München

Coaching, Stipendien und ein Kochbuch

Wiedergewählt: Mitzwe-Makers-Vorsitzender Steven Guttmann Foto: Marina Maisel

Die Mitzwe Makers wollen in diesem Jahr richtig durchstarten. Doch zunächst einmal standen bei dem jüdischen Verein, der soziale Projekte durchführt und dabei keine ethnischen und religiösen Grenzen kennt, die Vorstandswahlen an. Steven Guttmann wurde als Vorsitzender mit überwältigender Mehrheit in seinem Amt bestätigt.

Den Worten von Steven Guttmann zufolge werden in den nächsten Monaten entscheidende Weichen für die Initiative gestellt. Die Mitzwe Makers haben Beratungsstipendien des Programms »startsocial« gewonnen und werden mehrere Monate lang von zwei Coaches betreut. Zusammen wollen sie eine bessere Vereinsstruktur sowie Lösungs- und Organisationskonzepte für soziale Hilfsprojekte entwickeln. Ehrenamtliche Helfer sollen dadurch zum Beispiel besser in die Planungsphase mit eingebunden werden.

Mahnwache An Ideen, wo Hilfe gebraucht und wie sie realisiert werden kann, mangelt es Steven Guttmann und den Mitzwe Makers nicht. Zum ersten Mal wollen sie auch am 9. November, dem Jahrestag der Novemberpogrome, bewusst in Erscheinung treten. »Wir denken daran, dass wir im Rahmen der Andenkenpflege an bestimmten Orten eine Mahnwache organisieren werden. Das soll in Kooperation mit der IKG und dem Stadtarchiv erfolgen«, erklärt der Mitzwe-Makers-Chef.

Eine Idee, die Senioren freuen wird, soll ebenfalls schnell umgesetzt werden. Zu besonderen Anlässen, etwa an Geburtstagen, werden auf finanzielle Hilfe angewiesene ältere Menschen künftig mit Essen beliefert. »Das ist nur mithilfe der Stiftung von Clarissa und Michael Käfer möglich, denen wir sehr dankbar sind.«

In eine ganz andere Richtung geht der Plan, bis Ende 2016 ein jüdisches Kochbuch zu produzieren. Das Konzept sieht vor, dass nicht nur Rezepte abgedruckt, sondern die Rezeptlieferanten mitsamt ihrer Lebensgeschichte auch vorgestellt werden.

Mit einem einstimmigen Beschluss wurde auf der Sitzung der Mitzwe Makers noch eine weitere Neuerung ins Leben gerufen. Es gibt ab sofort das erste Ehrenmitglied des Vereins: IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch. Für Steven Guttmann ein logischer Schritt: »Sie unterstützt uns ganz außerordentlich.«

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