Fußball

Oberhaus und Unterwelt

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Fußball: Tel Aviv feiert Erfolge, gegen Petah Tikwa wird ermittelt

Während Hapoel Tel Aviv sich souverän in die Zwischenrunde der Fußball-Europaliga gekickt hat, macht der abstiegsbedrohte Erstligist Hapoel Petah Tikwa gerade mit einem vom Vorstand vermutlich vorgetäuschten Diebstahl andere Schlagzeilen.
Mit 1:0 gegen den Hamburger SV wurde Tel Aviv Erster der Gruppe C der Europaliga. Nun geht es gegen den russischen Meister Rubin Kazan. Israelische Medien weisen aber daraufhin, dass im Februar 2010, wenn Hin- und Rückspiel stattfinden, in Kazan in der russischen Republik Tatarstan Temperaturen von minus 10 bis minus 15 Grad herrschen.
Sollten sich die nicht unbedingt an Kälte gewöhnten Hapoel-Kicker aber gegen Kazan durchsetzen, ginge es im Achtelfinale im März 2010 gegen den Sieger aus dem spanischen Villarreal oder den deutschen Meister VfL Wolfsburg.
Zu dem großen Erfolg von Hapoel Tel Aviv, zu dem die Erfolge von Maccabi Haifa in der Champions League passen, gesellt sich aber ein anderer Skandal des israelischen Fußballs: Gegen den Vorstand von Hapoel Petah Tikwa ermittelt die Polizei. In der vorvergangenen Woche hatte der Vorstand einen Einbruch in die Spielerkabine des Erstligisten gemeldet. Dort sollen die Trikots der ersten Mannschaft gestohlen worden sein.
Nun verdichtet sich der Verdacht, dass der Einbruch vorgetäuscht war. Der Verein hatte nämlich vergessen, das Logo der israelischen Lotto-Toto-Gesellschaft, die Sponsor der Ligat Ha’al ist, auf die Trikots zu drucken. Durch den – vermutlich – vorgetäuschten Trikotdiebstahl wäre man um eine Vertragsstrafe herumgekommen. Der israelische Fußballverband erklärte, er arbeite mit der Polizei zusammen.
Petah Tikwa steckt nach einer schlecht verlaufenen Saison auch in finanziellen Schwierigkeiten. Mit Eli Mahfoud wurde schon der dritte Trainer in der laufenden Saison präsentiert. Um den Abstieg noch abzuwenden, sollen auch neue Spieler verpflichtet werden. Bei der Präsentation des neuen Trainers kam es zu lauten Fan-Protesten. Martin Krauß

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