Sachsen-Anhalt

Fünf Stolpersteine in Magdeburg gestohlen

In der Landeshauptstadt wurde erst vor wenigen Tagen der 800. Stolperstein verlegt (Archivfoto) Foto: picture alliance/dpa

In Magdeburg sind Stolpersteine gestohlen worden,
die an Opfer der NS-Zeit erinnern. Bereits am Dienstag habe ein
Mitarbeiter der Stadtverwaltung bemerkt, dass fünf von sieben
Steinen, die im Hohenstaufenring verlegt waren, entwendet worden
seien. Das teilten die Stadt sowie das Polizeirevier Magdeburg am
Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Nach aktuellem Ermittlungsstand könne der Tatzeitraum auf den 1.
April zwischen 10 und 18 Uhr eingegrenzt werden, hieß es. Der
Staatsschutz sucht nach Zeugen, die Angaben zum Tathergang machen
können.

Zudem ruft die Stadt zu Spenden auf, um das Stolperstein-Projekt
weiterhin finanzieren zu können. Erst vor wenigen Tagen wurde in der
Stadt der 800. Stolperstein verlegt.

Die zehn mal zehn Zentimeter großen Betonquader sind im
Bodenpflaster vor ehemaligen Wohnhäusern und Wirkungsstätten von
Opfern des Nationalsozialismus eingelassen. Auf der Messingoberfläche
sind die Namen und biografischen Daten der Opfer, der Zeitpunkt der
Deportation und der Deportationsort eingraviert.

In Magdeburg kümmert sich die Arbeitsgruppe »Stolpersteine für
Magdeburg« um die Verlegung. 2007 wurde demnach der erste Gedenkstein für den früheren Magdeburger Bürgermeister Herbert Goldschmidt (geb. 1890) verlegt, der 1943 im Konzentrationslager Riga ermordet wurde. epd

In eigener Sache

Volontär/in gesucht

Wir suchen zum 15. Oktober 2026 einen Volontär (m/w/d) in Vollzeit

 06.07.2026

Holzstörche zur Geburt in Niederösterreich. Noch immer werden neben den klassischen Namen viele biblische Namen den Kindern gegeben.

Statistik

Diese hebräischen Vornamen in Österreich sind am beliebtesten

Österreichische Eltern wählen gern Klassiker. Unter den Top Ten sind auch viele Namen biblischen Ursprungs

von Nicole Dreyfus  04.07.2026

Bundesamt für Statistik

Dieser hebräische Vorname ist am beliebtesten bei Schweizer Eltern

Auch in der Schweiz wählen Eltern weiterhin häufig biblische Namen für ihr Neugeborenes

von Nicole Dreyfus  04.07.2026 Aktualisiert

Erhebung

Dieser hebräische Babyname ist in Deutschland am beliebtesten

Welche Namen geben Eltern ihren Sprösslingen in diesem Jahr am liebsten? In welchen Bundesländern gibt es Abweichungen?

 04.07.2026 Aktualisiert

Doha

Indirekte Gespräche zwischen Iran und USA sollen begonnen haben

Die Lage zwischen den USA und dem Iran bleibt weiter angespannt. Dennoch laufen nun Gespräche im Golfstaat Katar

 01.07.2026

Diplomatie

»25 Gründe, warum ich Israel vermisse«

Der deutsche Botschafter Steffen Seibert verlässt in wenigen Tagen nach vier Jahren das Land und kehrt zurück nach Berlin

von Sabine Brandes  30.06.2026

Resümee

Felix Klein: Lebensqualität für Juden hat sich verschlechtert

Nach acht Jahren im Amt wechselt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, im August den Job. Auf seine Amtszeit blickt der 58-Jährige mit gemischten Gefühlen zurück

von Corinna Buschow, Markus Geiler  29.06.2026

Bündnis Sahra Wagenknecht

Mit einer Portion Antisemitismus gegen den Zionismus

Das Jugendbündnis im BSW hat einen Beschluss zum Zionismus gefasst, der aufhorchen lässt. Auf Instagram verwendete der Verband zudem antisemitische Bildsprache aus der NS-Zeit

von Michael Thaidigsmann  22.06.2026

Zeitgeschichte

Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

Der französisch-deutsche Schriftsteller sagte in einem Interview »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

 09.06.2026