München

Judenfeindliche Demo abgesagt

Im Herzen der Stadt: die Synagoge »Ohel Jakob« Foto: dpa

Eine für Freitagnachmittag geplante Pegida-Demonstration nahe dem Jüdischen Zentrum in München ist abgesagt worden. Pegida München habe in der Nacht auf Freitag seine Versammlungsanzeige zurückgezogen, teilte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit.

Ursprünglich wollte Pegida am Jakobsplatz – also direkt vor der Synagoge – gegen die Beschneidung von Säuglingen und Kindern demonstrieren. Das Kreisverwaltungsreferat untersagte dies jedoch, erlaubte die Kundgebung aber in rund 100 Meter Entfernung. Das Bündnis »München ist bunt« hatte zu einer Gegendemo aufgerufen und zu einer Menschenkette rund um das Jüdische Zentrum.

antisemitismus Oberbürgermeister Reiter würdigte das Engagement des Bündnisses. »München ist bunt« habe ein klares Zeichen gegen die geplante Kundgebung, gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit gesetzt.

»Ich freue mich, dass unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger gerade zu Beginn des Schabbats, das tun können, was selbstverständlich sein sollte: ungestört in die Synagoge zu gehen.« Alle seien aufgefordert, dem zunehmenden Antisemitismus in der Gesellschaft mit aller Schärfe entgegen zu treten. »München ist und bleibt eine offene, tolerante und demokratische Stadtgesellschaft«, betonte Reiter.  epd

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