NS-Dokumentationszentrum

Schicksale der Zwangsarbeiter

Lern- und Erinnerungsort: das NS-Dokumentationszentrum in München Foto: Orla Connolly

In der vergangenen Woche wurde im NS-Dokumentationszentrum die Ausstellung Erinnerung bewahren. Sklaven- und Zwangsarbeiter des Dritten Reiches aus Polen 1939–1945 eröffnet. Sie zeigt anhand einzelner Lebensgeschichten das menschenverachtende System der Zwangsarbeit und ist der Auftakt für ein ausgesprochen abwechslungsreiches Programm des Lern- und Erinnerungsorts zum Ende des Jahres.

In einem separaten Teil wird die Geschichte des in München-Neuaubing erhaltenen ehemaligen Zwangsarbeiterlagers thematisiert. An diesem historischen Ort entsteht in den nächsten Jahren auch eine Dependance des NS-Dokumentationszentrums. Zum ehemaligen Zwangsarbeiterlager Neuaubing ist bereits ein Buch erschienen, das den authentischen Ort, dessen Geschichte und das Schicksal der Zwangsarbeiter beschreibt.

zeitzeugengespräche Am 28. November folgt gleich eine weitere wichtige Ausstellung: Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945. Das brandaktuelle Thema wird mit einem umfassenden Begleitprogramm wie Zeitzeugengesprächen, einem Rundgang über das ehemalige Zwangsarbeiterlager in Neutraubling, Filmvorführungen und Diskussionen aufgearbeitet.

Neben dem Schwerpunkt zum Thema Rechtsextremismus bietet das NS-Dokumentationszentrum in den Monaten Oktober bis Dezember Veranstaltungen an, die sich mit anderen Aspekten der NS-Geschichte befassen. Am 8. November findet zum Beispiel in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München eine Podiumsdiskussion zu den frühen Konzentrations- und Vernichtungslagern der Nationalsozialisten statt.

Am 13. Dezember feiert der Münchner Zeitzeuge Ernst Grube seinen 85. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums veranstaltet das NS-Dokumentationszentrum am 19. Dezember einen Festtag mit verschiedenen Bildungsangeboten und einer besonderen Abendveranstaltung.

Theater Am 14. Oktober findet im NS-Dokumentationszentrum die Premiere eines Theaterstücks statt, in dem handgefertigte Puppen die Hauptrolle spielen. Gezeigt wird Wenn du einmal groß bist vom Figurentheater Pantaleon unter der Regie von Ioan C. Toma. Das Stück basiert auf dem Buch Für Tommy zum dritten Geburtstag in Theresienstadt von Bedrich Fritta.

In der darauffolgenden Woche, am 17. und 18. Oktober, werden auch Vorstellungen für Schulen angeboten. Die Vorführung ist für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene geeignet. Erstmals findet dieses Jahr auch ein spezielles Kinderprogramm statt (14. Oktober).

www.ns-dokuzentrum-muenchen.de

Ausstellung

Neue Heimat

»¿¡Angekommen!?« widmet sich zugewanderten jüdischen Künstlern

von Gerhard Haase-Hindenberg  14.11.2019

Dresden

Gedenken an Pogromnacht

Nora Goldenbogen appelliert, Erinnerung an die Gräueltaten der Nationalsozialisten mahnend wachzuhalten

 10.11.2019

Konstanz

Neue Synagoge eingeweiht

Zentralratsvizepräsident Lehrer: »Zeichen für jüdische Zukunft«

 10.11.2019

Porträt der Woche

»Ich bin der Letzte«

Max Schwab ist Gemeindeältester in Halle und erlebte die Pogromnacht 1938

von Tobias Kühn  10.11.2019

Saarbrücken

Gegen alle Widerstände

Jahrelang kämpfte die Gemeinde für ein angemessenes Schoa-Mahnmal

von Lisa Huth  10.11.2019

Halle

Jüdische Gemeinde wünscht sich Ruhe

Vorsitzender Max Privorozki: »Können kein normales Gemeindeleben mehr führen«

 09.11.2019