München

Für den guten Zweck

Engagement für Israel: Medea Mahkorn, Sara Schmerz, Justizminister Georg Eisenreich, IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch, Nani Drory, Gabi Grüngras und Lauren Rid (v.l.) bei der WIZO-Party im Theaterhaus des Botanikums Foto: Sharon Bruck

Diese Party der WIZO‐Damen gehörte zu den glanzvollen Momenten ihres sozialen Engagements, das sie das ganze Jahr hindurch beschäftigt. »Saturday Night Fever« war diesmal im Theaterhaus des Botanikums angesagt. So lautete das Motto des gleichermaßen unterhaltsamen wie festlichen Abends, der einem guten Zweck diente. Der Erlös ist für das »WIZO Hot Meal Project« bestimmt.

Ein Besuch des WIZO‐Events ist für Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, gewissermaßen Pflicht. Die Schirmherrschaft, die sie auch in diesem Jahr wieder übernommen hatte, ist ein Hinweis auf ihre enge Verbundenheit mit der Frauenorganisation. Sie selbst gehörte in der Nachkriegszeit zu den Gründungsmitgliedern von WIZO Deutschland und hat für deren Belange stets ein offenes Ohr.

Gute Stimmung bei der WIZO‐Party im Theaterhaus des BotanikumsFoto: Sharon Bruck

grusswort Den Stellenwert, den die WIZO‐Frauenpower in der bayerischen Landeshauptstadt und darüber hinaus genießt, konnte man an einem weiteren Gast des Abends ablesen. Auch Georg Eisenreich, Bayerns Justizminister und ein Freund der jüdischen Gemeinde, ließ sich gerne vom »Saturday Night Fever« anstecken. In seinem Grußwort bezeichnete er die WIZO als vorbildhaft.

Nicole Faktor, neue Präsidentin von WIZO Deutschland, sprach über ihre Arbeit.

Über die Arbeit, die Geschichte und die Notwendigkeit sozialen Engagements im WIZO‐Format sprach Nicole Faktor in ihrem Grußwort und in ihrer neuen Funk­tion. Seit wenigen Monaten ist sie Präsidentin von WIZO Deutschland. Der Besuch in München war ihr erster offizieller Auftritt als WIZO‐Präsidentin in der bayerischen Landeshauptstadt.

Eine Unbekannte ist die Frau an der Spitze der Organisation hier keineswegs. Nicole Faktor ist seit Langem in die WIZO eingebunden und war vor ihrem Sprung auf den »Chefsessel« bereits als eine der Vizepräsidentinnen tätig. Sie weiß deshalb auch aus eigener Erfahrung, wie hilfreich das soziale WIZO‐Engagement in Form des »Hot Meal Project« ist. Dadurch erhalten bedürftige Kinder in Kirjat Schmona jeden Tag eine warme Mahlzeit. Außerdem haben sie die Möglichkeit, an verschiedenen durch die WIZO ermöglichten Freizeitaktivitäten teilzunehmen.

Nani Drory, die dem WIZO‐Vorstand München und dem WIZO‐Präsidium Deutschland angehört, kann sich – auch im Namen der übrigen Aktivistinnen – in diesem Jahr über den Erfolg ihrer Arbeit besonders freuen. Die positive Bilanz, die sie nach der Partynacht ziehen kann: »Wir können mehr als 100 Kindern täglich eine warme Mahlzeit garantieren – ein ganzes Jahr lang.«

hilfe Durchweg positiv fällt auch das Urteil von IKG‐Präsidentin Charlotte Knob­loch aus. »Wichtig ist«, beschreibt sie das Projekt der WIZO‐Damen, »dass die Jugendlichen nicht nur satt vom Tisch aufstehen, sondern auch die Gelegenheit haben, sich gemeinsam mit anderen weiterzuentwickeln und Teil einer Gemeinschaft zu werden.« Ihren Worten zufolge zeichnet die Hilfe von WIZO aus, dass sie nicht in dem Moment ende, wo kurzfristige Bedürfnisse befriedigt sind, sondern dass sie darauf abziele, auch dauerhaftere Perspektiven zu eröffnen.

Hilfsbereitschaft, Philanthropie und Zedaka machen Spaß, sagt IKG‐Präsidentin Charlotte Knobloch.

Das Erfolgsmodell WIZO funktioniert nach Ansicht Knoblochs auch deshalb so gut, weil es immer wieder beweise, dass Hilfsbereitschaft, Philanthropie und Zedaka Spaß machen können – und sollen. »Tikkun Olam«, stellt Charlotte Knobloch fest, »ist ein wichtiger Auftrag unserer jüdischen Tradition an uns alle – und wir sollten seine Erfüllung genießen, wo immer es uns möglich ist.« Für Menschen da zu sein, die Hilfe brauchen, ist nach ihrer Überzeugung Ehre und Verpflichtung zugleich.

erfolg Gemeinsames Handeln als Basis für Erfolg bestimmt die Grundsätze des Engagements der Hilfsorganisation. Das galt auch für die Partynacht im »Saturday Night Fever«. Die Organisation des Events hatten die beiden WIZO‐Vorstandsdamen Medea Mahkorn und Lauren Rid übernommen – und konnten am Ende ein dickes Lob für den perfekten Ablauf des Abends einheimsen.

Zum Gelingen trugen darüber hinaus noch andere Dinge bei: ein Catering von »Gennaro«, das Sponsoring von der Versicherungsagentur Mathias Nagy und nicht zuletzt die Musik von DJ Sivan Neuman. »Ein toller Abend« – dieser Satz war von den Gästen immer wieder zu hören.

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