Analyse

»Der Iran hat nicht die Schlagkraft«

Die Revolutionsgarden (IRGC) sind die Eliteeinheit der Streitkräfte im Iran Foto: imago images / ZUMA Press

Der Iran kann den Angriffen von Israel und den USA aus Sicht des Politologen Maximilian Terhalle militärisch wenig entgegensetzen. »Seit den Angriffen im vorigen Sommer scheint der Iran seine Luftabwehr nicht wesentlich gestärkt zu haben«, sagt der Experte von der kalifornischen Stanford University.

»Die Iraner versuchen zwar, überall dort anzugreifen, wo die Amerikaner im Nahen Osten stationiert sind«, aber das seien eher Nadelstiche. »Der Iran hat nicht die Schlagkraft, die Amerikaner zu schwächen«, so Terhalle weiter.

Stattdessen sieht der Politikwissenschaftler durchaus die Möglichkeit, dass die gemeinsamen Angriffe der israelischen und der US-Armee die iranische Regierung stürzen könnten. »Die Chance, die wesentlichen Elemente der Elite auszuschalten, ist durchaus gegeben. Aber ob das ausreicht, um die Revolution auf die Straße zu bringen, bleibt abzuwarten.«

Mit Spannung beobachte er die Reaktionen von Russland und China in dem Konflikt, so Terhalle weiter. »In der Stunde der Entscheidung sehen wir keine Unterstützung aus Moskau und Peking für das Regime. Putin scheint der Zugang zu Trump wichtiger zu sein als der Iran.« dpa/ja

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