Berlin

CDU-Fraktionschef sieht Krise des Zusammenhalts

Dirk Stettner (CDU) Foto: picture alliance/dpa

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion in Berlin, Dirk Stettner, sieht trotz eines umstrittenen Kürzungsplans des Berliner Senats von drei Milliarden Euro fürs nächste Jahr keine Haushaltskrise in der Hauptstadt. »Beim Haushalt haben wir keine Krise, da gibt es Probleme«, sagte Stettner am Mittwochabend beim kirchenpolitischen Empfang der CDU-Fraktion Berlin im Centrum Judaicum. Schwerwiegender sei indes die anhaltende Krise des gesellschaftlichen Zusammenhalts: »Wir haben auf diesem Feld Dinge erlebt, die wir seit Jahrzehnten nicht erlebt haben und nicht erleben dürfen.«

Antisemitische Vorfälle haben seit dem Überfall der palästinensischen Terrorgruppe Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 auch in Berlin deutlich zugenommen.

Kein »24/7-Schutz« möglich

Stettner räumte ein, dass es für die jüdischen Einrichtungen in der Hauptstadt trotz erhöhten Sicherheitsaufkommens keinen »24/7-Schutz« geben könne. Dabei betonte er, wie wichtig es sei, öffentlich Solidarität mit dem Judentum und Israel zu zeigen, wenn »vermeintliche Demonstranten« Juden jagten.

Mit Blick auf den zu Jahresbeginn vom Berliner Kultursenator Joe Chialo (CDU) gescheiterten Versuch, mithilfe einer Antisemitismusklausel solche Kulturinstitutionen von Fördergeldern auszuschließen, die antisemitisches Gedankengut verbreiten, sagte Stettner: »Wir möchten dafür sorgen, dass jemand, der zur Gewalt aufruft, der rassistisch und antisemitisch agiert, kein öffentliches Geld bekommt. Und wenn er schon Geld bekommen hat, möchten wir es ihm gern wegnehmen.« Noch könne man dies nicht, doch man arbeite weiter daran. kna

Die Universität Pennsylvania will nicht auf die Forderung eingehen, Daten jüdischer Mitarbeitenden zu veröffentlichen.

USA

Müssen US-Unis Informationen über jüdische Mitarbeiter herausgeben?

Die Universität Pennsylvania wehrt sich gegen die Forderung, persönliche Daten jüdischer Mitarbeitender auszuhändigen. Der Fall wird vor einem US-Bundesgericht verhandelt.

von Nicole Dreyfus  29.01.2026

Fernsehen

Wie Skandal-Camper Gil Ofarim erste Sympathie-Punkte sammelt

Kompliment und Kloppe für Gil Ofarim

von Aleksandra Bakmaz  29.01.2026

TV

Dschungelcamp: Gil Ofarim will nicht sprechen - oder doch?

Bei Hitze und Hunger schütten die Campteilnehmer sich gegenseitig ihr Herz aus. Am zweiten Tag in Down Under lassen die Dschungelbewohner tief blicken. Doch nicht jeder bekommt Mitleid

von Inga Jahn  25.01.2026

Leipzig

Gegensätzliche Nahost-Demos linker Gruppen 

Ein Team des MDR wurde aus der antiisraelischen Demo heraus angegriffen

 17.01.2026

TV-Tipp

Als David Bowie weinte: Arte-Doku beleuchtet die Schattenseiten eines musikalischen Genies

Oft feiern Filmporträts ihre Protagonisten mehr oder weniger unkritisch. Eine Arte-Doku über Popstar David Bowie wählt einen anderen Weg - und ist genau deshalb so gelungen

von Manfred Riepe  14.01.2026

Brandenburg

»Was soll der Scheiß?«: Nach Brandanschlag - Büttner übt scharfe Kritik an Linken-Spitze

Die Hintergründe

 10.01.2026

Antisemitismus

Die kruden Thesen eines AfD-Abgeordneten

Ein AfD-Parlamentarier teilte einen Instagram-Post, in dem die Rothschild-Familie mit dem Untergang der »Titanic« 1912 in Verbindung gebracht wird

 08.01.2026

Brandenburg

Generalstaatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen nach Anschlag auf Büttner

Nach dem Brandanschlag und die Morddrohung gegen den Antisemitismusbeauftragten haben die Ermittler eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro für Hinweise ausgesetzt

 07.01.2026

Potsdam

Antisemitismusbeauftragter erhöht Sicherheitsvorkehrungen

Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner ist immer wieder Drohungen ausgesetzt. Nach einem Brandanschlag und einer Morddrohung per Brief verschärft er nun Sicherheitsmaßnahmen. Die Solidaritätsbekundungen für ihn reißen nicht ab

 07.01.2026