Nationalfonds

Wertewandel

von Miryam Gümbel

Olivenbäume sind etwas ganz Besonderes. Deshalb hat sich der Jüdische Nationalfonds KKL auch etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um Geld für einen Olivenhain zu sammeln: Im Festsaal des Münchner Künstlerhauses am Lenbachplatz veranstaltete er eine Gala-Auktion für den Olivenpark in Mejtar. Dieser Ort liegt im nördlichen Negev, etwa 15 Kilometer nordöstlich von Beer Schewa. Der Olivenpark soll neben seiner Funktion als grüne Lunge auch Treffpunkt für Familien sein.
Die Gäste des Abends – unter ihnen Israels Botschafter Shimon Stein und IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch, die in ihren Grußworten auf die Arbeit von KKL eingingen – betrachteten bereits bei der Vorbesichtigung mit Interesse die Objekte, die anschließend in festlichem Rahmen versteigert wurden. Aus Nachlässen und Schenkungen veräußerte KKL auf diesem Weg Schmuck und Bücher, Meißner Porzellan und Silber – Schalen ebenso wie Kerzenleuchter und Kiddusch-Becher. Beim Empfang zwischen Vorbesichtigung und Auktion fachsimpelten die Besucher über die verschiedenen Stücke und tauschten sich darüber aus, was ihnen am besten gefiel. Unter den Auktionsobjekten waren auch einige Flaschen Rotwein: Das Besondere daran war nicht der Rebensaft an sich, sondern die Tatsache, daß jede Flasche die Originalunterschrift von Shimon Peres trug.
Oben im Saal erweckten einige Gemälde besonderes Interesse. Bei der Versteigerung, geleitet von Auktionator Josef Weiner und assistiert von Moderatorin Olivera Lukas, bot auch Charlotte Knobloch erfolgreich mit. Nur Briefmarkensammler waren nicht unter den Besuchern. Eine seltene Sammlung »Israel 1948-1988« im angesetzten Wert von 15.000 Euro blieb weiterhin im Besitz des Jüdischen Nationalfonds KKL.

Siedlergewalt

Huldai: »Ich schäme mich und schweige nicht mehr«

Tel Avivs Bürgermeister verurteilt die Gewalt gegen palästinensische Olivenbauern und Journalisten scharf. Er warnt vor dem Zerfall rechtsstaatlicher und zionistischer Werte

von Sabine Brandes  22.10.2026

Schwerin

Schwesig wirbt für Bund-Länder-Gruppe zur Prüfung der AfD

Den verfassungsrechtlichen Umgang mit der AfD prüfen? Gut, findet Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin – und spricht sich für den Vorstoß eines CDU-Ministerpräsidenten aus

 22.10.2026

Nahost

Israels Armee erhöht Alarmbereitschaft vor den Wahlen

Vor der Wahl herrscht laut einem TV-Bericht die Sorge vor Anschlagsversuchen, mit denen Einfluss auf die Wahl genommen werden könnte. Der Militärchef ordnet umfassende Sicherheitsmaßnahmen an

 19.10.2026

Berlin

Zwei Parteien in Berlin entscheiden über Koalitionsgespräche

Nach teils zähen Sondierungen entscheiden Grüne und SPD in Berlin über Koalitionsgespräche mit der Linken. Aber aus den Reihen der Sozialdemokraten gibt es Zweifel und Kritik, auch aufgrund der Antisemitismus-Skandale bei der Linkspartei

 19.10.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Einmal Gastro, immer Gastro

von Margalit Edelstein  14.10.2026

7. Oktober

Steinmeier: Antisemitische Hetze unerträglich aufgeflammt

Der schlimmste Anschlag auf Jüdinnen und Juden seit der Schoa: Der Bundespräsident verurteilt den Hamas-Terror vom 7. Oktober 2023. Und blickt auch auf die Lage im Gazastreifen

 08.10.2026

Terror

US-Präsident Trump glaubt, dass Iran hinter Flydubai-Attentat steckt

Noch ist unklar, ob und zu welchen ausländischen Organisationen der Attentäter Verbindungen hatte

 06.10.2026

Ein strategischer Bomber der US Air Force vom Typ B-1B Lancer auf dem Stützüpunkt Fairford in England (Archivbild)

Washington

Nach Anschlagsdrohung: B1-Bomber in die USA zurückverlegt

Das US-Militär hatte einige seiner Bomber wegen des Iran-Krieges nach Großbritannien verlegt. Nun wurden diese nach einem Vorfall am Stützpunkt wieder in die USA zurückbeordert. Die Frage ist: Warum?

 05.10.2026

Studie

»Neue antisemitische Normalität«: 7. Oktober für Juden in Deutschland biografische Zäsur

Eine wissenschaftliche Untersuchung zeigt, wie der Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 das Leben von Jüdinnen und Juden in Deutschland verändert hat. Die Befragten berichten von einer »neuen antisemitischen Normalität«, wachsendem Misstrauen und Ausgrenzung

 05.10.2026