Arbeitslosigkeit

Jobs für alle

Gute Nachrichten aus dem Amt für Statis-tik: Die Arbeitslosigkeit hat ihren niedrigs-ten Stand seit 24 Jahren erreicht. Im zweiten Quartal von 2008 fiel die Quote mit 5,9 Prozent unter die magische Sechs. Damit sind weniger als 175.000 Menschen in Is-
rael ohne Job.
Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von 1,7 Prozent. Damit zeigt sich die Wirtschaft im sechsten Jahr in Folge stabil, mit einer Steigerungsrate von mehr als fünf Prozent jährlich. Stark wie nie sind die Exporte, technische und chemische Produkte inklusive. Yarom Ariav, Generaldirektor des Finanzministeriums, warnte jedoch vor zu viel Optimismus: »Die Unsicherheiten des Marktes sind immens.« Es könne sein, dass sich dieser Trend auf sein Ende zu bewegt.
Bei den männlichen Arbeitssuchenden sind die Zahlen niedriger als bei den Frauen: 5,7 Prozent der Israelis haben keine Be-
schäftigung, während es bei den Israelinnen 6,2 sind.
Besonders gut ist die Beschäftigungssituation im Zentrum. In Tel Aviv etwa lag die Anzahl der Jobsuchenden bei lediglich 4,3 Prozent, gab das Statistische Amt in Jerusalem bekannt.
Als Arbeitslose bezeichnen die Behörden all jene, die sich aktiv um eine Arbeit bemühen. Anfang des Jahres noch gehörte Aviva Kohen aus Hadera dazu. Nach vielen Jahren hatte die 52-Jährige ihre Festanstellung in einem Büro verloren. Sechs Monate lang war sie arbeitslos, dann hatte sie die Nase gehörig voll. »Es ist furchtbar, keine richtige Aufgabe zu haben. Aber ich merkte, dass ich auf die gewöhnliche Art nicht weiterkomme. Vielen Arbeitgebern war ich schlicht zu alt«, erzählt sie. Also entwickelte Kohen Eigeninitiative. Rechtzeitig vor Schulbeginn eröffnete sie eine Nachmittagsbetreuung für Schulkinder in ihrem Privathaus. Mittlerweile hat sie Anmeldungen von sechs Schülern und freut sich auf die Herausforderung.
Premierminister Ehud Olmert ist überzeugt, die Wirtschaft sei momentan dank der Maßnahmen seiner Regierung sehr stark: »Die Zahlen unterstreichen nur, was wir schon wissen: Unsere Politik hilft da-
bei, dass die Wirtschaft stetig wächst und gleichzeitig soziale Gräben verkleinert werden.« Im vergangenen Jahr hatte Olmert die sogenannte sozial-ökonomische Agenda 2008–2010 auf den Weg gebracht. Maßnahmen sind unter anderem die Unterstützung traditioneller Industriezweige und der Landwirtschaft, der besondere Fokus auf sozial schwache Gruppen wie Ultra-Orthodoxe und arabische Frauen, die Durchsetzung von Arbeitsrecht sowie die Reduzierung der Anzahl von Fremdarbeitern im Land. Sabine Brandes

Nahost

Israels Armee erhöht Alarmbereitschaft vor den Wahlen

Vor der Wahl herrscht laut einem TV-Bericht die Sorge vor Anschlagsversuchen, mit denen Einfluss auf die Wahl genommen werden könnte. Der Militärchef ordnet umfassende Sicherheitsmaßnahmen an

 19.10.2026

Berlin

Zwei Parteien in Berlin entscheiden über Koalitionsgespräche

Nach teils zähen Sondierungen entscheiden Grüne und SPD in Berlin über Koalitionsgespräche mit der Linken. Aber aus den Reihen der Sozialdemokraten gibt es Zweifel und Kritik, auch aufgrund der Antisemitismus-Skandale bei der Linkspartei

 19.10.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Einmal Gastro, immer Gastro

von Margalit Edelstein  14.10.2026

7. Oktober

Steinmeier: Antisemitische Hetze unerträglich aufgeflammt

Der schlimmste Anschlag auf Jüdinnen und Juden seit der Schoa: Der Bundespräsident verurteilt den Hamas-Terror vom 7. Oktober 2023. Und blickt auch auf die Lage im Gazastreifen

 08.10.2026

Terror

US-Präsident Trump glaubt, dass Iran hinter Flydubai-Attentat steckt

Noch ist unklar, ob und zu welchen ausländischen Organisationen der Attentäter Verbindungen hatte

 06.10.2026

Ein strategischer Bomber der US Air Force vom Typ B-1B Lancer auf dem Stützüpunkt Fairford in England (Archivbild)

Washington

Nach Anschlagsdrohung: B1-Bomber in die USA zurückverlegt

Das US-Militär hatte einige seiner Bomber wegen des Iran-Krieges nach Großbritannien verlegt. Nun wurden diese nach einem Vorfall am Stützpunkt wieder in die USA zurückbeordert. Die Frage ist: Warum?

 05.10.2026

Studie

»Neue antisemitische Normalität«: 7. Oktober für Juden in Deutschland biografische Zäsur

Eine wissenschaftliche Untersuchung zeigt, wie der Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 das Leben von Jüdinnen und Juden in Deutschland verändert hat. Die Befragten berichten von einer »neuen antisemitischen Normalität«, wachsendem Misstrauen und Ausgrenzung

 05.10.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  03.10.2026

Eisenach/Karlsruhe/Unna/Hagen

Mutmaßliches IS-Mitglied in Thüringen festgenommen

Der Verdächtige soll laut Bundesanwaltschaft für den IS als bewaffneter Militärpolizist tätig gewesen sein. Auch bei drei anderen Männern besteht der Verdacht auf Nähe zu der Terrororganisation

 02.10.2026