personalpolitik

Ohne Rückhalt

Kurz vor Beginn der Jüdischen Kulturtage ist Aharon Risto Tähtinen als Kulturdezernet der Jüdischen Gemeinde zu Berlin abgewählt worden. Der Vorstand hatte ihn am Freitag mit einer Mehrheit von vier zu einer Stimme von seinem Amt entbunden, nachdem es zu Unstimmigkeiten über die fristlose Kündigung einer Sprachlehrerin der Jüdischen Volkshochschule gekommen war. Der Lehrerin wird vorgeworfen, falsche Bescheinigungen über die Kursteilnahme ausgestellt und Gelder unterschlagen zu haben. Tähtinen, der in Urlaub war, kritisiert, dass er als Dezernatsleiter nicht vorab über die Entlassung informiert wurde. Eine solche Personalpolitik sei »nicht jüdisch und unmenschlich«, sagte Tähtinen. »Ich bin sehr traurig.«
Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, bedauerte die Abwahl, aber auch die »Umstände um das ganze Verfahren«. Tähtinen bleibt indes Vorsitzender des Kultus- und Finanzausschusses und Mitglied des erweiterten Vorstands, denn über diese Ämter kann laut Tähtinen nur die Repräsentantenversammlung entscheiden.
Als Nachfolgerin für Tähtinen wurde auf der Vorstandssitzung Margarita Bardich, Integrationsdezernentin und bisherige stellvertretende Vorsitzende im Kulturausschuss, gewählt. cs

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Mitten im Krieg mit Russland öffnet die Ukraine historische Geheimarchive. Für Forschende über die NS-Zeit und die Sowjetische Besatzungszone soll der Zugang erleichtert werden

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Südlibanon

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Nahost

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