Jewrovision

Netta kommt!

Netta Barzilai beim CSD am Brandenburger Tor im Juli 2018 in Berlin. Foto: imago/Gartner

Um gleich zum vielleicht Wichtigsten zu kommen: Der Hashtag ist »Jewro19«, das Motto lautet »Chai«, und es sind noch gute drei Wochen, bis es wieder heißt: Auf die Bühne, fertig, los zur Jewrovision! Die 18.! Endlich volljährig! Und dazu gehört neben einer guten Show auch ein besonderer Gast. In diesem Jahr soll Netta Barzilai auftreten.

Die israelische Gewinnerin des Eurovision Song Contest wird in der Frankfurter Festhalle für beste Stimmung sorgen, und bei ihrem Hit »Toy« wird es bestimmt niemanden mehr auf den Sitzen halten. Auch die Eröffnung verspricht Spektakuläres, denn den Eröffnungsact gestalten Jugendliche gemeinsam mit den Frankfurter Sinfonikern. Dirigieren wird Igor Budinstein.

mini‐machane Doch nicht nur darauf können sich die Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren freuen. Das Programm des Mini‐Machane hat einiges zu bieten: So wird es wieder Workshops zu verschiedenen Themen geben. Sie sind immer gut besucht. Kein Wunder, geht es doch in den kleinen Seminareinheiten um Gesang, Sport, jüdisches Leben und politische und gesellschaftliche Diskurse. Was genau die mit Rap zu tun haben, das beleuchtet Ben Salomo, der selbst gerappt hat und sich vor knapp einem Jahr wegen des Antisemitismus in der deutschen Rap‐Szene zurückgezogen hat.

Der musikalische Faden zieht sich natürlich durch das ganze Wochenende. Deswegen gestaltet die Musikerin Maya Saban vom Projekt »Jewdyssee« ebenfalls einen Workshop. Sie wird darin ihre Erfahrungen an die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer weitergeben. Saban war übrigens bereits Sidecoach im Team Lena Meyer‐Landrut bei der Sat.1-Sendung The Voice Kids – es wird also bestimmt viele Fragen rund um die Musikwelt geben, und es wird noch mehr gesungen.

Da Singen eine gewisse Fitness voraussetzt, stehen auch wieder sportliche Workshops auf dem Programm wie zum Beispiel Krav Maga und – zum Entspannen – koscheres Yoga.

Fragen rund um die
Musikwelt beantwortet Maya Saban
in einem Workshop.

Alles andere als entspannt wird es dann nach Schabbatausgang, wenn der Puls vor dem Auftritt steigt und noch 1000 Dinge vorab erledigt werden müssen. Wenn es in der Frankfurter Festhalle erst ganz still und dann ganz laut wird, dann beginnt die Jewrovision, an der 18 Gruppen teilnehmen werden – passend zum 18. Geburtstag des jüdischen Musikfestivals.

Aber auch die, die »zu alt« geworden sind, um selbst am Wettbewerb teilzunehmen, also alle 18‐ bis 35‐Jährigen, können beim Mini‐Machane »Jewro Alumni« mitmachen, das in Kooperation mit der Jüdischen Studierendenunion Deutschland stattfindet. Für mitreisende Familien und Fans bereitet die gastgebende Gemeinde erstmals etwas Besonderes vor.

Die Jury ist prominent besetzt – darunter TV‐Stars und Moderatorinnen wie Rebecca Simoneit‐Barum, Sonya Kraus, Susan Sideropoulos und Andrea Kiewel sowie den Musikern Alexander Klaws, Henning Wehland und dem Musikproduzenten Joe Chialo kürt schließlich das beste Video und den besten Show‐Act.

Instagram In den frühen Morgenstunden des 3. Februar jedenfalls wird die Frage, die schon Ende Oktober des vergangenen Jahres auf dem Instagram‐Account der Jewrovision gestellt wurde, bestimmt beantwortet sein: »Wird die Jewro so hammer wie die Skyline von FFM?«

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