Literaturpreis für Tamar Yellin

Reichlich geehrt

Der in diesem Jahr erstmals verliehene Sami-Rohr-Award, die mit 100.000 US-Dollar bestdotierte jüdische Buchauszeichnung der Welt, geht an die britisch-israelische Schriftstellerin Tamar Yellin für ihren Roman The Genizah at the House of Shepher. Das im Londoner Verlag Toby Press erschienene Buch erzählt die Geschichte einer jungen englischen Jüdin, die in Jerusalem die verworrene Geschichte ihrer Familie erforscht und dabei auf eine mysteriöse antike Torarolle stößt. Ihr Urgroßvater hatte sie einst von einer Expedition auf den Spuren der verlorenen Stämme Israels mitgebracht.
Ausgeschrieben wurde der Preis vom Jewish Book Council in New York. Der Jury gehörten die Romanautorin Rebecca Goldstein, die Journalisten Jonathan Rosen (Nextbook) und Daisy Maryles (Publishers Weekly) sowie die Professoren für Jüdische Literatur Jeremy Dauber (Columbia) und Ruth Wisse (Harvard) an.
Tamar Yellin, eine Lehrerin, die im nordenglischen Yorkshire lebt, schlug mit ihrem Roman eine Reihe bekannterer Autoren und deren Bücher aus dem Feld, darunter die Israelin Yael Hedaya mit Accidents (deutsch »Zusammenstöße«/Diogenes Verlag) und die Britin Naomi Alderman mit Disobedience (»Ungehorsam«/ Berlin Verlag ). Auch Amir Gutfreund dessen Our Holocaust deutsch im Berlin Verlag erschienen ist und Michael Lavigne (Not Me) erhalten bei der Preisverleihung in New York am 21. Mai als Zweiter beziehungsweise Dritter nur eine Art Trostpreis in Höhe von je 7.500 US-Dollar. ja

In eigener Sache

Volontär/in gesucht

Wir suchen zum 15. Oktober 2026 einen Volontär (m/w/d) in Vollzeit

 06.07.2026

Holzstörche zur Geburt in Niederösterreich. Noch immer werden neben den klassischen Namen viele biblische Namen den Kindern gegeben.

Statistik

Diese hebräischen Vornamen in Österreich sind am beliebtesten

Österreichische Eltern wählen gern Klassiker. Unter den Top Ten sind auch viele Namen biblischen Ursprungs

von Nicole Dreyfus  04.07.2026

Bundesamt für Statistik

Dieser hebräische Vorname ist am beliebtesten bei Schweizer Eltern

Auch in der Schweiz wählen Eltern weiterhin häufig biblische Namen für ihr Neugeborenes

von Nicole Dreyfus  04.07.2026 Aktualisiert

Erhebung

Dieser hebräische Babyname ist in Deutschland am beliebtesten

Welche Namen geben Eltern ihren Sprösslingen in diesem Jahr am liebsten? In welchen Bundesländern gibt es Abweichungen?

 04.07.2026 Aktualisiert

Doha

Indirekte Gespräche zwischen Iran und USA sollen begonnen haben

Die Lage zwischen den USA und dem Iran bleibt weiter angespannt. Dennoch laufen nun Gespräche im Golfstaat Katar

 01.07.2026

Diplomatie

»25 Gründe, warum ich Israel vermisse«

Der deutsche Botschafter Steffen Seibert verlässt in wenigen Tagen nach vier Jahren das Land und kehrt zurück nach Berlin

von Sabine Brandes  30.06.2026

Resümee

Felix Klein: Lebensqualität für Juden hat sich verschlechtert

Nach acht Jahren im Amt wechselt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, im August den Job. Auf seine Amtszeit blickt der 58-Jährige mit gemischten Gefühlen zurück

von Corinna Buschow, Markus Geiler  29.06.2026

Bündnis Sahra Wagenknecht

Mit einer Portion Antisemitismus gegen den Zionismus

Das Jugendbündnis im BSW hat einen Beschluss zum Zionismus gefasst, der aufhorchen lässt. Auf Instagram verwendete der Verband zudem antisemitische Bildsprache aus der NS-Zeit

von Michael Thaidigsmann  22.06.2026

Zeitgeschichte

Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

Der französisch-deutsche Schriftsteller sagte in einem Interview »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

 09.06.2026