Frankfurt

Leah Rabins Blazer

Schickes aus der WIZO Lifestyle-Boutique Foto: Rafael Herlich

Haute Couture und reichlich Luxus prägten die Atmosphäre der dritten Lifestyle-Boutique der WIZO Frankfurt. Die elf Damen des Organisationskomitees hatten keine Mühen gescheut, um den Besuch im Hotel Hilton zum Erlebniseinkauf werden zu lassen. Sogar die Second-Hand-Mode war außergewöhnlich: Unter dem Titel »Vintage«, der für anspruchsvollen Retro-Look steht, wurden sie angeboten.

Wer wollte, konnte sogar ein Stück Geschichte erstehen: Denn auch ein Chanel-Blazer von Leah Rabin stand zum Verkauf. Die im Jahr 2000 verstorbene Gattin des ermordeten israelischen Ministerpräsidenten hatte verfügt, dass ihre Kleidung nach ihrem Tod wohltätigen Zwecken zugute kommen solle. So kam der Blazer nach Frankfurt. Und die Einnahmen, die durch seinen Kauf erzielt werden, fließen zurück: Die WIZO will den Erlös der Lifestyle-Boutique einer Kindertagesstätte in der Nähe von Tel Aviv spenden.

Basteln
Neben den Erlösen des Vintage-Shops landen auch 100 Prozent aus dem Verkauf der selbst gebastelten Adventskränze in die WIZO-Kasse. Cordula Scheel, Evie Trost, Mina Schmitz, Ina Mann und Christine König hatten tagelang gebunden und dekoriert. »Wir haben bereits 17 Vorbestellungen«, berichtete Trost und konstatierte zufrieden, dass die WIZO-Frauen beim Basteln »auch jede Menge Spaß hatten«.

Von den anderen Ständen gingen jeweils 20 Prozent des Gewinns an die WIZO. Zum ersten Mal mit von der Partie war Hanita Müller, die mit Strass-Steinen bedruckte Jacken, Pullover und Kissen anbot. Zu den Motiven, die Müller selbst entwirft und mit einer Transferpresse auf unterschiedliche Stoffarten überträgt, zählte die schützende Chamsa. Verkaufspremiere bei der Lifestyle-Boutique feierte auch Petra Scheuer mit ihren Schals und Mützen. Noch gibt es ihre Handarbeiten nirgendwo sonst zu kaufen. Nach der positiven Kundenresonanz vom Sonntag wäre das aber durchaus eine Überlegung wert.

Eigenkreationen Geschäftstüchtig präsentierte sich auch der WIZO-Nachwuchs. Unter der Federführung von Nicole Trost waren gemeinsam mit Lissy Thomas, Jessica Goldman und Dan Jagoda T-Shirts mit dem fetten Aufdruck »Ballinciaga – Frankytown – Goethestraße 180« entstanden. Wer da zugab, weder Marke noch die 180 zu kennen, musste sich nicht schämen: Es ist alles erfunden.

»Ballinciaga ist eine Wortkombination aus Spaß haben, chillen, Freundschaft und Ausgehen«, erklärte Nicole Trost: »Frankytown steht für Frankfurt, und die Goethestraße haben wir genommen, weil sie eine schicke Einkaufsadresse ist. Eine Hausnummer 180 gibt es dort nicht. Die Zahl soll Glück bringen – sie enthält die 18, ›Chai‹.« Damit war ein Motto für die Lifestyle-Boutique entstanden: Denn letztlich geht es immer darum, ein Leben im Glück zu unterstützen.

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