US-Regierung

Welcome Mr. President

Holly-Jane Rahlens, Autorin
»Vom nächsten Präsidenten erwarte ich, dass er auch ohne Berater kompetent ist, dass er klare Visionen hat und sich integer verhält. Außerdem wäre es prima, wenn er es verstünde, einen guten Witz zu landen, eine schöne Krawatte auszuwählen und beim Tanzen richtig zu grooven. Ich kenne nur zwei Männer, die meinen Erwartungen entsprechen, Barack Obama ist einer davon. Den nehme ich gerne als Präsidenten. «

Michael Blumenthal, Direktor des Jüdischen Museums Berlin
»Obama hat das Zeug, ein bedeutender Präsident des Wandels zu werden. Er tritt ein schweres Erbe an und steht vor schwierigen Aufgaben. Sein erstes Ziel wird es sein müssen, die amerikanische Wirtschaft zu stabilisieren. Ich erwarte zum Zweiten, dass er für eine gut durchdachte Reduzierung der Truppen im Irak sorgt und den Friedensprozess im Nahen Osten intensiviert. Zum Dritten sollte er durch verstärkte Zusammenarbeit mit unseren transatlantischen Partnern einen besseren Ton in der US-Außenpolitik pflegen.«

Cynthia Barcomi, Kochbuchautorin und Besitzerin der Kaffeerösterei Barcomi’s in Berlin
»Ich wünsche mir von Barack Obama auf eine bessere und umweltfreundlichere Außenpolitik und dass wir unsere Probleme im Irak lösen. Da müssen wir, so gut es geht, raus. Ich hoffe auch, dass sich die wirtschaftliche Situation stabilisiert und verbessert. Und die Innenpolitik muss sich schlagartig ändern: Es muss etwas für die vielen Armen getan werden! Das geschah unter Bush alles nicht. Das sind die wichtigsten Probleme, vor denen der neue Präsident steht. Aber jeder Mensch erkennt das doch!«

Leora Auslander, Fellow an der American Academy in Berlin
»Ich hoffe, dass ich etwas erwarten kann! Gerade Juden haben sich ja etwa 2:1 für Barack Obama als neuen Präsidenten ausgesprochen. Obama steht natürlich für eine sehr sorgfältige Nahostpolitik, er ist auch in Religionsfragen sehr offen, wohingegen ein Präsident McCain eher eine konservative Nahostpolitik einschlagen hätte und wohl auch sonst einen traditionelleren politischen Weg beschritten hätte.«

Michael S. Cullen, Publizist
»Ich rechne damit, dass die neue Regierung schnellstmöglich ein Wirtschaftsprogramm aufstellt, um Arbeitsplätze zu schaffen, dass eine Gesundheitsversicherung Wirklichkeit wird, die diesen Namen verdient. Und dass die neue Regierung den Klimawandel anerkennt und wirksame Lösungen bietet. Ich erwarte, dass die USA so schnell wie möglich ihre Truppen aus dem Irak abziehen und ihre Partner öfter konsultieren. Bei allem anderen – mehr Bürgerrechte, mehr Respekt vor der Privatsphäre, ein Ende der Folter, die Schließung von Guantanamo – bin ich mir sicher, dass es ganz schnell passieren wird.«

Deidre Berger, Direktorin des American Jewish Committee, Berlin
»Ich wünsche mir, dass sich die neue Regierung gegen ein iranisches Atomprogramm stark macht und eine stärkere Rolle in der Unterstützung des Friedensprozesses zwischen Palästinensern und Israelis einnimmt. Ich wünsche mir außerdem, dass sie sich mehr gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung einsetzt, dass sie ernsthafte Reformen im Bildungs- und Gesundheitswesen anstrebt. Es sollte auch eine ausgeglichenere Form von Kampf gegen den Terrorismus und Schutz der Bürgerrechte gefunden werden.«

Holocaust-Gedenken

Mendel und Wagner kritisieren Yad-Vashem-Entscheid

In Deutschland sollen zwei Niederlassungen der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem entstehen. Der jüdische Wissenschaftler Meron Mendel und der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, sehen das in Teilen kritisch

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Reisen

Kein Parkplatz am Ben-Gurion-Flughafen

US-Militärjets blockieren 70 Prozent des Flughafens. Flüge fallen aus, Airlines bleiben weg und kurz vor dem Sommer herrscht große Unsicherheit

von Sabine Brandes  29.05.2026

Diplomatie

Israels Präsident begrüßt ersten Botschafter Somalilands

Als weltweit erstes Land hatte Israel vor einem halben Jahr die muslimisch geprägte Region im Norden Somalias als unabhängigen Staat anerkannt. Jetzt kommt der erste Botschafter nach Israel

 18.05.2026

Internationaler Strafgerichtshof

Bericht: Geheime internationale Haftbefehle gegen Ben-Gvir und andere

»Haaretz« berichtet über mögliche neue Schritte gegen mehrere israelische Minister und Militärvertreter

von Sabine Brandes  17.05.2026

Stuttgart

Die Vorfreude steigt

Die Jüdische Allgemeine berichtet weiterhin live von der Jewrovision. Die Jugendzentren sind inzwischen nach und nach angekommen, das Madrichim-Team empfängt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort. Die Vorfreude auf die Show steigt!

 15.05.2026

Genf

Döpfner fordert beim World Jewish Congress entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus

Mit Blick auf die Hamas-Massaker vom 7. Oktober kritisiert der Springer-Chef die Reaktion: »Unmittelbar nachdem die Bilder der Opfer zu sehen waren, begann die Verharmlosung.«

 12.05.2026

In eigener Sache

Wir suchen Verstärkung

Wir suchen zum 1. Juli 2026 einen Politik-Redakteur (m/w/d) in Vollzeit

 07.05.2026

Jerusalem

Israel fordert von Großbritannien mehr Einsatz gegen Antisemitismus

Nach einem weiteren Terrorangriff auf Juden wirft Jerusalem London vor, die Lage nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Präsident Herzog: »Es ist an der Zeit, dass die Welt aufwacht.«

 30.04.2026

Polen

Israel fordert Konsequenzen nach Eklat mit Hakenkreuz-Flagge

Im Parlament hatte ein rechtsradikaler Abgeordneter eine israelische Flagge mit einem Hakenkreuz an Stelle des Magen David gezeigt

 22.04.2026