Impfstoff

»Ein gemeinsamer Nenner aller Viren«

»Ein gemeinsamer Nenner aller Viren«
Tamar Ben-Yedidia über einen neuen Impfstoff

Frau Ben-Yedidia, Sie entwickeln einen Impfstoff, der gegen mehrere Grippeviren zugleich schützen soll. Darunter auch die Vogel- und die Schweinegrippe sowie die gewöhnliche Influenza. Wie funktioniert das Wundermittel?
Bei unserem Mittel legen wir den Schwerpunkt auf den gemeinsamen Nenner aller Viren. Viren verändern sich ständig, so dass jedes Jahr ein neuer Impfstoff hergestellt werden muss. Je mehr sich das Oberflächenprotein eines Virus verändert, desto weniger ist der Mensch geschützt. Der Impfstoff von BiondVax indes basiert auf konservierten Epitopen, also spezifischen Regionen eines Antigens, die in den meisten Grippeviren zu finden sind. Durch sie wird das menschliche Immunsystem langfristig gegen bekannte und zukünftige Grippeviren aktiviert.

Ist es ein Zufall, dass man gerade in Zeiten der Schweinegrippe von Ihrem neuen Impfstoff hört?
Das ist wirklich ein Zufall. Wir arbeiten bereits seit 15 Jahren an dieser Methode. Als die Versuche begannen, gab es weder die Schweine- noch die Vogelgrippe.

Ihre Firma BiondVax Pharmaceuticals hält die weltweite Exklusivlizenz, um diesen Impfstoff zu entwickeln, herzustellen und zu vertreiben. Wie soll er von Israel aus in die ganze Welt gelangen?
Erst einmal müssen wir die klinischen Versuche durchführen, um überhaupt auf die Stufe des Vertreibens und Vermarktens zu gelangen. Danach werden wir wohl mit einem großen Pharmaunternehmen kooperieren.

Wann kann die Welt damit rechnen, in den Genuss des Universalmittels zu kommen?
Das braucht noch Zeit. Drei bis fünf Jahre schätzungsweise. Denn wir müssen auf Nummer sicher gehen, dass der Impfstoff völlig in Ordnung ist und vorher Tausenden von Probanden das Mittel verabreichen. So können schwerwiegende Nebenwirkungen ausgeschlossen werden.

Viele Leute sind wegen der eventuellen Nebenwirkungen von Impfstoffen verunsichert. Sollen die Menschen auf Ihr Universalmittel warten oder sich jetzt mit den gewöhnlichen Stoffen impfen lassen?
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Bedenken und lassen Sie sich auf jeden Fall jetzt impfen, wenn der Arzt dazu rät. Spielen Sie nicht mit Ihrer Gesundheit!

Mit der Leiterin der Abteilung Forschung und Entwicklung der israelischen Firma BiondVax Pharmaceuticals sprach Sabine Brandes.

Holzstörche zur Geburt in Niederösterreich. Noch immer werden neben den klassischen Namen viele biblische Namen den Kindern gegeben.

Statistik

Diese hebräischen Vornamen in Österreich sind am beliebtesten

Österreichische Eltern wählen gern Klassiker. Unter den Top Ten sind auch viele Namen biblischen Ursprungs

von Nicole Dreyfus  04.07.2026

Bundesamt für Statistik

Dieser hebräische Vorname ist am beliebtesten bei Schweizer Eltern

Auch in der Schweiz wählen Eltern weiterhin häufig biblische Namen für ihr Neugeborenes

von Nicole Dreyfus  04.07.2026 Aktualisiert

Erhebung

Dieser hebräische Babyname ist in Deutschland am beliebtesten

Welche Namen geben Eltern ihren Sprösslingen in diesem Jahr am liebsten? In welchen Bundesländern gibt es Abweichungen?

 04.07.2026 Aktualisiert

Doha

Indirekte Gespräche zwischen Iran und USA sollen begonnen haben

Die Lage zwischen den USA und dem Iran bleibt weiter angespannt. Dennoch laufen nun Gespräche im Golfstaat Katar

 01.07.2026

Diplomatie

»25 Gründe, warum ich Israel vermisse«

Der deutsche Botschafter Steffen Seibert verlässt in wenigen Tagen nach vier Jahren das Land und kehrt zurück nach Berlin

von Sabine Brandes  30.06.2026

Resümee

Felix Klein: Lebensqualität für Juden hat sich verschlechtert

Nach acht Jahren im Amt wechselt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, im August den Job. Auf seine Amtszeit blickt der 58-Jährige mit gemischten Gefühlen zurück

von Corinna Buschow, Markus Geiler  29.06.2026

Bündnis Sahra Wagenknecht

Mit einer Portion Antisemitismus gegen den Zionismus

Das Jugendbündnis im BSW hat einen Beschluss zum Zionismus gefasst, der aufhorchen lässt. Auf Instagram verwendete der Verband zudem antisemitische Bildsprache aus der NS-Zeit

von Michael Thaidigsmann  22.06.2026

Zeitgeschichte

Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

Der französisch-deutsche Schriftsteller sagte in einem Interview »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

 09.06.2026

Holocaust-Gedenken

Wagner und Mendel kritisieren Yad-Vashem-Entscheid

In Deutschland sollen zwei Niederlassungen der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem entstehen. Der jüdische Wissenschaftler Meron Mendel und der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, sehen das in Teilen kritisch

 29.05.2026