Literaturpreis für Tamar Yellin

Reichlich geehrt

Der in diesem Jahr erstmals verliehene Sami-Rohr-Award, die mit 100.000 US-Dollar bestdotierte jüdische Buchauszeichnung der Welt, geht an die britisch-israelische Schriftstellerin Tamar Yellin für ihren Roman The Genizah at the House of Shepher. Das im Londoner Verlag Toby Press erschienene Buch erzählt die Geschichte einer jungen englischen Jüdin, die in Jerusalem die verworrene Geschichte ihrer Familie erforscht und dabei auf eine mysteriöse antike Torarolle stößt. Ihr Urgroßvater hatte sie einst von einer Expedition auf den Spuren der verlorenen Stämme Israels mitgebracht.
Ausgeschrieben wurde der Preis vom Jewish Book Council in New York. Der Jury gehörten die Romanautorin Rebecca Goldstein, die Journalisten Jonathan Rosen (Nextbook) und Daisy Maryles (Publishers Weekly) sowie die Professoren für Jüdische Literatur Jeremy Dauber (Columbia) und Ruth Wisse (Harvard) an.
Tamar Yellin, eine Lehrerin, die im nordenglischen Yorkshire lebt, schlug mit ihrem Roman eine Reihe bekannterer Autoren und deren Bücher aus dem Feld, darunter die Israelin Yael Hedaya mit Accidents (deutsch »Zusammenstöße«/Diogenes Verlag) und die Britin Naomi Alderman mit Disobedience (»Ungehorsam«/ Berlin Verlag ). Auch Amir Gutfreund dessen Our Holocaust deutsch im Berlin Verlag erschienen ist und Michael Lavigne (Not Me) erhalten bei der Preisverleihung in New York am 21. Mai als Zweiter beziehungsweise Dritter nur eine Art Trostpreis in Höhe von je 7.500 US-Dollar. ja

Diplomatie

Israels Präsident begrüßt ersten Botschafter Somalilands

Als weltweit erstes Land hatte Israel vor einem halben Jahr die muslimisch geprägte Region im Norden Somalias als unabhängigen Staat anerkannt. Jetzt kommt der erste Botschafter nach Israel

 18.05.2026

Internationaler Strafgerichtshof

Bericht: Geheime internationale Haftbefehle gegen Ben-Gvir und andere

»Haaretz« berichtet über mögliche neue Schritte gegen mehrere israelische Minister und Militärvertreter

von Sabine Brandes  17.05.2026

Stuttgart

Die Vorfreude steigt

Die Jüdische Allgemeine berichtet weiterhin live von der Jewrovision. Die Jugendzentren sind inzwischen nach und nach angekommen, das Madrichim-Team empfängt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort. Die Vorfreude auf die Show steigt!

 15.05.2026

Genf

Döpfner fordert beim World Jewish Congress entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus

Mit Blick auf die Hamas-Massaker vom 7. Oktober kritisiert der Springer-Chef die Reaktion: »Unmittelbar nachdem die Bilder der Opfer zu sehen waren, begann die Verharmlosung.«

 12.05.2026

In eigener Sache

Wir suchen Verstärkung

Wir suchen zum 1. Juli 2026 einen Politik-Redakteur (m/w/d) in Vollzeit

 07.05.2026

Jerusalem

Israel fordert von Großbritannien mehr Einsatz gegen Antisemitismus

Nach einem weiteren Terrorangriff auf Juden wirft Jerusalem London vor, die Lage nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Präsident Herzog: »Es ist an der Zeit, dass die Welt aufwacht.«

 30.04.2026

Polen

Israel fordert Konsequenzen nach Eklat mit Hakenkreuz-Flagge

Im Parlament hatte ein rechtsradikaler Abgeordneter eine israelische Flagge mit einem Hakenkreuz an Stelle des Magen David gezeigt

 22.04.2026

Brüssel

Deutschland und Italien bremsen EU-Vorstoß gegen Israels Assoziierungsabkommen

Spanien, Slowenien und Irland fordern eine Debatte über das Abkommen. Außenminister Wadephul bezeichnet den Vorstoß als »unangemessen«

 22.04.2026

Berlin

Urteil zu Angriff auf Lahav Shapira erwartet

Nach einem antisemitischen Angriff auf einen jüdischen Studenten in Berlin ist der Fall neu vor Gericht verhandelt worden. Im Mittelpunkt des Berufungsverfahrens steht die Höhe der Strafe. Ein Urteil wird am Montag erwartet

 13.04.2026 Aktualisiert