Rabbiner Michael Menis sel. A.

»Er wird Berlin fehlen«

Seine letzten Gedanken galten der Barmizwa seines Sohnes Daniel. Seinem behandelnden Arzt erzählte er noch von Einzelheiten der bevorstehenden Feier, dann versagte sein Herz. Rabbiner Michael Menis sel. A. verstarb plötzlich und unerwartet am Sonntag vergangener Woche in seiner Berliner Wohnung. Am Mittwoch wurde er in Jerusalem zu Grabe getragen. Viele Freunde, Verwandte und Bekannte, darunter auch der Gründer der israelischen Hilfsorganisation ZAKA, Yehuda Meshi Zahaw, begleiteten ihn auf seinem letzten Weg.
»Bis zur letzten Sekunde auf dieser Welt hat er an andere gedacht, und seinen Glauben gelebt«, sagte Rabbiner Yehuda Teichtal am Mittwoch bei einer kleinen Gedenkfeier in der Synagoge Münstersche Straße. Hier hatte Menis gebetet, auch in der Synagoge Joachimstaler Straße hatte er Gottesdienste besucht. Rabbiner Ehrenberg über den Verstorbenen: »Er war ein sehr frommer Mensch. Unsere Gemeinde hat er mit seiner Weisheit bereichert. Er wird Berlin fehlen, wir werden ihn vermissen.«
Rabbiner Menis wurde nur 49 Jahre alt. Er hinterlässt seine Frau Truma und fünf Kinder. Da sich die Familie in einer schweren finanziellen Notlage befindet, begann in der Gemeinde sofort eine Sammelaktion. Unter anderem haben Beter des sefardischen Minjans und Schüler der Heinz-Galinski-Schule Geld gespendet. Weitere Spenden werden vom Jüdischen Bildungszentrum (Telefon 030/ 212 808 30) an die Familie weitergeleitet, wo im Angedenken an Rabbiner Menis in Kürze auch mit dem Schreiben einer Torarolle begonnen werden soll. Und dort soll Daniel Menis auch bald seine Barmizwa feiern – ganz im Sinne seiner Vaters. ddk

Brandenburg

Generalstaatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen nach Anschlag auf Büttner

Nach dem Brandanschlag und die Morddrohung gegen den Antisemitismusbeauftragten haben die Ermittler eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro für Hinweise ausgesetzt

 07.01.2026

Potsdam

Antisemitismusbeauftragter erhöht Sicherheitsvorkehrungen

Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner ist immer wieder Drohungen ausgesetzt. Nach einem Brandanschlag und einer Morddrohung per Brief verschärft er nun Sicherheitsmaßnahmen. Die Solidaritätsbekundungen für ihn reißen nicht ab

 07.01.2026

Westjordanland

Netanjahu schreibt Siedlergewalt einer »Handvoll Kids« zu

Nach Kritik der Trump-Regierung an Israels Vorgehen in der Westbank wiegelt Israels Premierminister ab - und zieht noch mehr Kritik auf sich

 01.01.2026

Israel

Israel führt Gedenktag für marokkanische Juden ein

Die Knesset hat beschlossen, einen Tag zur Erinnerung an die marokkanisch-jüdische Einwanderung zu schaffen

 31.12.2025

Gaza

37 Hilfsorganisationen in Gaza und im Westjordanland droht Lizenz-Entzug

Israel will sich vor Terrorverbindungen in Hilfsorganisationen schützen. Die Einrichtungen warnen vor humanitären Konsequenzen

 31.12.2025

Bulletin

Terrorangriff in Sydney: 20 Verletzte weiter im Krankenhaus

Fünf Patienten befinden sich nach Angaben der Gesundheitsbehörden in kritischem Zustand

 17.12.2025

Terror

Polizei: 9 Tote bei Angriff in Sydney

Was bislang bekannt ist - und was nicht

 14.12.2025

Sydney

Jewish organizations decry the »scourge« of antisemitism

This time the focus is on Australia. It is hosting a conference of the international Jewish initiative »J7.« The group is presenting figures on Jew-hatred on the continent – and speaks of historic highs.

von Leticia Witte  03.12.2025

Kino

Blick auf die Denkerin

50 Jahre nach Hannah Arendts Tod beleuchtet eine Doku das Leben der Philosophin

von Jens Balkenborg  02.12.2025