Pro-Obama-Video

Wahlhelfer wider Willen

»Ich traue ihm«, sagt der frühere Mossadchef Efraim Halevi über den amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama. »Er ist eine imposante Figur«, fügt der vielgeachtete General Uzi Dayan hinzu. Eine ganze Riege israelischer Generalstabs-chefs, Geheimdienstler und Generäle be-
kundet in einem amerikanischen Wahlkampffilm ihre volle Unterstützung für Obama. So sollen die rund fünf Millionen jüdischen Wähler in den USA für den Kandidaten der Demokraten günstig ge-
stimmt werden.
Inzwischen stellt sich heraus, dass all die Generäle und Geheimdienstler das Opfer eines ausgeklügelten Betrugs geworden sind. Uzi Dayan und Efraim Halevi bestätigten, für einen Film interviewt worden zu sein, den das »Jewish political action committee« in Auftrag gegeben ha-
be. »Was auf dem Schreibtisch des nächs-ten Präsidenten vorliegt«, sollte das Thema des Films sein. Die angesehenen israelischen Interviewpartner analysierten aus-
führlich das Dilemma um die Atombestrebungen des Iran und die komplizierte Si-
cherheitslage rund um Israel. Zwischendurch wurden sie auch gefragt, wen sie wählen würden, McCain oder Obama. Übereinstimmend sagten Halevi und Da-yan am Montag morgen im israelischen Rundfunk, dass sie sich als israelische Bürger davor hüten würden, einen der beiden Kandidaten öffentlich zu bevorzugen. »Das wäre eine unlautere Einmischung in den amerikanischen Wahlkampf«, sagte Dayan. Aus den ausführlichen Interviews seien jeweils nur aus jeglichem Zusammenhang herausgeschnittene Einzelsätze von etwa 15 Sekunden verwendet worden.
»Ich habe in dem Interview auch ge-
sagt, dass ich McCain vertraue«, sagte Ha-
levi. »Und ich habe neben Obama auch McCain als imposante Persönlichkeit be-
zeichnet«, fügte Dayan hinzu. Beide fordern nun von der amerikanischen Produktionsfirma eine öffentliche Entschuldigung und erwarten, dass die stark ver-
kürzten und deshalb verfälschenden Aussagen aus dem Wahlspot herausgeschnitten werden. Beide behalten sich auch ein rechtliches Vorgehen vor. Ulrich W. Sahm

Holzstörche zur Geburt in Niederösterreich. Noch immer werden neben den klassischen Namen viele biblische Namen den Kindern gegeben.

Statistik

Diese hebräischen Vornamen in Österreich sind am beliebtesten

Österreichische Eltern wählen gern Klassiker. Unter den Top Ten sind auch viele Namen biblischen Ursprungs

von Nicole Dreyfus  04.07.2026

Bundesamt für Statistik

Dieser hebräische Vorname ist am beliebtesten bei Schweizer Eltern

Auch in der Schweiz wählen Eltern weiterhin häufig biblische Namen für ihr Neugeborenes

von Nicole Dreyfus  04.07.2026 Aktualisiert

Erhebung

Dieser hebräische Babyname ist in Deutschland am beliebtesten

Welche Namen geben Eltern ihren Sprösslingen in diesem Jahr am liebsten? In welchen Bundesländern gibt es Abweichungen?

 04.07.2026 Aktualisiert

Doha

Indirekte Gespräche zwischen Iran und USA sollen begonnen haben

Die Lage zwischen den USA und dem Iran bleibt weiter angespannt. Dennoch laufen nun Gespräche im Golfstaat Katar

 01.07.2026

Diplomatie

»25 Gründe, warum ich Israel vermisse«

Der deutsche Botschafter Steffen Seibert verlässt in wenigen Tagen nach vier Jahren das Land und kehrt zurück nach Berlin

von Sabine Brandes  30.06.2026

Resümee

Felix Klein: Lebensqualität für Juden hat sich verschlechtert

Nach acht Jahren im Amt wechselt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, im August den Job. Auf seine Amtszeit blickt der 58-Jährige mit gemischten Gefühlen zurück

von Corinna Buschow, Markus Geiler  29.06.2026

Bündnis Sahra Wagenknecht

Mit einer Portion Antisemitismus gegen den Zionismus

Das Jugendbündnis im BSW hat einen Beschluss zum Zionismus gefasst, der aufhorchen lässt. Auf Instagram verwendete der Verband zudem antisemitische Bildsprache aus der NS-Zeit

von Michael Thaidigsmann  22.06.2026

Zeitgeschichte

Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

Der französisch-deutsche Schriftsteller sagte in einem Interview »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

 09.06.2026

Holocaust-Gedenken

Wagner und Mendel kritisieren Yad-Vashem-Entscheid

In Deutschland sollen zwei Niederlassungen der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem entstehen. Der jüdische Wissenschaftler Meron Mendel und der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, sehen das in Teilen kritisch

 29.05.2026