bleiben sichtbar«

Der Münchener Dirigent erhält die Wilhelm-Hausenstein-Ehrung

von Esther Martel  04.03.2026

Sicherheit

»Keine jüdische Veranstaltung soll je abgesagt werden müssen«

Nach dem Massaker von Sydney wendet sich Zentralratspräsident Josef Schuster in einer persönlichen Botschaft an alle Juden in Deutschland: Lasst euch die Freude an Chanukka nicht nehmen!

von Josef Schuster  17.12.2025

Osnabrück

Rabbiner Teichtal: »Unsere Aufgabe ist es, nicht aufzugeben«

»Wer heute gegen Juden ist, ist morgen gegen Frauen und übermorgen gegen alle, die Freiheit und Demokratie schätzen«, sagt der Oberrabbiner

 24.10.2025