Literaturpreis für Tamar Yellin

Reichlich geehrt

Der in diesem Jahr erstmals verliehene Sami-Rohr-Award, die mit 100.000 US-Dollar bestdotierte jüdische Buchauszeichnung der Welt, geht an die britisch-israelische Schriftstellerin Tamar Yellin für ihren Roman The Genizah at the House of Shepher. Das im Londoner Verlag Toby Press erschienene Buch erzählt die Geschichte einer jungen englischen Jüdin, die in Jerusalem die verworrene Geschichte ihrer Familie erforscht und dabei auf eine mysteriöse antike Torarolle stößt. Ihr Urgroßvater hatte sie einst von einer Expedition auf den Spuren der verlorenen Stämme Israels mitgebracht.
Ausgeschrieben wurde der Preis vom Jewish Book Council in New York. Der Jury gehörten die Romanautorin Rebecca Goldstein, die Journalisten Jonathan Rosen (Nextbook) und Daisy Maryles (Publishers Weekly) sowie die Professoren für Jüdische Literatur Jeremy Dauber (Columbia) und Ruth Wisse (Harvard) an.
Tamar Yellin, eine Lehrerin, die im nordenglischen Yorkshire lebt, schlug mit ihrem Roman eine Reihe bekannterer Autoren und deren Bücher aus dem Feld, darunter die Israelin Yael Hedaya mit Accidents (deutsch »Zusammenstöße«/Diogenes Verlag) und die Britin Naomi Alderman mit Disobedience (»Ungehorsam«/ Berlin Verlag ). Auch Amir Gutfreund dessen Our Holocaust deutsch im Berlin Verlag erschienen ist und Michael Lavigne (Not Me) erhalten bei der Preisverleihung in New York am 21. Mai als Zweiter beziehungsweise Dritter nur eine Art Trostpreis in Höhe von je 7.500 US-Dollar. ja

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