Bar- und Batmizwa

Das erste Mal am Jakobsplatz

Das neue Gemeindezentrum ist nicht nur ein architektonisches Highlight im Münchner Stadtbild. Es bietet den Gemeindemitgliedern auch einen würdigen und attraktiven Rahmen für vielfältige Aktivitäten. Dass diese Möglichkeit gern wahrgenommen wird, unterstreichen auch die ersten Simches, die bereits in den ersten Wochen nach der Eröffnung hier stattgefunden haben: Sholom Ber Diskin und Raphael Ralph Goldberg feierten hier ihre Barmizwa mit jeweils mehreren hundert Gästen. Vor einigen Tagen fand die erste Batmizwa statt: Liron Bauer.
Nur wenige Tage nach der Eröffnung der Synagoge hatte die Familie des Münchner Chabad-Rabbiners Israel Diskin in den Gemeindesaal eingeladen. Die Großeltern von Sholom Ber und viele Verwandte waren aus Israel und aus New York angereist. Die Münchner Kultusgemeinde sollte teilhaben an dieser Simche. Dabei ließen sie sich nicht nur von der Atmosphäre, dem Essen und der Musik von Leibele Lipsker und Mendy Jerufi begeistern. Sie lauschten mit Respekt und Bewunderung auch den Ausführungen von Sholom Ber zur Bedeutung des Anlegens der Teffilin. Dabei trug der 13-Jährige die mystischen Erklärungen aus der chassidischen Philosophie und dem Gedankengut der Lubawitscher vor.
Am ersten Chanukka-Tag fand die erste Barmizwa in der Ohel-Jakob-Synagoge statt, für Ralph Goldberg. Sie war auch ein Stück Beweis für das Zusammenwachsen der Gemeinde. Bei der anschließenden Feier der Zuwandererfamilie Benno und Laura Goldberg spielten die Geschwister Viktor und Diana für ihren Bruder am Klavier, für die allgemeine Unterhaltung sorgte die Band Eduard Klovsky. Besonders gefeiert wurde Ralph von seiner Gruppe der Zionistischen Jugend (ZJD), die eigens für ihn ein kleines Theaterstück aufführte. Für Gemeinderabbiner Steven Langnas bedeutete diese Feier ein Stück Kontinuität – und eine Quelle der Freude.
Für Liron Bauer war der vergangene Erev Schabbat in vielerlei Hinsicht ein besonderer Tag: In der Synagoge erhielt sie den Segen von Rabbiner Elias Dray. Vorbereitet im Bat Mizwa-Club von Chani Diskin, hielt sie einen Vortrag zur Parascha über die drei bedeutenden Frauen Jochewed, Mirjam und Zippora. Anschließend feierte sie gemeinsam mit ihren Eltern Dorothea und Markus, ihrer Schwester und vielen Gästen im Hubert-Burda-Saal ihr Fest. gue

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