Hadassah Krankenhaus

Gegen das Trauma

»Für Kinder Grenzen überwinden« ist der Name des Gemeinschaftsprojekts von der Nicolaidis Stiftung und Hadassah International zugunsten traumatisierter Kinder. Vorgestellt wurde es im Café Palmenhof im Schlosspark Nymphenburg. Unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit und Nationalität werden die Kinder unterstützt und lernen mit den traumatischen Erlebnissen zurechtzukommen.
Rund 120 Gäste nutzten die Gelegenheit, sich von Hadas Freud vom Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem über die Arbeit mit den Kindern informieren zu lassen. S. H. Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe konnte als Schirmherr unter anderen Karl Freller von der Stiftung Bayerische Gedenkstätten sowie den Münchner Medizinprofessor Thomas Ruzicka begrüßen, Der Direktor der Dermatologischen Universitätsklinik an der Thalkirchner Straße ist engagierter Präsident der »Deutschen Freunde der Hadassah Medical Relief Association«. Martina Münch-Nicolaidis hat nach dem Tod ihres Mannes eine gemeinnützige Stiftung ins Leben gerufen, die für die Belange junger Witwen und Witwer und deren Kinder eintritt. Zu den Hilfsangeboten gehören Selbsthilfegruppen, Trauerbegleitung, finanzielle und rechtliche Beratung und spezielle Projekte für Kinder und Jugendliche. Ein breites Netzwerk mit anderen Organisationen hilft dabei. Terror und Krieg machen auch in Israel immer wieder Kinder zu Waisen. Häufig sind diese schwer traumatisiert. In der Traumatherapie gilt das Hadassah Medical Center als Vorreiter in Israel. Für ihre unabhängige, jedem offenstehende Behandlung war die Klinik 2005 für den Friedensnobelpreis nominiert. Gemeinsam wollen das Hadassah Medical Center Jerusalem und Martina Münch-Nicolaidis ein deutsch-israelisches Expertennetz aufbauen. Die traumatisierten Kinder sollen sich darüber hinaus auch untereinander über Grenzen hinweg austauschen können. Nach dem Vorbild der deutschen Stiftung (www.nico-und-nicola.de) soll zunächst ein Online-Portal entstehen.

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