Cilly Kugelmann

»Gummibärchen und Jeans kommen gut an«

»Gummibärchen und Jeans kommen gut an«

Cilly Kugelmann über Schüler,
Geschichte und eine Bustour

Frau Kugelmann, seit über einem Monat fahren Mitarbeiter des Jüdischen Museums Berlin mit einem Informationsbus durch Deutschland, um Schulen zu besuchen. Was bezwecken Sie damit?
kugelmann: Wir möchten für das pädagogische Angebot unseres Museums werben. Fast jede Klasse fährt irgendwann einmal nach Berlin. Wir wollen, dass diese Schüler auch uns besuchen. Es geht uns darum zu zeigen, dass das Jüdische Museum kein Holocaustmuseum ist, sondern ein Museum für die Geschichte der deutschen Juden und der Juden in Deutschland im Zeitraum vom 4. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Was interessiert die Schüler?
kugelmann: Sie interessieren sich vor allem für die Objekte unserer mobilen Ausstellung, die einen Bezug zu ihrer eigenen Lebenswelt haben: Koschere Gummibärchen und Levi’s-Jeans kommen immer gut an. Neugierig sind die Schüler auch auf Geschichten über jüdische Kindheit und Jugend in Deutschland nach 1945.

Die Schulen mussten sich zuvor bewerben. Teilnehmen konnten nur Einrichtungen in Thüringen und vier westlichen Bundesländern. Warum nicht Brandenburg oder Sachsen-Anhalt – Länder, in denen es großen Bedarf an Wissen über jüdische Geschichte gibt?
kugelmann: Das ist erst der Anfang, langfristig stehen auch die anderen Bundesländer auf dem Programm. Aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt kommen schon relativ viele Schüler in unser Museum. Wir wollen uns dort bekannt machen, wo man noch nicht so viel von uns weiß: in Orten, die von Berlin weit entfernt sind. Und Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bremen, Thüringen und Bayern eignen sich besonders gut für unsere Aktion, weil die Sommerferien dort in diesem Jahr nacheinander beginnen.

In Bayern, wo der Bus diese Woche auf seiner letzten Station durchs Land tourt, gibt es eigene lokale jüdische Museen: in München, Fürth und Augsburg. Machen Sie denen nicht Konkurrenz?
kugelmann: Im Gegenteil: Wenn wir unser Programm dort vorstellen, wird dies auch auf die lokalen jüdischen Museen ausstrahlen. Es geht uns darum, bekannt zu machen, dass es in Deutschland überhaupt jüdische Museen gibt.

Mit der Programmdirektorin des Jüdischen Museums Berlin sprach Tobias Kühn.

Die Universität Pennsylvania will nicht auf die Forderung eingehen, Daten jüdischer Mitarbeitenden zu veröffentlichen.

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Die Universität Pennsylvania wehrt sich gegen die Forderung, persönliche Daten jüdischer Mitarbeitender auszuhändigen. Der Fall wird vor einem US-Bundesgericht verhandelt.

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