Religion

Düsseldorf feiert neue Torarolle

Festlicher Umzug durch die Stadt: von der Wohnung des Rabbiners (r.) zur Synagoge Foto: Jan Popp-Sewing

Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf hat am Sonntag in einer feierlichen Zeremonie ihre neue Torarolle eingebracht. Die restaurierte Schrift stammt aus dem Familienbesitz von Oberrabiner Raphael Evers und steht nun der gesamten Gemeinde zur Verfügung, wie die Gemeinde erklärte.

Die Kinder des Oberrabbiners hatten den Angaben nach die Torarolle, die aus der deutschen Heimatregion der Großmutter Betty Packter-Gerstner stammt und schwer beschädigt war, restaurieren lassen und ihrem Vater zum 65. Geburtstag im Mai dieses Jahres übergeben.

Die Kinder des Oberrabbiners hatten die Tora restaurieren lassen und ihrem Vater zum 65. Geburtstag übergeben.

Evers stellte sie nun seiner Gemeinde zur Verfügung. »In der Tora sind alle Gebote festgehalten, wie man Gott dienen soll. Deswegen sind alle Zeichen darin heilig«, sagte er.

Die Tora besteht aus genau 304.805 Buchstaben und darf keinen Fehler enthalten. Sonst muss die ganze Rolle neu geschrieben werden.

Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf ist mit rund 7000 Mitgliedern die drittgrößte jüdische Gemeinde in Deutschland. Sie ist gebietszuständig für die Städte Düsseldorf, Neuss, Leverkusen und Mettmann sowie für den Rheinkreis Neuss und circa zwei Drittel des Kreises Mettmann.  epd/ja

Lesen Sie mehr über dieses Thema in unserer Ausgabe am Donnerstag.

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