Porträt

Pforzheim – Die Gemeinde in der Goldstadt

Foto: Treut Amar

Die Pforzheimer Juden dürften 1892 sehr stolz auf ihre Synagoge gewesen sein – nicht nur, weil die damals rund 450 Gemeindemitglieder es geschafft hatten, die für damalige Verhältnisse sehr hohe Summe von 200.000 D-Mark für den Bau des Gotteshauses aufzureiben.

Mit Ludwig Levy (1854–1907) hatte man auch einen Baumeister gewonnen, der bereits in Kaiserslautern und Luxemburg prägnante Synagogen konzipiert hatte. Das von ihm im maurischen Stil erbaute Gemeindezentrum war laut zeitgenössischer Berichte ein architektonischer Glanzpunkt der Stadt. Dieser diente sogar als Vorbild für den späteren Neubau des Gotteshauses in Wuppertal-Barmen.

1938 wurde das Gebäude zerstört. Am 15. Januar 2006 konnte die Pforzheimer Gemeinde stolz endlich ihre neue Synagoge, ehemals Sitz der Landeszentralbank, eröffnen. Regelmäßiger Religionsunterricht, Hebräisch-Unterricht, Kurse und Workshops in musischen, künstlerischen und handwerklichen Fächern gehören zum festen Angebot für Kinder und Jugendliche. Darüber hinaus finden regelmäßig Vorträge, Diskussionen, Deutschunterricht, Kurse zum koscheren Kochen und Chorproben statt. Die Gemeinde pflegt einen orthodoxen Ritus.

Gespräch

Bedrohung und Staatsversagen

Der zweite »Jüdische Salon« des Zentralrats der Juden widmet sich Ronen Steinke und seinem neuen Buch

 02.07.2020

Würzburg

Gepäckstücke erinnern

Auf dem Bahnhofsvorplatz wurde der »DenkOrt Deportationen 1941–1944« eingeweiht

von Stefan W. Römmelt  18.06.2020

Gemeinden

Aktiv und engagiert

Die Zentralwohlfahrtsstelle veröffentlicht ihre Statistik für 2019 – die Zahlen geben wichtige Hinweise

von Heide Sobotka  18.06.2020

Nachruf

Zeitzeuge, Wissenschaftler, Gabbai

Der Medizinhistoriker Gerhard Baader starb im Alter von 91 Jahren in Berlin

von Christine Schmitt  16.06.2020

Hannover

Tausende spenden für Familie

Im Internet wird für Witwe und Kinder von Rabbiner Wolff sel. A. gesammelt – über eine Million Euro sind schon eingegangen

von Michael Thaidigsmann  30.04.2020 Aktualisiert

Jahrestag

In kleinem Rahmen

Zum 75. Jubiläum sollte es große Feiern geben, doch wegen Corona wurde es ein stilles Gedenken

von Eugen El  23.04.2020

Fraenkelufer

Mufleta mit Schwarzwälder Kirsch

Zum Mimounafest treffen sich die Beter virtuell statt in der Synagoge – und backen zusammen

von Ralf Balke  23.04.2020

München

Alle Hände voll zu tun

Steven Guttmann tritt sein Amt als IKG-Geschäftsführer in schwieriger Zeit an. Ein Porträt

von Helmut Reister  23.04.2020

Dortmund

Jüdische Grundschule geplant

Stadtverwaltung hat Projekt bereits gebilligt – schon kommendes Jahr könnte Einrichtung für 180 Kinder öffnen

von Michael Thaidigsmann  22.04.2020