Köln

Nacht der guten Taten

»Jedes Kind, das zur Welt kommt, ist ein besonderes Licht.« Mit diesen ebenso schlichten wie eindringlichen Worten schlug Sarah Brukner die Brücke zwischen dem Lichterfest Chanukka und dem Wohltätigkeitsball der Kölner Gruppe der Women’s International Zionist Organization (WIZO).

»Jedes dieser Lichter verkündet uns etwas, wir müssen sie sehen«, ergänzte die Frau des Gemeinderabbiners der Kölner Synagogen-Gemeinde. Wer fühlte sich unter den rund 270 Gästen nicht berührt, als sie ihre Ansprache vor dem Entzünden der Kerzen mit dem Hinweis abschloss: »Jeder Mensch muss um sein Licht in der Welt wissen.«

TRADITION Die zionistische Frauenorganisation in Köln hatte am Samstagabend in die Wolkenburg zum traditionellen WIZO-Patenschaftsball eingeladen. Musikalisch unterstützt wurde die Ballnacht, die erst in den Morgenstunden endete, durch das fulminante Brüsseler »Orchestre Alexandre«.

Die beiden Fernsehmoderatoren Katja Burkard und Ralph Morgenstern führten durch den stimmungsvollen Abend, zu dem auch die stimmgewaltige 16-jährige Sängerin Sarah Jo ebenso beitrug wie die Formation »Die drei Liköre«.

Nachdem Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, die Kerzen des Leuchters entzündet hatte, erfüllte die Festgesellschaft den festlich dekorierten Saal der ehrwürdigen »Wolkenburg« mit dem Lied »Maos Zur«.

RAKETEN Doch neben Glamour und Musik vergaß Nicole Faktor, Vizepräsidentin der WIZO Deutschland, nicht zu erwähnen, wem dieser Abend gewidmet war, nämlich notleidenden Kindern in Israel, und betonte: »Wir leben in Deutschland sehr privilegiert und haben Sorgen, die oftmals gar keine Sorgen sind. In Israel wissen viele Kinder gar nicht, wie ihnen geschieht«, erinnerte sie beispielsweise an den August dieses Jahres. Damals wurden mehrere Hundert Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert.

Und die Kölner zeigten sich großzügig: 242 Kinder in Israel haben von nun an auf ihrem Lebensweg dank der Spenden für ein weiteres Jahr eine gute Perspektive. So viele Patenschaften wurden im Laufe der rauschenden Kölner Ballnacht übernommen.

Mehr dazu lesen Sie in der nächsten Printausgabe am Donnerstag.

Bündnis Sahra Wagenknecht

Mit einer Portion Antisemitismus gegen den Zionismus

Das Jugendbündnis im BSW hat einen Beschluss zum Zionismus gefasst, der aufhorchen lässt. Auf Instagram verwendete der Verband zudem antisemitische Bildsprache aus der NS-Zeit

von Michael Thaidigsmann  22.06.2026

Zeitgeschichte

Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

Der französisch-deutsche Schriftsteller sagte in einem Interview »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

 09.06.2026

Holocaust-Gedenken

Wagner und Mendel kritisieren Yad-Vashem-Entscheid

In Deutschland sollen zwei Niederlassungen der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem entstehen. Der jüdische Wissenschaftler Meron Mendel und der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, sehen das in Teilen kritisch

 29.05.2026

Reisen

Kein Parkplatz am Ben-Gurion-Flughafen

US-Militärjets blockieren 70 Prozent des Flughafens. Flüge fallen aus, Airlines bleiben weg und kurz vor dem Sommer herrscht große Unsicherheit

von Sabine Brandes  29.05.2026

Diplomatie

Israels Präsident begrüßt ersten Botschafter Somalilands

Als weltweit erstes Land hatte Israel vor einem halben Jahr die muslimisch geprägte Region im Norden Somalias als unabhängigen Staat anerkannt. Jetzt kommt der erste Botschafter nach Israel

 18.05.2026

Internationaler Strafgerichtshof

Bericht: Geheime internationale Haftbefehle gegen Ben-Gvir und andere

»Haaretz« berichtet über mögliche neue Schritte gegen mehrere israelische Minister und Militärvertreter

von Sabine Brandes  17.05.2026

Stuttgart

Die Vorfreude steigt

Die Jüdische Allgemeine berichtet weiterhin live von der Jewrovision. Die Jugendzentren sind inzwischen nach und nach angekommen, das Madrichim-Team empfängt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort. Die Vorfreude auf die Show steigt!

 15.05.2026

Genf

Döpfner fordert beim World Jewish Congress entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus

Mit Blick auf die Hamas-Massaker vom 7. Oktober kritisiert der Springer-Chef die Reaktion: »Unmittelbar nachdem die Bilder der Opfer zu sehen waren, begann die Verharmlosung.«

 12.05.2026

In eigener Sache

Wir suchen Verstärkung

Wir suchen zum 1. Juli 2026 einen Politik-Redakteur (m/w/d) in Vollzeit

 07.05.2026