Kunstwettbewerb

Kunst aus Berlin

Sieben jüdische Künstler stellen je drei Ar-
beiten aus. Fünf von ihnen präsentieren Bilder, zwei Fotoaufnahmen. Sie alle wohnen und leben in Berlin. Das ist das Konzept der Ausstellung »Made in Berlin – by Jewish artists«, die am vergangenen Donnerstag in der Galerie Patrice Vuillard im Hotel Hilton Berlin eröffnet wurde.
Die Ausstellung ist zugleich ein Wettbewerb, an dem prominente Juroren im Ok-tober den Sieger küren. Der Gewinner erhält neben einem Preis von 1.000 Euro eine Einzelausstellung in Berlin, Paris und wahrscheinlich auch in Tel Aviv.
Anfang Oktober findet zudem eine Versteigerung statt, für die jeder der sieben Künstler eines seiner Werke zur Verfügung stellt. Mit dem Erlös wird die Renovierung der Kinderklinik des Hadassah-Krankenhauses in Jerusalem mitfinanziert.
»Es ist wichtig zu zeigen, dass es in Deutschland und Europa weiterhin jüdisches Leben und jüdische Kunst gibt«, sagt der aus Frankreich stammende Galerist Patrice Vuillard.
Einer der ausstellenden Künstler, Tuvia Aram, betont, in seinen Bildern sei die jüdische Thematik von großer Bedeutung. Auf einem seiner Gemälde sind verschiedene Themen aus der Tora dargestellt. »In Israel gibt es zu viele junge Talente auf engstem Raum. Viele benutzen Berlin als Sprungbrett, um danach mit einer gewissen Be-
kanntheit nach Israel zurückzukehren«, sagt der Israeli, der seit über 20 Jahren in Deutschland lebt und arbeitet.
Seine Landsfrau Dafna Grossmann ist seit zwei Jahren in Berlin und hofft, dass diese Ausstellung ihre künstlerischen Fotoaufnahmen bekannter machen wird. Gerade für junge Künstler wie sie sei dies eine willkommene Möglichkeit, sich zu präsentieren. Lukas Dreifuss

Weimar

Verein will Gedenken an KZ-Außenlager stärken

Buchenwald war mehr als ein einzelnes NS-Konzentrationslager. Mehr als 100 Außenstandorte gehörten zu diesem Lagerkomplex. Längst nicht an alle wird heute erinnert – ein Verein will das ändern

 23.10.2026

Deutschland

Wie hält es die CDU in Sachsen-Anhalt mit der AfD?

AfD-Politiker Siegmund braucht drei Stimmen aus anderen Reihen, um Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt zu werden. Ein CDU-Abgeordneter stellt sich nun gegen die CDU-Fraktionslinie

von Christopher Kissmann  22.10.2026

Kino

Film über einen kreativen Geist

»Biermann« ist ein dokumentarisches Porträt des Liedermachers Wolf Biermann, der auch 50 Jahre nach seiner Ausbürgerung aus der DDR noch immer künstlerisch aktiv ist. Allerdings hat der Film auch Leerstellen

von Reinhard Kleber  22.10.2026

Siedlergewalt

Huldai: »Ich schäme mich und schweige nicht mehr«

Tel Avivs Bürgermeister verurteilt die Gewalt gegen palästinensische Olivenbauern und Journalisten scharf. Er warnt vor dem Zerfall rechtsstaatlicher und zionistischer Werte

von Sabine Brandes  22.10.2026

Schwerin

Schwesig wirbt für Bund-Länder-Gruppe zur Prüfung der AfD

Den verfassungsrechtlichen Umgang mit der AfD prüfen? Gut, findet Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin – und spricht sich für den Vorstoß eines CDU-Ministerpräsidenten aus

 22.10.2026

Nahost

Israels Armee erhöht Alarmbereitschaft vor den Wahlen

Vor der Wahl herrscht laut einem TV-Bericht die Sorge vor Anschlagsversuchen, mit denen Einfluss auf die Wahl genommen werden könnte. Der Militärchef ordnet umfassende Sicherheitsmaßnahmen an

 19.10.2026

Berlin

Zwei Parteien in Berlin entscheiden über Koalitionsgespräche

Nach teils zähen Sondierungen entscheiden Grüne und SPD in Berlin über Koalitionsgespräche mit der Linken. Aber aus den Reihen der Sozialdemokraten gibt es Zweifel und Kritik, auch aufgrund der Antisemitismus-Skandale bei der Linkspartei

 19.10.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Einmal Gastro, immer Gastro

von Margalit Edelstein  14.10.2026

7. Oktober

Steinmeier: Antisemitische Hetze unerträglich aufgeflammt

Der schlimmste Anschlag auf Jüdinnen und Juden seit der Schoa: Der Bundespräsident verurteilt den Hamas-Terror vom 7. Oktober 2023. Und blickt auch auf die Lage im Gazastreifen

 08.10.2026