Parade Lag Baomer

Parade zu Lag Baomer

Eine »›Unity Parade‹ für Frieden und Toleranz« veranstaltet Chabad Lubawitsch am kommenden Sonntag. Doch wird es wohl keine Demonstration der »Einheit« werden. Denn trotz der Zusage zahlreicher jüdischer Gruppen, diese Aktion zum Lag-Baomer-Festtag zu unterstützen, hat die Jüdische Gemeinde zu Berlin am Montag ihre ablehnende Haltung bekundet. In einer Pressemitteilung heißt es, dass es nicht Gepflogenheit der Gemeinde sei, jüdische Feste demonstrativ zu begehen. »Daher lehnt sie die Unterstützung von Paraden, öffentlichem Kerzenzünden und ähnliche Darstellung einer äußerlichen Form von jüdischem Leben als Stereotypisierung ab.«
Die Absage stößt auf Kritik. Der ehemalige Gemeindevorsitzende Albert Meyer findet es zwar legitim, unterschiedlicher Auffassung zu sein, in welcher Form sich das Judentum in der Stadt präsentiert. Doch bezeichnete er die Mitteilung »sowohl zeitlich als auch inhaltlich« als unglücklich, sie »könnte den Anfang vom Ende der Einheitsgemeinde bedeuten«.
Rabbiner Yehuda Teichtal, Initiator der Parade, sagt: »Wir bedauern die Haltung der Gemeinde außerordentlich. Dennoch setzen wir unsere Vorbereitungen fort.« Mit Musik und Motivwagen soll der Zug am Sonntag, 2. Mai, ab 13 Uhr vom Adenauerplatz bis in die Münstersche Straße ziehen. Unter anderem nehmen Keren Ha-
yesod, KKL, Makkabi, die WIZO und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland teil. ddk

Die Universität Pennsylvania will nicht auf die Forderung eingehen, Daten jüdischer Mitarbeitenden zu veröffentlichen.

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