Frankfurt/Main

Mode, Tee und Spenden

Simone Graumann und Diana Schnabel (r.) Foto: Rafael Herlich

Über das Netzwerk der WIZO-Damen konnte man am vergangenen Sonntag nur staunen. In Zusammenarbeit mit dem Hotel »Villa Kennedy« und dem Frankfurter Escada-Store gab es – »very British« – um punkt halb fünf nachmittags bei Tee und Sandwiches eine WIZO-Modenschau.

Acht Models und 30 verschiedene Frühlings-Outfits des Modelabels Escada verschönerten den Freunden und Förderern der Frauenorganisation, die dieses Mal bereits im Vorfeld der Veranstaltung gespendet hatten, den Nachmittag.

Pädagogik Der Erlös kommt der Kindertagesstätte »Marie Sternberg« in Bat Yam zugute, denn dort müssen letzte Renovierungsarbeiten verrichtet werden. Circa 113 Kinder im Alter von drei Monaten bis vier Jahren sind in der Kita untergebracht. Vier Klassenräume mit insgesamt 24 Erzieherinnen und Hauspersonal stehen den Kleinen, die aus sozial schwachen Familien kommen, von sieben bis 17 Uhr zur Verfügung. Das Besondere an der Einrichtung ist, dass neben der allgemeinen Betreuung ein gezieltes pädagogisches Programm angewendet wird, erklärte Jenny Sommer vom WIZO-Vorstand.

Diana Schnabel, Präsidentin der WIZO Deutschland, und Hoteldirektor Georg Plesser eröffneten den Nachmittag. »Selten habe ich eine derart professionelle Handhabung bei der Planung eines Events erlebt«, lobte Schnabel das Team der Villa Kennedy. Glücklich berichtete auch Simone Graumann, die WIZO-Vizepräsidentin, davon, dass den Damen im Rahmen der Vorbereitung jeder Wunsch von den Augen abgelesen worden war. Der Chefpatissier Hartmut Sohn hatte die Desserts dem Motto der Modenschau angepasst. So wurde die Mousse au Chocolat mit einer schwarz-weiß gekleideten Dame aus edler Schokolade verziert. Die Macarons trugen das blau-weiße WIZO-Logo.

Spa Selbst die disziplinierten WIZO-Damen gönnten sich etwas Süßes im Kreise ihrer Freundinnen. Highlight des Nachmittags war die Verlosung. Astrid Rudolph, Moderatorin beim ZDF, zog die Lose und gab die Gewinner bekannt. Von Escada-Tüchern bis zu einem vierwöchigen Spa-Aufenthalt im Hotel waren die Preise ganz auf weibliche Gewinner ausgerichtet.

Die WIZO-Damen waren sich einig: Solche Events bringen uns weiter! Diana Schnabel betonte, dass die WIZO einmal mehr gezeigt habe, dass sie Menschen zusammenführe. Jüdische und nichtjüdische Frauen saßen beim Tee zusammen und tauschten sich über Mode aus. Schnabel wünschte sich von Herzen, dass sich die nächste Generation junger WIZO-Frauen als Glied dieser globalen Organisation verstehe und Teil dieses großen Abenteuers werde.

Berlin

Berliner Rabbinerin wird Präsidentin der Rabbinical Assembly

Mit Gesa Ederberg übernimmt erstmals eine Europäerin das Spitzenamt der internationalen Organisation

 18.03.2026

Daniel Grossmann

»Wir bleiben sichtbar«

Der Münchener Dirigent erhält die Wilhelm-Hausenstein-Ehrung

von Esther Martel  04.03.2026

Sicherheit

»Keine jüdische Veranstaltung soll je abgesagt werden müssen«

Nach dem Massaker von Sydney wendet sich Zentralratspräsident Josef Schuster in einer persönlichen Botschaft an alle Juden in Deutschland: Lasst euch die Freude an Chanukka nicht nehmen!

von Josef Schuster  17.12.2025

Osnabrück

Rabbiner Teichtal: »Unsere Aufgabe ist es, nicht aufzugeben«

»Wer heute gegen Juden ist, ist morgen gegen Frauen und übermorgen gegen alle, die Freiheit und Demokratie schätzen«, sagt der Oberrabbiner

 24.10.2025

Köln

»Im Stich gelassen«

Nach einer Kontroverse um einen geplanten Besuch von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst zieht sich die Synagogengemeinde Köln aus dem »Runden Tisch Frieden« im Stadtteil Chorweiler zurück

von Michael Thaidigsmann  04.09.2025

Darmstadt

Jüdische Kulturwochen: Großer Andrang bei Eröffnung

Das Programm schließt den Extremismusforscher Ahmad Mansour mit ein

von Imanuel Marcus  03.09.2025

Interview

Zusammenlegung von jüdischen Gemeinden »schmerzlich«, aber denkbar

Zu wenig engagierter Nachwuchs und mögliche Zusammenschlüsse von jüdischen Gemeinden - so sieht die Lage laut Zentralrat der Juden derzeit aus. Präsident Schuster äußert sich auch zur Rabbinerausbildung in Potsdam

von Leticia Witte  17.07.2025

Frankfurt am Main

Jüdische Gemeinde sagt »Resonanzräume«-Festival ab

Grund ist die »die aktuelle Eskalation der Situation zwischen Israel und dem Iran«, so die Kulturabteilung

 17.06.2025

München

Brandanschlag von 1970: Staatsanwaltschaft ermittelt wieder

Sieben Menschen starben beim Anschlag auf das IKG-Gemeindezentrum am 13. Februar 1970. Nun gibt es eine neue Spur und neue Ermittlungen

von Michael Thaidigsmann  29.04.2025