Studentenzentrum

Von der Wüste ins Zentrum

Nach 40 Jahren guter Luft geht es nun in Richtung Abgase und Smog. Aber auch ins Herz des Landes, in die Zentren von Kultur und Geschichte. Das WUJS-Zentrum der World Union of Jewish Students in Arad schließt nach vier Dekaden seine Pforten. Generationen junger Juden aus der Diaspora verbinden ihre ersten intensiven Israel-Erfahrungen mit dem kleinen, aber feinen Städtchen hoch oben in der Negevwüste.
Hadassah als Betreiber erklärte, dass der Grund für die Schließung ein rein technischer sei. Das Gebäude, in dem das WUJS untergebracht war, gehört der Jewish Agency, die vor einer Weile beschloss, es zu verkaufen. Also musste sich die Hadassah nach neuen Unterkünften umsehen. »Statt in den Luftkurort geht es schon für die nächsten Teilnehmer nach Tel Aviv und Jerusalem. Bereits der nächste Kurs im September wird in den beiden Großstädten stattfinden«, erklärt Hadassah-Sprecherin Merav Leyba.
WUJS ist im Jahr 1968 gegründet worden. Sein Zentrum bietet jungen Frauen und Männern im Alter von 21 bis 35 Jahren Kurse in und zu Israel, jüdische Studien, Geschichte, Kunst und vieles anderes, bevor sie mit ihren Universitätsstu-
dien im jüdischen Staat oder ihren Heimatländern beginnen. Auch intensive He-
bräischkurse, sogenannte Ulpanim, wö-
chentliche Ausflüge und Aktivitäten wer- den angeboten. In den 40 Jahren seines Bestehens hat WUJS mehr als 8.000 Menschen aus 50 Ländern ihre jüdische Her-kunft und das Land Israel nähergebracht. Schätzungsweise ein Viertel aller Kursteilnehmer bleiben als Olim Chadaschim (Neueinwanderer) im Land.
Die Teilnehmer stammen hauptsächlich aus den USA und Südamerika, doch ebenfalls aus Europa, darunter auch Deutschland. Jeder Kurs dauert fünf Monate, der jetzige wird noch bis September in Arad abgehalten, so Leyba. »Für die nächste Runde haben sich etwa 50 Leute angemeldet, und nicht ein Einziger hat wegen des Umzuges abgesagt«, freut sich die Sprecherin. »Im Gegenteil«, fügt sie hinzu, »obwohl es sicherlich Vorteile hat, Israel zunächst einmal in einer kleinen, netten Ge- meinde wie Arad kennenzulernen, freuen sich die meisten jungen Frauen und Männer nun darauf, Israel gleich mittendrin erkunden zu können«. Sabine Brandes

Forschung

Ukraine öffnet Archiv über KZ-Häftlinge

Mitten im Krieg mit Russland öffnet die Ukraine historische Geheimarchive. Für Forschende über die NS-Zeit und die Sowjetische Besatzungszone soll der Zugang erleichtert werden

 11.03.2026

Jerusalem

Wadephul: Iranische Waffen gefährden »nicht nur Israel, sondern auch uns in Europa«

Bei seinem Besuch bei seinem Amtskollegen Gideon Sa’ar sei es auch um diese Frage gegangen: Wie kann dieser Konflikt irgendwann beendet werden, wenn man dem Iran die entscheidenden Waffen aus der Hand geschlagen hat?»

 11.03.2026

Reisen

Lufthansa setzt weiterhin viele Nahost-Flüge aus

Flüge nach Tel Aviv, Teheran und in andere Städte bleiben ausgesetzt. Lufthansa reagiert weiter auf die Lage im Nahen Osten – Charterflüge für Rückholaktionen laufen jedoch weiter.

 09.03.2026

Südlibanon

Zwei israelische Soldaten bei Hisbollah-Angriff getötet

Nach einer vorläufigen Untersuchung der israelischen Armee begann der Vorfall, als ein Panzer während eines Einsatzes stecken blieb

 08.03.2026

Washington

USA intervenieren gegen mögliche Russland-Hilfe für den Iran

Sondergesandter Steve Witkoff kritisiert Moskau dafür, dass es Teheran im Krieg zu unterstützen scheint

 08.03.2026

Iraner in Deutschland

»Einfach leben«

Der Exil-Iraner und Musikmanager Babak Shafian war bisher skeptisch, wenn es um den möglichen Fall des Mullah-Regimes ging. Diesmal ist er hoffnungsvoll. Der Grund dafür ist Israel

 04.03.2026

Demonstrierende schwenkten am Montag israelische und iranische Flaggen vor der israelischen Botschaft in Berlin und riefen „Danke, IDF!“.

Berlin

Zeichen gegen Teheran

Exil-Iraner demonstrierten vor Israels Botschaft in Berlin und drücken ihre Hoffnung auf einen Neuanfang aus

 03.03.2026

Botschafter Ron Prosor: Das Regime in Teheran steht mit dem Rücken zur Wand

Interview

»Ich bin für die klare Haltung Deutschlands dankbar«

Israels Botschafter Ron Prosor zu deutschen Reaktionen nach den Angriffen auf den Iran, zur Sicherheitslage israelischer und jüdischer Einrichtungen sowie zu einer Nachricht zu Purim

von Detlef David Kauschke  02.03.2026

Nahost

Iran greift erstmals europäisches Ziel an: Drohne trifft britischen Stützpunkt auf Zypern

Nach Ausrufung einer Sicherheitswarnung erschütterten Explosionen die Basis. Kampfjets der Royal Air Force hoben nach Angaben von Flugbeobachtern ab, um den Luftraum zu sichern

 02.03.2026