Kompakt

Auszeichnung, Iwrit, Kinder

Vorstandtmitglied Michael Kashi trägt die Tora durch die Straßen Stuttgarts. Foto: Alexandra Palmizi

Stuttgart Das Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW), Michael Kashi, erhält für seine Verdienste als Wegbereiter des Dialogs die Otto‐Hirsch‐Auszeichnung 2019. Kashi habe sich bleibende Anerkennung auch mit der Öffnung der jüdischen Gemeinde in die Stuttgarter Stadtgesellschaft sowie durch die Schaffung dezentraler Strukturen der Zweigstellen der IRGW erworben, teilte die Gemeinde mit. Die Auszeichnung wird seit 1985 im Gedenken an den Ministerialrat Otto Hirsch (1885–1941) an Persönlichkeiten verliehen, die sich um die christlich‐jüdische Zusammenarbeit verdient gemacht haben. Sie wird am 25. Februar im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses übergeben werden. ja

Duisburg Im Iwrit‐Kurs der Jüdischen Gemeinde Duisburg‐Mülheim‐Oberhausen sind noch Plätze frei. Er beginnt zwar bereits an diesem Donnerstag, doch bei den angesetzten 22 Terminen ist eine spätere Anmeldung noch möglich. Teilnehmen kann jeder, der Interesse an der hebräischen Sprache hat, teilt die Jüdische Gemeinde Duisburg mit. Die Teilnehmer müssen keine Gemeindemitglieder sein, jeder sei herzlich willkommen, heißt es in der Ausschreibung weiter. Erforderlich ist eine kurze schriftliche Anmeldung per E‐Mail. Der Unterricht findet jeweils donnerstags von 18 bis 19.30 Uhr statt, er beginnt am 17. Januar und endet am 11. Juli. Während der Schulferien findet kein Unterricht statt. Unterrichtsort ist das Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde, Springwall 16. Die Kursgebühr beträgt für Nichtmitglieder 50 Euro. Eine Anmeldung ist telefonisch unter 0203/298 12 05 möglich, per Fax unter 0203/29 82 64 oder per E‐Mail an info@jgduisburg.de. ja

Cottbus Max Solomonik vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde Cottbus wünscht sich mehr junge Mitglieder. »Wir haben Kinder in der Gemeinde. Sie wachsen hier auf und gehen dann von Cottbus weg, um in größeren Städten zu studieren«, sagte der 55‐Jährige der Stuttgarter Zeitung. Nach der Gesetzesänderung 2005 seien immer weniger Jugendliche gekommen. »Sie müssen vor ihrer Einreise nachweisen, dass sie deutsche Sprachkenntnisse und Chancen haben, Arbeit zu finden«, sagt Solomonik, und das sei das schwierigste Kriterium. In den letzten zwei, drei Jahren seien nur zwei Familien in die Cottbuser Gemeinde gekommen, bedauert Solomonik. »Anfangs hatten wir mehr junge Menschen. Aber nach dem Studium kommen sie nicht zurück, weil sie hier keine Arbeit finden. Das ist sehr traurig.« ja

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Rosenmontag, Repräsentanz, Denkmalpflege

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