Kompakt

Rosenmontag, Repräsentanz, Denkmalpflege

Der Entwurf des neues Wagens stammt wie der des Jahres 2018 von Jacques Tilly.

Toleranzwagen

Der geplante interreligiöse Toleranzwagen für den Rosenmontagszug in Düsseldorf findet immer mehr Anhänger. Wie die »Rheinische Post« am vergangenen Freitag schrieb, unterstützt auch der Düsseldorfer Integrationsrat das Vorhaben. Dessen Vorsitzende, Katharina Kabata, habe am 7. Februar einen Scheck über 1500 Euro an den Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, Michael Szentei-Heise, übergeben. Dieser Wagen stehe für Toleranz und Gemeinsamkeit, »und das unterstützt der Integrationsrat einstimmig«, erklärte Kabata. Die Kosten für den Wagen werden auf rund 65.000 Euro geschätzt und wesentlich durch ein Crowdfunding-Projekt finanziert. Knapp 29.000 Euro seien bereits zusammengekommen. »Weitere Spenden sind daher willkommen. Drei der insgesamt 32 Plätze auf dem Wagen sind auch noch zu vergeben«, ergänzte Michael Szentei-Heise. Selbst wenn weniger Geld zusammenkäme, werde das Gemeinschaftsprojekt von Juden, Christen und Muslimen auf jeden Fall gebaut und im Rosenmontagszug mitfahren. ja

Wahl

Die Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW) hat am Sonntag ihre Repräsentanz gewählt. Nach dem vorläufigen Ergebnis erreichte Barbara Traub mit 613 die meisten Stimmen. Ihre bisherigen Vorstandskollegen Michael Kashi (530) und Susanne Jakubowski (519) belegten Platz drei und vier. Das endgültige Wahlergebnis werde in drei Wochen veröffentlicht. Der Vorstand wird dann aus der Mitte der neunköpfigen Repräsentanz gewählt. ja

Schulbesuch

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Abraham Lehrer, geht in die Schule. Das berichtet die WAZ vom 8. Februar. Lehrer werde am 18. Februar die Pestalozzi-Realschule in Bochum zu einem Workshop besuchen und mit den Schülern über Antisemitismus in Deutschland und jüdisches Leben diskutieren. Die Jugendlichen hatten kurz zuvor eine Studienfahrt nach Krakau in Polen unternommen. ja

Neupfarrplatz

Mehr als 20 Jahre nach ihrem Fund werden die Ausgrabungen zum mittelalterlichen jüdischen Viertel am Regensburger Neupfarrplatz jetzt wissenschaftlich aufgearbeitet. Das berichtete die Online-Ausgabe des Bayerischen Rundfunks (BR) am vergangenen Donnerstag. Studierende der Ludwig-Maximilians-Universität München befassen sich in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege mit dem archäologischen Fund von 1995. Damals wurden Überreste eines mittelalterlichen jüdischen Viertels, das sich über mehr als 3000 Quadratmeter erstreckte, ausgegraben. Bis 1998 seien etwa 40 Gebäudeumrisse mit ihren Kelleranlagen freigelegt worden, Zeugnisse eines blühenden jüdischen Lebens in der mittelalterlichen Stadt. ja

Münster

Jüdische Gemeinde wehrt sich gegen israelfeindliche Kundgebung

Gemeindechef Fehr: »Die Antizionisten wollen israelfeindliche Stereotype im öffentlichen Bewusstsein festigen«

 24.07.2020

Gespräch

Bedrohung und Staatsversagen

Der zweite »Jüdische Salon« des Zentralrats der Juden widmet sich Ronen Steinke und seinem neuen Buch

 02.07.2020

Würzburg

Gepäckstücke erinnern

Auf dem Bahnhofsvorplatz wurde der »DenkOrt Deportationen 1941–1944« eingeweiht

von Stefan W. Römmelt  18.06.2020

Gemeinden

Aktiv und engagiert

Die Zentralwohlfahrtsstelle veröffentlicht ihre Statistik für 2019 – die Zahlen geben wichtige Hinweise

von Heide Sobotka  18.06.2020

Nachruf

Zeitzeuge, Wissenschaftler, Gabbai

Der Medizinhistoriker Gerhard Baader starb im Alter von 91 Jahren in Berlin

von Christine Schmitt  16.06.2020

Hannover

Tausende spenden für Familie

Im Internet wird für Witwe und Kinder von Rabbiner Wolff sel. A. gesammelt – über eine Million Euro sind schon eingegangen

von Michael Thaidigsmann  30.04.2020 Aktualisiert

Jahrestag

In kleinem Rahmen

Zum 75. Jubiläum sollte es große Feiern geben, doch wegen Corona wurde es ein stilles Gedenken

von Eugen El  23.04.2020

Fraenkelufer

Mufleta mit Schwarzwälder Kirsch

Zum Mimounafest treffen sich die Beter virtuell statt in der Synagoge – und backen zusammen

von Ralf Balke  23.04.2020

München

Alle Hände voll zu tun

Steven Guttmann tritt sein Amt als IKG-Geschäftsführer in schwieriger Zeit an. Ein Porträt

von Helmut Reister  23.04.2020