Maccabi München

Flip, Sidespin und Elfmeter

von Louis Gendler
und Miryam Gümbel

In rund einem Monat fängt bei Maccabi München die Sommersaison an – mit einem großen Opening am Sonntag, 3. Mai. Doch auch während der Wintermonate waren die Sportler aktiv. Mit Ausnahme vom Tennis hat der Sportverein es geschafft, das ganze Programm in der Fred-Brauner-Sporthalle im IKG-Gemeindezentrum am Jakobsplatz und in anderen Hallen zu absolvieren.
Einer der Höhepunkte war vor knapp zwei Wochen ein Tischtennisturnier. Diese Sportart hat sich in den zurückliegenden Monaten wieder bei Maccabi-München etabliert. Während auf dem Freigelände in der Sommersaison auch hobbymäßig auf zwei Platten gespielt werden kann, geht es das ganze Jahr über in der Turnhalle regelmäßig zur Sache. Trainingszeiten für Erwachsene sind jeweils Dienstag und Donnerstag von 19.00 bis 21.30 Uhr. Feste Zeiten für die Jugendlichen werden noch festgelegt. Mit den Aktiven will Trainer Marcel Rosenfeld nun wieder an vergangene erfolgreiche Tischtennis-Zeiten bei Maccabi anknüpfen. Ein nunmehr drittes internes Turnier zeigte das vorhandene Poten- zial. Gespielt wurde in zwei Gruppen: Jugend und Erwachsene. Eine Damenmannschaft soll das nächste Mal mit dabei sein.
Der Wettbewerb erinnerte als Arnaud-Szafran-Turnier an den erfolgreichen Münchner, der in früheren Jahren zur Maccabi-Tischtennis-Stammmannschaft gehörte. Die Freude über spannende Spiele und den neuen Schwung in dieser Abteilung war groß, auch bei Maccabi-Ehrenpräsident Fred Brauner. Er überreichte dem Nachwuchs gemeinsam mit Maccabi-Präsident Robby Rajber mit anerkennenden und aufmunternden Worten die Urkunden und Pokale. Organisator Jossi Kaufman bezeichnete das Turnier als Anküpfungspunkt an frühere erfolgreiche Zeiten: »Damals waren wir bei Maccabi die erfolgreichste Abteilung!«
Zur Erfolgsgeschichte von Maccabi München gehört seit Langem der Fußball. Besonders stolz ist die Vereinsführung, dass der ligafähige Fußballplatz nun Gestalt angenommen hat. Der Rasen muss allerdings noch wachsen und spieltauglich werden. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass der Platz ab dem Spätsommer genutzt werden kann. Dann werden die Erwachsenen ihre Liga-Spiele endlich auch auf heimischem Gelände austragen. Besonders glücklich ist der Verein auf die Flutlichtanlage, die eine weit größere Flexibilität als bisher im Spielbetrieb erlaubt. Der Maccabi-Vorstand denkt bereits jetzt über eine angemessene Einweihungsfeier der neuen Anlage nach.
Da werden dann vielleicht auch die neuen Freunde vom 1. FC Nürnberg dabei sein. Am vergangenen Wochenende ging Maccabi München eine Patenschaft mit dem Nürnberger Sportverein ein. Zusammengekommen waren die beiden Vereine am vergangenen Wochenende im oberfränkischen Marktleugast. Hier trafen sich 27 Jugend-Fußballmannschaften aus Deutschland, Kroatien, Österreich und Polen zu einem Freundschaftsturnier.
Dieses Freundschaftsturnier geht auf eine Idee des früheren Erfolgstrainers Adi Pinter zurück. Heute arbeitet Pinter als Mentalcoach und setzt sich insbesondere für Kinder ein. Die Motivation für das Turnier erklärt er auf seiner Internetseite mit den Erfahrungen aus seiner eigenen Kindheit, die er in einem Waisenhaus verbrachte, und dem lebensbedrohlichen Schicksal vieler Kinder in aller Welt.
Auf Maccabi München sind die Veranstalter des Freundschaftsturniers aufmerksam geworden, weil der Münchner Sportverein im vergangenen Sommer in Berlin am 28. Mai, dem Tag des Grundgesetzes, von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble als »Botschafter für Demokratie und Toleranz« ausgezeichnet wor den ist. Dass Maccabi München ebenso wie die Initiative von Adi Pinter für Frieden und ein Miteinander auch außerhalb des Fußballfeldes stehen, unterstrich Maccabi-Präsident Robby Rajber bei seiner Dankesrede in Oberfranken.
Spiele und ein Rahmenprogramm, das viel Raum für ein Kennenlernen und Begegnungen bot, beeindruckten die jungen Sportler ebenso wie ihre Begleiter und Betreuer. Berührt waren die Münchner, als die Feier zu dem Jugendturnier mit dem Lied »Schalom Alechem« eröffnet wurde, vorgetragen von einer Hip-Hop-Gruppe. Vereinsmanager Maurice Schreibmann, der bei Maccabi das sportliche Engagement mit Musik als verbindendem Element ergänzt, sah sich dabei auch mit dem vom ihm initiierten Maccabi-Programm »Music für Goals« bestätigt.
Doch im Mittelpunkt des Wochenendes Stand der Sport. Die Konkurrenz der Mannschaften von E- und F-Jugend war groß, die Münchner erreichten keine vorderen Plätze.
Sieger bei der F-Jugend wurde NK Spansko aus Kroatien. Bei den Spielen der E-Jugend gewannen die Jugendlichen vom Nürnberger 1. FC. Als es am Sonntagnachmittag zur Preisverleihung und Siegerehrung kam, waren alle stolz: Schließlich bekam jeder Teilnehmer eine Medaille. Für die beiden Münchner Mannschaften gab es noch eine Überraschung: Die F-Jugend bekam einen besonderen Pokal: Sie wurden als die fairste Mannschaft im Turnier ausgezeichnet. Und auch bei der E-Jugend wurde Maccabi-Torwart Eden Haluzy als bester Keeper geehrt. Klar, dass sich da die zwanzig jungen Fußballer auf der Rückfahrt nach München lange über das Turnier und die die neu geknüpften Freundschaften unterhielten.

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